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Thema "Religion im Alltag"

Erstellt am 25.1.2010, 17:05 Uhr von Marianne Fischer Antworten
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Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 8.2.2010, 17:52 Uhr zitieren Regelverstoß melden

schön dass du das mal von dieser seite so anbringst.

ich denke nämlich auch nicht, dass gläubige menschen, (was immer sie denn dann auch glauben. es muss nicht immer das christentum sein und es muss z.b. auch nicht immer monotheistisch sein), eine institution benötigen. was sie vielleicht benötigen wäre eine kleine gemeintschaftliche runde, um sich auszutauschen. allerdings braucht auch das nicht jeder. am wichtigsten ist für diese menschen ihr glaube selbst, welcher sie innerlich festigt.

jedoch auch das muss nicht für jeden gelten. es gibt z.b. eine menge atheisten, die von ihrem atheismus in höchster form überzeugt sind. auch das festigt sie innerlich und sollte respektiert werden. der glaube und religionen spielen für diese menschen keinerlei rolle. höchstens im wissenschaftlichen sinne, als außenstehende betrachtungsweise.
Foto von Marianne Fischer

Marianne...

Re: Religion im Alltag [Mariann...]

Geschrieben am 9.2.2010, 15:17 Uhr Geändert am:9.2.2010, 15:18 Uhr
zitieren Regelverstoß melden

Was mich einmal interessiert, betrifft auch den Atheismus. Ich wurde nie atheistisch erzogen und kann mich demnach schlecht in eine solche Auffassung hineindenken. Es soll nicht als abwertend dargestellt werden, ich bin einfach nur interessiert!

Was ist für diese Menschen denn der Halt im Leben, die Kontinuität?
Was bietet euch Geborgenheit, falls ihr wichtige Menschen verliert?
Woraus schöpft ihr Hoffnung?
gestrichen

Re: Religion im Alltag []

Geschrieben am 10.2.2010, 20:42 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marianne am 02.09.2010 15:18:12

Was mich einmal interessiert, betrifft auch den Atheismus. Ich wurde nie atheistisch erzogen und kann mich demnach schlecht in eine solche Auffassung hineindenken. Es soll nicht als abwertend dargestellt werden, ich bin einfach nur interessiert!

Was ist für diese Menschen denn der Halt im Leben, die Kontinuität?
Was bietet euch Geborgenheit, falls ihr wichtige Menschen verliert?
Woraus schöpft ihr Hoffnung?

Ich bin Agnostiker aber er ist ja mit dem Atheismus verwandt. Du hast ja die Fragen quasi schon gestellt gehabt und auch die Antworten bekommen.

Der Halt im Leben sind Familie, Freunde, Verwandte, Vereine, Arbeitsplatz/Kollegen, etc., also die ganz normalen "üblichen Verdächtigen". Die Kontinuität ergibt sich daraus und natürlich aus einer vernünftigen, realistischen Lebensplanung.

Verlust eines Menschen: Eigentlich genau dasselbe. Das Leben(individuelle) ist vergänglich, genauso wie der Dualismus Freuden/Leiden. Jeder muß diesen Weg gehen, was soll daran auch so schlimm sein. Es hat sich noch keiner beschwert, dass er nicht früher geboren wurde oder gerne noch länger gelebt hätte.

Hoffnung: Hoffnung ist dem denkenden Menschen immanent. Jeder hofft im Grunde immer auf das Beste für sich. Auf ein günstiges Schicksal, sprich: Lebensverlauf, den man individuell positiv/positiver gestalten kann egal in welcher Situation man sich befindet. Und dies eben bis zum Lebensende.

Nachtrag: Atheismus/Theismus sind ganz verschiedene Denkrichtungen. Und in beiden Richtungen gibt es gemäßigte Vertreter aber auch die Hardcore-Fraktion. Die Atheisten bewegen sich gedanklich nur innerhalb des Erfahrbaren, sie lehnen den Glauben und damit die institutionalisierten Religionen ab.

Ich bin Agnostiker und außerdem so frei mich überall zu bedienen, was meinen Gedanken guttut. *g*.

Foto von Ralph Lehmann

Ralph...

Re: Religion im Alltag [Ralph...]

Geschrieben am 11.2.2010, 16:32 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marianne am 02.09.2010 15:18:12

Was mich einmal interessiert, betrifft auch den Atheismus. Ich wurde nie atheistisch erzogen und kann mich demnach schlecht in eine solche Auffassung hineindenken. Es soll nicht als abwertend dargestellt werden, ich bin einfach nur interessiert!

Was ist für diese Menschen denn der Halt im Leben, die Kontinuität?
Was bietet euch Geborgenheit, falls ihr wichtige Menschen verliert?
Woraus schöpft ihr Hoffnung?

Was mir häufig begegnet - wenn ich mit Atheisten rede - ist eine große Intoleranz. Sie können einfach nicht akzeptieren, das es Menschen gibt, die an eine Gottheit glauben und diese als "Halt" im Leben ansehen! Das finde ich schade! Es sollte doch jeder das machen dürfen, was er für richtig hält....

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 11.2.2010, 23:56 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Ralph am 11.02.2010 23:56:24

Zitat von: Marianne am 02.09.2010 15:18:12

Was mich einmal interessiert, betrifft auch den Atheismus. Ich wurde nie atheistisch erzogen und kann mich demnach schlecht in eine solche Auffassung hineindenken. Es soll nicht als abwertend dargestellt werden, ich bin einfach nur interessiert!

Was ist für diese Menschen denn der Halt im Leben, die Kontinuität?
Was bietet euch Geborgenheit, falls ihr wichtige Menschen verliert?
Woraus schöpft ihr Hoffnung?

Was mir häufig begegnet - wenn ich mit Atheisten rede - ist eine große Intoleranz. Sie können einfach nicht akzeptieren, das es Menschen gibt, die an eine Gottheit glauben und diese als "Halt" im Leben ansehen! Das finde ich schade! Es sollte doch jeder das machen dürfen, was er für richtig hält....


aber du meinst dann schon häufig im sinne von häufig = oft (?)

demnach dürfte es sicherlich auch ausnahmen geben, die nicht so radikal atheistisch bzw. intolerant gegenüber religiösen menschen sind.

stellenweise vermute ich aber auch, dass atheisten besonders oft und vor allem von tief gläubigen, extrem missverstanden werden. damit will ich die atheistische seite jedoch nicht gänzlich vertreten, denn ich selber weiß ja, dass es sehr extreme und intolerante atheisten gibt. wenn wir aber ehrlich bleiben, gibt es auch verdammt viele tief bis oberflächlich religiöse, die in anderer richtung intolerant sind. - ich denke, da tut sich nicht viel und demnach bleibt das fazit für mich fast schon, dass es ein rein menschliche macke ist.

Foto von Marianne Fischer

Marianne...

Re: Religion im Alltag [Mariann...]

Geschrieben am 12.2.2010, 14:59 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Was haltet ihr denn vom Pantheismus, das Göttliche sei überall und das Universum in seiner Gesamtheit somit göttlich? Oder ist solch ein Allgottglaube auch nicht mit dem Agnostizismus vereinbar?
Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 13.2.2010, 13:38 Uhr Geändert am:13.2.2010, 13:39 Uhr
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ich finde schon, dass beides miteinander zu vereinbaren wäre, sofern derjenige dann sich selbst in der lage sieht, gewisse akspekte und ansichten zu differenzieren.

womöglich sollte man sich heutzutage nicht mehr so sehr eingrenzen, wenn es um diese dinge geht. wenn man sich für andere in eine bestimmte sparte steckt, um ungefähr zu erläutern welche weltanschauung, (spirituell gesehen), man vertritt, dann finde ich das in ordnung. dennoch sollte man nicht auch andere tendenzen für sich ausschließen.
gestrichen

Re: Religion im Alltag []

Geschrieben am 14.2.2010, 10:58 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marianne am 14.02.2010 10:58:51

Was haltet ihr denn vom Pantheismus, das Göttliche sei überall und das Universum in seiner Gesamtheit somit göttlich? Oder ist solch ein Allgottglaube auch nicht mit dem Agnostizismus vereinbar?

*hihi* Du bist mir ja "Eine"...

Nein, das kann irgendwie nicht funktionieren, da das Prädikat(göttlich) einen nominalen, religiösen Hintergrund haben muß. Ich muß ihn definieren, charakterisieren, analysieren, einer Religion zuordnen, etc. pp.
Man kann es natürlich auch undefiniert lassen aber trotzdem muß man daran glauben. Und gerade der Agnostizismus glaubt ja nicht theistisch, weil er kein göttliches Wirken innerhalb des Erfahrbaren erkennen kann. Es gibt "gut" es gibt "böse", es gibt quasi alles und sein Gegenteil(Dualismus).

Der Agnostizismus mit dem Pantheismus ist genauso vereinbar, wie am Südpol ein Beach-Volleyball-Turnier auszutragen, meiner Meinung nach.

Schlomo Laberhans

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 14.2.2010, 14:43 Uhr zitieren Regelverstoß melden

was ich gerade etwas amüsant finde ist, dass ich bei dir, florian, agnostizismus jetzt überhaupt nicht vermutet hätte, wenn du es nicht erwähnt hättest.^^

dennoch scheinst du dich selber in diese sparte ganz massiv einzuordnen, sodass du schon nicht mehr differenzierst.
gestrichen

Re: Religion im Alltag []

Geschrieben am 15.2.2010, 12:55 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Aada am 15.02.2010 12:55:05

was ich gerade etwas amüsant finde ist, dass ich bei dir, florian, agnostizismus jetzt überhaupt nicht vermutet hätte, wenn du es nicht erwähnt hättest.^^

dennoch scheinst du dich selber in diese sparte ganz massiv einzuordnen, sodass du schon nicht mehr differenzierst.

Ich laß mich auch nicht in irgendeine "Definitions-Schublade" hineinpacken aber der Agnostizismus trifft es am ehesten. Das habe ich auch immer und ständig erwähnt. Ich erlaube mir aber trotzdem den Atheismus, Theismus(auch gegeneinander), etc. auf Vor- u. Nachteile hin zu bedenken. Weil, den "goldenen Weg" gibt es, meiner Meinung nach, eben nicht.
Ich weiß jetzt nicht genau, was Du mit "nicht mehr differenzierst" meinst.

Schlomo

Foto von Maria Paucken

Maria...

Re: Religion im Alltag [Maria...]

Geschrieben am 15.2.2010, 23:35 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marianne am 26.01.2010 17:23:01

Guten Abend.

Jeden Sonntagmorgen halb elf höre ich im Osten Leipzigs die Kirchenglocken und jedes Mal sehe ich dieselben Leute losziehen. Ich habe das Gefühl, der Glaube und die Religion kommt in unserer schnellebigen Zeit viel zu kurz!

Zusammenhalt, Nächstenliebe und die Liebe zu Gott: Welche Rolle spielen Religionen in eurem Leben?

Religion, prägt unsere Vergangenheit. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit ihr auseinanderzusetzen. Sie lehrt uns Nächstenliebe und weist uns eine Erbschuld zu.
Wer steht schon auf Schuldzuweisung? Hört sich Schuldzuweisung nicht eher nach Manipulation, denn nach Motivation an?
Sollten wir nicht erst uns Selbst Lieben lernen, damit wir die Liebe auch kennenlernen, um sie dann nach Aussen zu tragen?
Eine Religion, wie sie proklamiert wird, ist weit von meinem sozialen Verständnis entfernt.
Danke für die Aufmerksamkeit.
die Maria

Foto von Marie Bengler

Marie...

Re: Religion im Alltag [Marie...]

Geschrieben am 16.2.2010, 11:33 Uhr zitieren Regelverstoß melden

@Florian
Natürlich ist es vereinbar. Der Agnostiker geht doch von einer bregenztheit des Wissens aus. Man kann nicht wissen, was göttlich ist.
der Pantheist vermut im Ganzen eine gewisse göttlichkeit. Es ist also vereinbar, weil es sich nicht ausschließt.
Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Religion im Alltag [Aada...]

Geschrieben am 16.2.2010, 20:04 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marie am 16.02.2010 20:04:54

@Florian
Natürlich ist es vereinbar. Der Agnostiker geht doch von einer bregenztheit des Wissens aus. Man kann nicht wissen, was göttlich ist.
der Pantheist vermut im Ganzen eine gewisse göttlichkeit. Es ist also vereinbar, weil es sich nicht ausschließt.

genauso lag eben auch meine betrachtungsweise. da er diese, so verstand ich es jedenfalls, nicht teilen konnte und es als unmögliches abtat, ging meine vermutung weiter, dass er in dieser hinsicht schon nicht mehr differenziert.

meiner meinung nach ist beides deshalb, in gewisser hinsicht, schon miteinander zu vereinbaren da sich nichts, wie du schon geschrieben hast, ausschließen muss.

Foto von Marianne Fischer

Marianne...

Re: Religion im Alltag [Mariann...]

Geschrieben am 17.2.2010, 11:19 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Marie am 17.02.2010 11:19:21

@Florian
Natürlich ist es vereinbar. Der Agnostiker geht doch von einer bregenztheit des Wissens aus. Man kann nicht wissen, was göttlich ist.
der Pantheist vermut im Ganzen eine gewisse göttlichkeit. Es ist also vereinbar, weil es sich nicht ausschließt.

Das setzt jedoch voraus, dass der Agnostiker zugibt, dass es Bereiche gibt, die nicht mit dem menschlichen Verstand greifbar sind. Aber wer gibt das schon zu?

gestrichen

Re: Religion im Alltag []

Geschrieben am 17.2.2010, 13:00 Uhr zitieren Regelverstoß melden

@Aada, Marie, Maria

Ich gebe nichts zu ohne meinen Anwalt: D

Ich meinte eigentlich, dass es schlechterdings nicht möglich ist, als Agnostiker gleichzeitig einem Pantheismus anzuhängen. Er kann ja gerade in der Realität kein göttliches Wirken erkennen also spielt "Gott oder Gotteswerk" keine Rolle für Ihn. Die Möglichkeit bleibt natürlich bestehen, weil ja Erkenntnis und Wissen keine statischen Größen sind. Ich bin aber nicht direkt gegen einen Gottesglauben, wenn es denn möglichst säkularisiert von statten geht. Die Definitionsgrenzen sind oftmals sehr dünn. Z.B. feiere ich Ostern und Weihnachten eher als Kultur- u. Familienfest, denn als Glaubensfest. Und welcher Ursprung wirklich dahintersteckt ist mir eigentlich schnurzpieplatte.

Schlomo Laberhans

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