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Thema "Religion im Alltag"

Erstellt am 25.1.2010, 17:05 Uhr von Marianne Fischer Antworten
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Re: Religion im Alltag []

Geschrieben am 1.2.2010, 15:47 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Ich bin zwar getauft , hatte auch Konfirmation aber danach war Schluss !!!! Ab 16 Jahre wollte ich über mich alleine bestimmen, nicht meine Eltern oder die Tradition. Inzwischen wird das auch respektiert. Ich halte das ganze Glaubendsgeschwafel für Ineffizient in der Entwicklung der Menschheit und auch für Abzocke und Hass - schürerei unter den Völkern der Welt. Kein Gott hilft dir, wenn DU dir nicht selbst hilfst! Was gehen da für Werte verloren ( nicht nur finanziell ) die , die Welt für bessere Zwecke verwenden könnte. Kinder ließ man hungern um seinen Obolus für die Kirche zu spenden, schaut euch doch die Prachtbauten der Kirchen an, was hätte man damit alles gegen Armut tun können !!! Dieser Hass ( auch Heute noch ) auf "Andersgläubige" vergiftet die Zukunft der Welt.
Foto von Marianne Fischer

Marianne...

Re: Religion im Alltag [Mariann...]

Geschrieben am 1.2.2010, 16:57 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Selbstbestimmung im religiösen Bereich ist immer das A und O, wobei man natürlich abwägen sollte, inwiefern man eigene und fremde Kinder vorprägen soll, kann und muss.

Spätestens in der Schule müssen Eltern auch entscheiden, ob ihr Kind Religion oder Ethik belegen soll. Hier finde ich indes besser, Ethiklehrer auf Kinder loszulassen, da in diesem Fach Werte aus verschiedenen großen Religionen vorgestellt und diskutiert werden.
Foto von Hans Ebert

Hans Ebert

Re: Religion im Alltag [Hans Ebert]

Geschrieben am 1.2.2010, 19:32 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marianne am 01.02.2010 19:32:48

Selbstbestimmung im religiösen Bereich ist immer das A und O, wobei man natürlich abwägen sollte, inwiefern man eigene und fremde Kinder vorprägen soll, kann und muss.

Spätestens in der Schule müssen Eltern auch entscheiden, ob ihr Kind Religion oder Ethik belegen soll. Hier finde ich indes besser, Ethiklehrer auf Kinder loszulassen, da in diesem Fach Werte aus verschiedenen großen Religionen vorgestellt und diskutiert werden.

dem kann ich folgen solange es sich wirklich um eine freie selbstbestimmung handelt ohne den druck den manche eltern dann auf ihre kinder ausüben.

was den ehtik untericht betrifft haben wir auch die gleiche meinung. leider haben da aber die lehrer zu viel einfluß auf das tatsächlich gelehrte wissen. bei uns wird da nur mit arbeitsdblättern gearbeitet so das wir als eltern kaum einblick haben was unsere kinder gerade behandeln oder, wie gerade geschehen, was die klasse behandelt wenn das kind drei wochen krank ist.

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 1.2.2010, 21:04 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marianne am 01.02.2010 21:04:32

Selbstbestimmung im religiösen Bereich ist immer das A und O, wobei man natürlich abwägen sollte, inwiefern man eigene und fremde Kinder vorprägen soll, kann und muss.

Spätestens in der Schule müssen Eltern auch entscheiden, ob ihr Kind Religion oder Ethik belegen soll. Hier finde ich indes besser, Ethiklehrer auf Kinder loszulassen, da in diesem Fach Werte aus verschiedenen großen Religionen vorgestellt und diskutiert werden.

ein MUSS im religiösen sinne sollte es schon einmal gar nicht sein. eher schon ein wohlwollendes heranführen diverser religions- oder kulturformen, denn das würde unter den aspekt "allgemeinbildung" fallen.

ansonsten kann ich dir bei diesem beitrag nur vollkommen zustimmen.

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 1.2.2010, 21:09 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Ralf am 01.02.2010 21:09:56

Zitat von: Hans am 01.02.2010 12:30:45

ein gott oder wie du es auch immer nennen möchtest, wäre auch für alles schlimme und böse verantwortlich was es auf der welt gibt. dahinter können sich einfach zu viele schlechte menschen verstecken weil sie ihre taten im auftrag eins höheren wesens machen. wenn ich allso an ein solches wesen glauben würde müsste ich es bekämpfen, ein widerspruch in sich denke ich.

Das ist doch ein Trugschluss! Warum soll Gott für das böse verantwortlich sein? Gott gab uns einen freien Willen. Es ist uns überlassen, ob wir uns an seine Handlungsanweisungen halten oder nicht?
Er gab seinen Sohn um uns zu erlösen. Dieses Bild steht dafür, dass man auch manchmal schwere Prüfungen duchstehen muss. Wenn diese Prüfung darin endet, dass wir an Gott zweifeln, dann haben wir die Prüfung nicht bestanden.
Ob man eine Institution namens Kirche benötigt um "den Weg zu Gott zu finden" kann man bezweifeln. Ich persönlich brauche Sie nicht um ein "gottgefälliges" Leben zu führen.


es ist ein trugschluss, dass der christliche bzw. jüdische gott, (altes und neues testament), für böses verantwortlich ist. das ist schon richtig, auch wenn sich diese beiden gottheiten, obgleich sie eigentlich die selben sind, in ihrer interpretation und handlungsweise unterscheiden.

was nicht stimmt ist, dass der christliche gott, der ja ursprünglich der rein jüdische gott war/ist, (gleiche personifizierung, unterteilt in altes und neues testament), dem menschen einen freien willen zuordnete.

dies beweist die geschichte "adam und eva", beide im paradies lebend, welche von der schlange "nahash", (wird oft mit dem teufel fälschlicherweise verwechselt), dazu animiert werden, vom baum "der erkenntnis" zu essen.

und erst dann erkannten sie, dass sie keine kleider trugen, bedeckten sich und wurden anschließend aus dem paradies verbannt.

Foto von Benjamin Posselt

Benjamin...

Re: Religion im Alltag [Benjami...]

Geschrieben am 1.2.2010, 22:14 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Bei mir Spielt Religion keine Rolle ich glaube auch nicht an Gott und bin aus der Kirche ausgetreten ich denke das Religion einfach ein Mittel zur Machtergreifung (?) sorry wusste grad kein besseres wort ist
Foto von Anna Schmidt

Anna Schmidt

Re: Religion im Alltag [Anna...]

Geschrieben am 3.2.2010, 17:26 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Benjamin am 03.02.2010 17:26:46

Bei mir Spielt Religion keine Rolle ich glaube auch nicht an Gott und bin aus der Kirche ausgetreten ich denke das Religion einfach ein Mittel zur Machtergreifung (?) sorry wusste grad kein besseres wort ist

Was meinst du denn mit "Mittel zur Machtergreifung"? Etwa, dass sich Menschen manipulieren lassen nach dem Schema "Wenn's der Papst sagt, wird's schon stimmen!"? Ich würde da nicht einfach alle Religionen über einen Kamm scheren!

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 3.2.2010, 19:06 Uhr zitieren Regelverstoß melden

ich würde da auch nicht unbedingt alle religionen über einen kamm scheren wollen. wobei benjamin nicht ganz unrecht hat. bestimmten religionen kann man dieses muster sehr wohl zuschreiben...auch wenn darin womöglich nicht die ursprungsabsicht lag.
Foto von Anna Schmidt

Anna Schmidt

Re: Religion im Alltag [Anna...]

Geschrieben am 4.2.2010, 16:43 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Was haltet ihr denn von populären Figuren wie beispielsweise Mahatma Gandhi? Können diese zum Glauben motivieren?
Foto von Jens Freidel

Jens Freidel

Re: Religion im Alltag [Jens...]

Geschrieben am 4.2.2010, 16:51 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Aada am 04.02.2010 16:51:00

ich würde da auch nicht unbedingt alle religionen über einen kamm scheren wollen. wobei benjamin nicht ganz unrecht hat. bestimmten religionen kann man dieses muster sehr wohl zuschreiben...auch wenn darin womöglich nicht die ursprungsabsicht lag.

Aber das ist doch auch schon wieder Quatsch! Ja die katholische Kirche hat Mist gebaut (Kreuzzüge etc) Da wurde viel Leid verursacht. Dies aber aus dem Kontext der damaligen Geschichte herauszureißen und diese Handlungen - etliche hunderte Jahre später - mit der "aktuellen" katholischen Kirche gleichzusetzen ist einfach falsch.

Foto von Kathi M

Kathi M

Re: Religion im Alltag [Kathi M]

Geschrieben am 5.2.2010, 16:04 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Jens am 05.02.2010 16:04:43

Zitat von: Aada am 04.02.2010 16:51:00

ich würde da auch nicht unbedingt alle religionen über einen kamm scheren wollen. wobei benjamin nicht ganz unrecht hat. bestimmten religionen kann man dieses muster sehr wohl zuschreiben...auch wenn darin womöglich nicht die ursprungsabsicht lag.

Aber das ist doch auch schon wieder Quatsch! Ja die katholische Kirche hat Mist gebaut (Kreuzzüge etc) Da wurde viel Leid verursacht. Dies aber aus dem Kontext der damaligen Geschichte herauszureißen und diese Handlungen - etliche hunderte Jahre später - mit der "aktuellen" katholischen Kirche gleichzusetzen ist einfach falsch.


Genau so falsch ist es, auch nach Jahrzehnten im Ausland schief angeschaut zu werden, wenn man sagt, man käme aus Deutschland. Sofort ist die Verbindung zum Holocaust wieder geschaffen, obwohl die meisten von uns hier diesen aufgrund ihres jungen Alters nicht einmal annähernd erlebten!

Ein Ankämpfen gegen solche Windmühlen ist wohl vergebens - seien es politische oder religionsbezogene Vorurteile.

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 6.2.2010, 14:29 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Jens am 06.02.2010 14:29:39

Zitat von: Aada am 04.02.2010 16:51:00

ich würde da auch nicht unbedingt alle religionen über einen kamm scheren wollen. wobei benjamin nicht ganz unrecht hat. bestimmten religionen kann man dieses muster sehr wohl zuschreiben...auch wenn darin womöglich nicht die ursprungsabsicht lag.

Aber das ist doch auch schon wieder Quatsch! Ja die katholische Kirche hat Mist gebaut (Kreuzzüge etc) Da wurde viel Leid verursacht. Dies aber aus dem Kontext der damaligen Geschichte herauszureißen und diese Handlungen - etliche hunderte Jahre später - mit der "aktuellen" katholischen Kirche gleichzusetzen ist einfach falsch.


ist es nicht, denn die katholische kirche hat bis heute mit ihren machenschaften nicht aufgehört. sie nutzen lediglich einen anderen weg, da es sonst global nicht vertretbar wäre.

unter anderem würde ich da sogar recht gerne auf den letzten beitrag von nail verweisen. alleine das finanzwesen der kirche, ist eine der größten lügen überhaupt.

Foto von Stina

Stina

Re: Religion im Alltag [Stina]

Geschrieben am 6.2.2010, 17:29 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Aada am 06.02.2010 17:29:11

Zitat von: Jens am 06.02.2010 14:29:39

Zitat von: Aada am 04.02.2010 16:51:00

ich würde da auch nicht unbedingt alle religionen über einen kamm scheren wollen. wobei benjamin nicht ganz unrecht hat. bestimmten religionen kann man dieses muster sehr wohl zuschreiben...auch wenn darin womöglich nicht die ursprungsabsicht lag.

Aber das ist doch auch schon wieder Quatsch! Ja die katholische Kirche hat Mist gebaut (Kreuzzüge etc) Da wurde viel Leid verursacht. Dies aber aus dem Kontext der damaligen Geschichte herauszureißen und diese Handlungen - etliche hunderte Jahre später - mit der "aktuellen" katholischen Kirche gleichzusetzen ist einfach falsch.


ist es nicht, denn die katholische kirche hat bis heute mit ihren machenschaften nicht aufgehört. sie nutzen lediglich einen anderen weg, da es sonst global nicht vertretbar wäre.

unter anderem würde ich da sogar recht gerne auf den letzten beitrag von nail verweisen. alleine das finanzwesen der kirche, ist eine der größten lügen überhaupt.


Besonders wenn es um finanzielle Hilfen angeht. Ich habe einige Praktika gemacht in Einrichtungen deren Träger Diakonie und Caritas sind. Mit Erschrecken wurde ich von einem eher kritisch eingestellten Sozialarbeiter darüber aufgeklärt, dass weder die katholische noch die evangelische Kirche der finanzielle Hauptträger vieler Einrichtungen sind. Und das obwohl sie sich genau dies immer auf die eigene Fahne schreiben. Dreiste Lügen sozusagen.

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 7.2.2010, 0:09 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Stina am 07.02.2010 00:09:25

Zitat von: Aada am 06.02.2010 17:29:11

Zitat von: Jens am 06.02.2010 14:29:39

Zitat von: Aada am 04.02.2010 16:51:00

ich würde da auch nicht unbedingt alle religionen über einen kamm scheren wollen. wobei benjamin nicht ganz unrecht hat. bestimmten religionen kann man dieses muster sehr wohl zuschreiben...auch wenn darin womöglich nicht die ursprungsabsicht lag.

Aber das ist doch auch schon wieder Quatsch! Ja die katholische Kirche hat Mist gebaut (Kreuzzüge etc) Da wurde viel Leid verursacht. Dies aber aus dem Kontext der damaligen Geschichte herauszureißen und diese Handlungen - etliche hunderte Jahre später - mit der "aktuellen" katholischen Kirche gleichzusetzen ist einfach falsch.


ist es nicht, denn die katholische kirche hat bis heute mit ihren machenschaften nicht aufgehört. sie nutzen lediglich einen anderen weg, da es sonst global nicht vertretbar wäre.

unter anderem würde ich da sogar recht gerne auf den letzten beitrag von nail verweisen. alleine das finanzwesen der kirche, ist eine der größten lügen überhaupt.


Besonders wenn es um finanzielle Hilfen angeht. Ich habe einige Praktika gemacht in Einrichtungen deren Träger Diakonie und Caritas sind. Mit Erschrecken wurde ich von einem eher kritisch eingestellten Sozialarbeiter darüber aufgeklärt, dass weder die katholische noch die evangelische Kirche der finanzielle Hauptträger vieler Einrichtungen sind. Und das obwohl sie sich genau dies immer auf die eigene Fahne schreiben. Dreiste Lügen sozusagen.


das schlimmste daran ist m.e. auch, dass die meisten menschen diesen mist auch noch glauben. :/

Foto von Marianne Fischer

Marianne...

Re: Religion im Alltag [Mariann...]

Geschrieben am 8.2.2010, 15:56 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Gänzlich falsch fände ich es indes jedoch auch, Religionen nur wegen der sie vertretenden Institutionen abzulehnen. Ich denke nicht, dass Gott von allen wünscht, dass sie wöchentlich ein scheinbar willkürlich gewähltes Gebäude aufsuchen, um dort des Pfarrers Worten zu lauschen. Dennoch kann man gläubig sein!

Oder gehört für euch der Glauben unmittelbar in die gesellschaftliche Öffentlichkeit?

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