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Thema "Gastronomie - Für und Wider"

Erstellt am 10.9.2010, 15:40 Uhr von Antworten
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Re: Gastronomie - Für und Wider []

Geschrieben am 10.9.2010, 15:40 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Meine kleine Schwester hat sich in den Kopf gesetzt in die Gastronomie oder in die Hotellerie zu wollen und will jetzt eine Ausbildung als Restaurantfachfrau beginnen. Aber es gibt doch nicht mal einen Tariflohn für die Gastronomie, oder!? ich ahb Angst, dass Sie in diesem Berufszweig ausgebeutet wird und finanziell noch nicht mal was bei rum kommt. Kennt sich da Jemand aus?
Foto von Romy Meier

Romy Meier

Re: Gastronomie - Für und Wider [Romy Meier]

Geschrieben am 13.9.2010, 9:38 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Also ich glaube nicht, dass es für die Gastronomie einen Tariflohn gibt - hab zumindest noch nie davon gehört. Für das Hotelgewerbe und die Gastronomie muss man echt geboren sein - Arbeit bis spät in die Nacht, an Wochenenden und Feiertagen und man muss immer nett und freundlich sein. Aber wer sich dafür entscheidet, für den spielt meist der Lohn nicht die größte Rolle. Allerdings denke ich, wer in ein gutes Haus kommt (egal ob Restaurant oder Hotel), der wird auch ein vernünftiges Gehalt gezahlt bekommen.
Foto von Susetti Susisett

Susetti...

Re: Gastronomie - Für und Wider [Susetti...]

Geschrieben am 13.9.2010, 10:36 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Meine Cousine hatte mal eine Lehre zur Hotelfachfrau angefangen, und sie war auf einer Schule, die auch noch bezahlt werden musste. Also Lehrlingsgehalt fiel da schon mal weg, stattdessen hieß es: selber blechen!
Sie hat die Lehre dann abgebrochen, da es ihr zu anstrengend war. Ist halt wirklich so ne Sache. Wenn man diesen Job liebt, macht einem die Wochenend-, Feiertags- und Nachtarbeit nichts aus. Aber diesen Job ergreifen, weil man nichts anderes findet, davon würde ich abraten.
Allerdings gibt es auch Positives: Kommt man in ein renommiertes Hotel, trifft man bestimmt hin und wieder die ein oder andere Berühmtheit.
Foto von Marcus Willinger

Marcus...

Re: Gastronomie - Für und Wider [Marcus...]

Geschrieben am 28.4.2011, 13:15 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Romy am 28.04.2011 13:15:27

Also ich glaube nicht, dass es für die Gastronomie einen Tariflohn gibt - hab zumindest noch nie davon gehört. Für das Hotelgewerbe und die Gastronomie muss man echt geboren sein - Arbeit bis spät in die Nacht, an Wochenenden und Feiertagen und man muss immer nett und freundlich sein. Aber wer sich dafür entscheidet, für den spielt meist der Lohn nicht die größte Rolle. Allerdings denke ich, wer in ein gutes Haus kommt (egal ob Restaurant oder Hotel), der wird auch ein vernünftiges Gehalt gezahlt bekommen.

Was verstehst du unter ein vernünftiges Gehalt, und ein gutes Haus?

Mal ein Beispiel aus dem Kollegenbereich von mir:
Morriott ...gutes Haus ...sehr gutes haus, weltweit sogar...
Bezahlung: laut Tarif, wobei man grundsätzlich immer eine, mindestens eine Tarifgruppe unter dem soll schwebt.
Arbeitszeiten: okay, wenn man flexibel ist.
nicht okay, weil man die Überstunden nicht bezahlt bekommt.

Im Fall vom Kollegen: zweimal einen Jahresvertrag bekommen, den dritten bekam er dann nicht mehr, weil er A): dann automatisch in ein festes Arbeitsverhältnis gerutscht wäre B): weil er gleichzeitig mehr Lohn bekommen hätte, weil er in eine höhere Position gerutscht wäre.
Zudem die Taktik: drei Monate vor eines Jahresvertrages muß man sich, oder sollte man sich beim Amt melden. Da er nachfragte, rechtzeitig, wie es aussieht, ob er weiterbeschäftigt wird, und man dies auf jeden Fall bejate, sagte er dem Amt es sei alles okay. zwei Tage vor ablauf des Vertrages wurde ihm dann mitgeteilt, daß er wegen Personaleinsparungen nicht weiter beschäftigt werden würde. Seltsamerweise suchte man aber für seine Position einen neuen Koch.
Einsparungsmaßnahmen! Und das, obwohl er praktisch dreieinhalb Monate (zusammengerechnete, unbezahlte Überstunden aus zwei Jahren) umsonst für Marriott gearbeitet hatte.
Ich bin auch Koch, wie er, aber bei mir blieb es nur bei einem Vorstellungsgespräch bei dem selben Hotel. Nein, danke!

Ein anderer Punkt ist, es wird von vielen Chefs geschlampt! Das kann niemand verneinen. Mal mehr, mal weniger. Ich hasse Chefs, die nur das Geld zählen, was reinkommt, daß sie auch Ausgaben haben, wie zum Beispiel lästige Lohnzahlungen, finden sie glatt zum kotzen (Original-Ton eines meiner Ex-Chefs - ein Hoch auf die Sklaverei!). Wenn es den Chefs wichtiger ist, sich ein neues Auto zum angeben zu kaufen, als die unbezahlten Rechnungen ihrer Mitarbeiter, weil sie bis fast zum Ende des Monats ihrem Geld nachrennen, dann kann man wirklich auf sowas verzichten.

"Aber wer sich dafür entscheidet, für den spielt meist der Lohn nicht die größte Rolle"
Toller Spruch! Wer geht denn aus reiner Langeweile arbeiten? Doch nur Leute, die noch zu Hause bei Mami residieren, oder Frauen, die einen Idioten gefunden haben, der ihnen ihre Wünsche erfüllt, oder liege ich da falsch?
Dienst im Service aus reiner Menschenfreude ...sehr unwahrscheinlich.
Ich arbeite gern in der Gastronomie, aber nur wenn das ganze Umfeld, sowie der Lohn stimmt.

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