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Thema "Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an Embryonen"

Erstellt am 14.4.2011, 11:37 Uhr von Katja Schneider Antworten
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Foto von Katja Schneider

Katja...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Katja...]

Geschrieben am 14.4.2011, 11:37 Uhr Geändert am:14.4.2011, 11:39 Uhr
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Der Bundestag streitet seit heute morgen über die ethisch heikle Präimplatationsdiagnostik, kurz PID. Dürfen künstlich befruchtete Eizellen vor ihrer Einsetzung in den Mutterleib auf genetische Defekte untersucht werden - oder bereitet man damit den Weg für "Designerbabys"?
Wie steht Ihr dazu?
Foto von Susetti Susisett

Susetti...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Susetti...]

Geschrieben am 14.4.2011, 12:07 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Ich weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll. Im Prinzip finde ich es gut, wenn man Gendefekte schon von vornherein ausschließen kann, aber der Weg zum Designerbaby ist dann echt nicht mehr weit. Und wenn man diese Methode bereits ethisch vertreten kann, wie schnell ist man dann dabei, bereits bei der künstlichen Befruchtung zu entscheiden, wie das Baby aussehen sollen. Einerseits befürworte ich daher diese Methode, finde sie aber auf der anderen Seite ethisch nicht vertretbar. Ist echt schwierig, hier zu entscheiden.
gestrichen

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... []

Geschrieben am 3.5.2011, 15:21 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Also ich bin nach langer Überlegung dagegen. Ich kann es natürlich verstehen, dass Menschen nicht wollen, dass ihr Kind behindert, krank, etc. ist. Aber ich finde, dass jedes Kind das Recht auf ein Leben hat, auch wenn dieses Leben nur kurz ist, weil das Kind an einer genetisch vererbbaren Krankheit stirbt z.B. Früher ist man auch damit klargekommen, wenn ein Kind krank war, man muss es einfach nehmen, wie es kommt und das beste daraus machen; das Leben lebenswert machen. Würde man das zum Beispiel weiterführen, würde es doch auch bedeuten, dass die Menschen, die heute behindert sind, eigentlich gar nicht leben müssten. Aber auch sie freuen sich darüber, am Leben zu sein und genießen es auf ihre Art.
Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Aada...]

Geschrieben am 16.6.2011, 16:09 Uhr Geändert am:16.6.2011, 16:10 Uhr
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Zitat von: Susetti am 16.06.2011 16:09:42

Ich weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll. Im Prinzip finde ich es gut, wenn man Gendefekte schon von vornherein ausschließen kann, aber der Weg zum Designerbaby ist dann echt nicht mehr weit. Und wenn man diese Methode bereits ethisch vertreten kann, wie schnell ist man dann dabei, bereits bei der künstlichen Befruchtung zu entscheiden, wie das Baby aussehen sollen. Einerseits befürworte ich daher diese Methode, finde sie aber auf der anderen Seite ethisch nicht vertretbar. Ist echt schwierig, hier zu entscheiden.

Den Weg zum Designerbaby könnte man dann wiederum gesetzlich eingrenzen, sodass kein Weg dort hin führen würde. Es soll lediglich um eine Ausschließung von Gendefekten gehen, was meiner Meinung eine gute Sache ist.

Durch die medizinischen Fortschritte gibt es innerhalb unserer Spezies keine natürliche Auslese mehr, was natürlich Gendefekte sprich Erbkrankheiten, welche sich über Generationen munter weitervererben, enorm begünstigt.

Da vertritt natürlich jeder seinen eigenen moralischen und ganz persönlichen Standpunkt. Nicht umsonst wird dieses Thema ja diskutiert und nicht einfach so leichtfertig beschlossen.

Selbst eine Frau, die auf natürlichem Wege schwanger geworden ist, kann ihr Kind im Mutterleib einigermaßen testen lassen und viele dieser Mütter greifen zu dieser Möglichkeit. Wenn das z. B. schon ethisch nicht weiter verwerflich ist, (ich finde, das ist es nicht), dann ist das andere im Umkehrschluss genauso wenig verwerflich.

Wenn doch, dann sollte man meiner Meinung nach viel eher das Thema "künstliche Befruchtung als Möglichkeit Kinder in die Welt zu setzen" beleuchten und kritisieren. Da fängt es nämlich an.

Foto von Dagmar Sühler

Dagmar...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Dagmar...]

Geschrieben am 17.6.2011, 16:14 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Sicherlich kann man bei der künstlichen Befruchtung anfangen. Ich finde diese allerdings in keinster Weise verwerflich. Sicherlich hat sich Mutter Natur was dabei gedacht, dasss bestimmte Menschen nicht zeugungsfähig sein sollen, aber wieso ist es zum Beispiel einem Paar, welche beide erfolgreich arbeiten und sich auch sonst nichts zuschulden kommen lassen, verwehrt, auf natürlichem Wege Kinder zu bekommen, und andere - gerade in sozial schwachen Familien - bekommen ein Kind nach dem anderen. Ich finde es grundsätzlich gut, dann die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung anzubieten, wobei man bedenken muss, dass an diese hohe psychische und finanzielle Anforderungen gestellt sind.
Zum eigentlichen Thema: auch PID finde ich vertretbar, solange man damit etwaige Gendefekte oder unheilbare Krankheiten ausschließen will. Man müsste allerdings schauen, ob diese Tests nicht auch die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen könnten, wie es ja der Fruchtwasseruntersuchung nachgesagt wird.
Foto von Klara Müller

Klara...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Klara...]

Geschrieben am 28.6.2011, 15:28 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Wie ist eigentlich der aktuelle Stand zu PID?
Foto von Susetti Susisett

Susetti...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Susetti...]

Geschrieben am 7.7.2011, 14:18 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Ganz aktuell: Der Bundestag hat für Gentests an Embryonen gestimmt. Was denkt ihr, was sich damit nun ändert? Ist dies ethisch überhaupt vertretbar?
Foto von Ingo Schmalz

Ingo Schmalz

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Ingo...]

Geschrieben am 11.7.2011, 11:55 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Naja im Grunde ist es nicht groß etwas anderes als eine Abtreibung . . . . .
Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Aada...]

Geschrieben am 13.7.2011, 14:59 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Susetti am 13.07.2011 14:59:21

Ganz aktuell: Der Bundestag hat für Gentests an Embryonen gestimmt. Was denkt ihr, was sich damit nun ändert? Ist dies ethisch überhaupt vertretbar?

Damit wäre aber nicht genug zum aktuellen Stand gesagt, wenn ich dies mal so nebenbei anmerken dürfte. Die Zustimmung setzt vor allem vorraus, dass nur in bestimmten Verdachtsfällen eine PID durchgeführt werden darf.

Demnach also nur, wenn ein Verdacht besteht durch gesundheitlicher- oder erblicher Vorbelastung. Ansonsten wird die PID im Normalfall immer noch nicht durchgeführt, nur weil einer das so gerne hätte.

Es ist m. E. so gesehen nicht leichtfertig und somit auch nicht ethisch verwerflich.

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Aada...]

Geschrieben am 13.7.2011, 15:01 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Ingo am 13.07.2011 15:01:33

Naja im Grunde ist es nicht groß etwas anderes als eine Abtreibung . . . . .

Mit Verlaub, aber diese Aussage ist doch Schwachsinn. Das hat ja noch nicht einmal mehr etwas mit "seine Meinung sagen" zu tun. Dass eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Abtreibung gab es schon immer. Selbst Naturvölker führten sie schon immer durch und tun es noch.

Foto von Ingo Schmalz

Ingo Schmalz

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Ingo...]

Geschrieben am 13.7.2011, 19:51 Uhr Geändert am:13.7.2011, 19:54 Uhr
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Zitat von: Aada am 13.07.2011 19:51:49

Zitat von: Ingo am 13.07.2011 15:01:33

Naja im Grunde ist es nicht groß etwas anderes als eine Abtreibung . . . . .

Mit Verlaub, aber diese Aussage ist doch Schwachsinn. Das hat ja noch nicht einmal mehr etwas mit "seine Meinung sagen" zu tun. Dass eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Abtreibung gab es schon immer. Selbst Naturvölker führten sie schon immer durch und tun es noch.


Naja im Grunde ist die PID die Vorstufe oder auch eine Erweiterung der Abtreibung .
Wenn man sonst erst die Möglichkeit hatte ein " Kind " im Mutterleib zu auf diverse Krankheiten etc zu untersuchen so ist dies nun schon etwas früher unter bestimmten Umständen möglich und auch legal bei uns .
Ich bin weder gegen noch wirklich für die Abtreibung und somit auch die PID .
Es ist halt die technische Entwichklung und die moderne Medizin die uns immer mehr Möglichkeiten gibt . . . .
Alles hat Vor- und Nachteile .
Wenn zum Beispiel einem Paar früher einfach davon abgeraten wurde ein Kind zu zeugen auf Grund einer Erkrankung und dem Risiko diese mit großer Wahrscheinlichkeit zu übertragen , so kann man nun eine künstliche Befruchtung vornehmen und darauf hin Untersuchungen machen bevor der Embryo in den Mutterleib eingepflanzt wird . Dies kann das Risiko vermindern und eine spätere Abtreibung verhindern .

Doch was geschieht mit den Embryonen die bei der künstlichen Befruchtung über bleiben oder nicht eingesetzt werden ?
Das was damit dann geschieht ist doch im Grunde auch nichts anderes als eine " Abtreibung bzw ein töten " , ob nun weiterentwickelt oder nicht !

Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Aada...]

Geschrieben am 20.7.2011, 9:28 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Ingo am 13.07.2011 19:54:50

Zitat von: Aada am 13.07.2011 19:51:49

Zitat von: Ingo am 13.07.2011 15:01:33

Naja im Grunde ist es nicht groß etwas anderes als eine Abtreibung . . . . .

Mit Verlaub, aber diese Aussage ist doch Schwachsinn. Das hat ja noch nicht einmal mehr etwas mit "seine Meinung sagen" zu tun. Dass eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Abtreibung gab es schon immer. Selbst Naturvölker führten sie schon immer durch und tun es noch.


Naja im Grunde ist die PID die Vorstufe oder auch eine Erweiterung der Abtreibung .
Wenn man sonst erst die Möglichkeit hatte ein " Kind " im Mutterleib zu auf diverse Krankheiten etc zu untersuchen so ist dies nun schon etwas früher unter bestimmten Umständen möglich und auch legal bei uns .
Ich bin weder gegen noch wirklich für die Abtreibung und somit auch die PID .
Es ist halt die technische Entwichklung und die moderne Medizin die uns immer mehr Möglichkeiten gibt . . . .
Alles hat Vor- und Nachteile .
Wenn zum Beispiel einem Paar früher einfach davon abgeraten wurde ein Kind zu zeugen auf Grund einer Erkrankung und dem Risiko diese mit großer Wahrscheinlichkeit zu übertragen , so kann man nun eine künstliche Befruchtung vornehmen und darauf hin Untersuchungen machen bevor der Embryo in den Mutterleib eingepflanzt wird . Dies kann das Risiko vermindern und eine spätere Abtreibung verhindern .

Doch was geschieht mit den Embryonen die bei der künstlichen Befruchtung über bleiben oder nicht eingesetzt werden ?
Das was damit dann geschieht ist doch im Grunde auch nichts anderes als eine " Abtreibung bzw ein töten " , ob nun weiterentwickelt oder nicht !


Ich nehme mal Bezug auf deinen letzten Absatz bezüglich der Embryonen:

Worauf bitte willst du da denn hinaus. Was geschiet denn damit? Es gibt da ganz klare Vorschriften was mit diesen Embryonen passiert und da gibt es nach meinem Wissensstand auch keinerlei Abweichungen. Also brauch man sich hierzulande auch darüber keine Sorgen machen.

Abtreibung steht auf einem ganz anderen Blatt: Es ist der leichte Weg um etwas, was man nicht haben möchte oder haben kann, loszuwerden - und das im rein theoretischem Sinne, denn kaum eine Frau macht sich solch eine Entscheidung leicht und ich finde alles was nicht selber einen Uterus besitzt oder besaß, kann da keine Spur mitreden.


Seien wir doch mal ehrlich: Es gibt bei der Spezies Mensch keinerlei natürliche Selektion mehr. Das erfordert auch viel Leid für die Beteiligten. Demnach lieber erst gar nicht auf die Welt bringen, als durch das Leben zu quälen und verrecken zu lassen. Schau dir doch die kranken Kinder an, das solltest du wirklich tun. Kinder die kaum atmen können, die sich ihr ganzes Leben lang in die Hose scheißen werden und niemals selbstständig irgendetwas auf die Kette bekommen....

Diesen Kindern und deren Eltern hätte ich die PID aus tiefstem Herzen gewünscht. Zudem - man wird ja nicht gezwungen eine PID durchführen zu lassen. ;)

Foto von Ingo Schmalz

Ingo Schmalz

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Ingo...]

Geschrieben am 20.7.2011, 19:34 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Deinen letzten beiden Absätzen stimme ich voll zu !
Es gibt allerdings schon noch eine Art natürlicher Selektion , der allerdings unsere Medziner einen Strich durch die Rechnung machen oder besser machen müssen .
Was oder besser wieviel ist heute durch die Technik und das Wissen möglich ? Wieviele Menschen die sterben möchten werden gezwungener Maßen am Leben gehalten , oder wieviele Menschen werden mit aller Macht dem Tode entrissen , und das zum Teil um jeden Preis . . . . .
Als es die ganze Technik noch nicht gab durften oder mußten diese Menschen sterben .
Was nun gut oder schlecht daran ist oder war muß denke ich jeder für sich entscheiden .
Foto von Aada Koskelainen

Aada...

Re: Präimplatationsdiagnostik "PID" - Gentests an... [Aada...]

Geschrieben am 21.7.2011, 14:09 Uhr zitieren Regelverstoß melden

Zitat von: Ingo am 21.07.2011 14:09:54

Deinen letzten beiden Absätzen stimme ich voll zu !
Es gibt allerdings schon noch eine Art natürlicher Selektion , der allerdings unsere Medziner einen Strich durch die Rechnung machen oder besser machen müssen .
Was oder besser wieviel ist heute durch die Technik und das Wissen möglich ? Wieviele Menschen die sterben möchten werden gezwungener Maßen am Leben gehalten , oder wieviele Menschen werden mit aller Macht dem Tode entrissen , und das zum Teil um jeden Preis . . . . .
Als es die ganze Technik noch nicht gab durften oder mußten diese Menschen sterben .
Was nun gut oder schlecht daran ist oder war muß denke ich jeder für sich entscheiden .

"Es gibt allerdings schon noch eine Art natürlicher Selektion [...]", und wenn du dann deinen Satz weiter liest, dann wirst du erkennen, dass es die eben nicht gibt. - Es sei denn, wenn Mediziner tatsächlich überhaupt nichts mehr machen können und an ihre Grenzen stoßen.

Das wäre dann Selektion, aber ganz gewiss im Gesamten keine natürliche mehr. Die natürliche Selektion beim Menschen fällt gesamtheitlich in nicht dritte Welt Ländern recht geringfügig aus, so dass sie fast schon nicht mehr berücksichtigt werden muss.

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