Blog-Reanimation???
06.01.2011, 10:01 Uhr | in Blogging | 2 Kommentare
Leider habe ich, zu Zeiten des großen Blogsterbens hier bei Jux - jetzt Webmail, das Bloggen auf dieser Seite eingestellt.
Das kann man vielleicht daran erkennen, dass der letzte Eintrag weit zurück liegt. Alte Hasen jedoch, die mich von hier und auch meinen Blog schon etwas länger kennen müssten vor längerer Zeit schon bemerkt haben, dass ich unheimlich viele Einträge sogar gelöscht habe.
Es ist aber nicht so, dass ich mit dem Bloggen wirklich aufgehört habe. Ich blogge seit längerer Zeit nur auf einer völlig anderen Seite, die ausschließlich für´s Bloggen gedacht ist.
Dual jetzt zu schreiben...ich glaube das macht eher wenig Sinn. Aber sollte das Bloggen bei Webmail tatsächlich wieder in Mode gekommen sein, habe ich mir gedacht, dass ich künftig Auszüge aus meinem originalen Blog hier noch einmal veröffentlichen werde.
Vielleicht wird´s sogar lustig....wer weiß... =)
Erinnerungen
26.06.2008, 00:06 Uhr | in Blogging | 1 Kommentar
Vor einigen Tagen durchwühlten Jack und ich unsere Schränke und Kartons im Keller. Eigentlich suchten wir nach alten Bewerbungsunterlagen von mir. Bewerbungsunterlagen, und wenn sie noch so alt sind, sind Gold wert.
Während wir so wühlten und suchten, kamen auf einmal Gegenstände, Schriftstücke etc. pp. aus meinem „alten“ Leben hervor. Erinnerungen an eine Zeit, die so unkompliziert war. Man erinnert sich daran, wie man einst dachte und sein Leben führte. Vor allem aber wie man damals plante sein Leben in Zukunft zu führen. Ich wollte zum Beispiel früher niemals Kinder haben. Die wollte ich erst als ich erfuhr, dass ich keine kriegen könnte. Wie sehr ich keine Kinder bekommen kann weiß ich ja heute. ;)
Ich habe früher viel gezeichnet und geschrieben. Als ich mit ca. zwanzig Jahren so für mich wusste, welchem Beruf ich hauptsächlich nachgehen wollte, waren meine Eltern geplättet. Sie verstanden das mal wieder als ein Aufbegehren, denn es war ja klar: Dieses Kind ist kreativ. Warum also Finanzen, Buchungssätze und Verwaltung?? Heute kräht kein Hahn mehr danach, obwohl sie es immer noch nicht verstehen. Bislang versteht es keiner, der mich wirklich kennen gelernt hat und besonders keiner, der mich schon länger als länger kennt. Dazu gehören ja auch Freunde, Bekannte und Verwandte. Das Hinterfragen hat natürlich nie aufgehört. Zwischenzeitlich stellte ich mir selber diese Frage, fand allerdings recht schnell für mich eine Antwort. In meinem Kopf und in meinem Leben geht so ziemlich alles drunter und drüber. Ich suchte mir also etwas, was Ordnung in mein Leben bringen könnte. Buchhaltung ist dann doch das aller beste Mittel. xD
So trocken und fad und voller durchorganisierter Ordnung. Eines kann ich jedenfalls sagen: Zwischen meinem Kleiderschrank und meinem Schreibtisch liegen WELTEN (!)
Verblüffend, nicht wahr?
Aber das ist nicht alles an Erinnerungen die zu Tage kamen. Im nächsten Moment streckte Jack mir ein altes, noch ungebundenes Buch von mir entgegen. Ich habe es damals, zusammen mit anderen aus der Sumatra-Gruppe, geschrieben. Vier Monate waren wir damals also auf Sumatra, einer indonesischen Insel. Unser Projekt war, missgestalteten Kindern aus ärmlichen Verhältnissen zu helfen. Die meisten davon kamen mit einem Wolfsrachen auf die Welt. Eine Folge von mangelhafter Ernährung während der Schwangerschaft. Keine Seltenheit in dieser Welt. Wir arbeiteten zunächst von Deutschland aus ehrenamtlich, indem wir einen Kiosk eröffneten. Was wir von dort aus einnahmen, wandelten wir u.a. in Operationsbesteck aus Deutschland um und brachten es höchst persönlich nach Sumatra in die Krankenhäuser. Auch bei einigen Operationen an den Kindern waren wir dabei. Fotos in diesem Buch belegen das. Wir selber lebten, um einiges besser nachempfinden zu können, selber in ärmlichen Verhältnissen. Ich gebe zu, wenn man sich allein die gegenwärtig politischen Verhältnisse dort ansieht, war das damals weniger als ein Tropfen auf den heißen Steint. Aber immerhin eine recht wertvolle Erfahrung.
Wie lange nehme ich mir nun schon vor dieses Buch binden zu lassen und eventuell zu veröffentlichen? (Natürlich dann auch wieder ehrenamtlich).
Bisher habe ich es jedenfalls nicht in die Tat umgesetzt und immer wieder wenn ich dieses Buch in Händen halte frage ich mich, was mich in all der Zeit eigentlich aufgehalten hatte. Jetzt gerade frage ich es mich wieder.
Auch andere Bücher, von mir selber geschrieben, (die ich allerdings nicht veröffentlichen möchte bzw. muss), tauchten auf. Oder Liedtexte, welche ich damals für meine alte Band geschrieben hatte. Bei wie vielen Bands war ich eigentlich insgesamt schon Mitglied? Wenn ich im Kopf so resümiere, müssten es auf jeden Fall ganze drei gewesen sein. Was tat ich dafür, um damals überhaupt daran teilhaben zu können? Ach ja…. Ich spielte Klavier und Keyboard und fing zwischenzeitlich, (und dass recht spät), mit Gitarre an. Lange dahinter lag eine Gesangsausbildung. Es gab also einige Gründe, warum ich mich Mitglied schimpfen konnte. Aber was ist jetzt? Jetzt ist nichts von all dem übrig geblieben, außer natürlich den Erinnerungen. Und das stört mich noch nicht einmal. Es ist nicht so, dass ich diesen Zeiten hinterher trauere. Ich hatte sie ja und jetzt brauche ich sie nicht mehr. Aber wenn man mit dem Ganzen noch einmal konfrontiert wird, und das passiert zwangsläufig wenn man seine Vergangenheit durchwühlt, dann fragt man sich schon was man früher wohl für ein Mensch war. Einige würden mich noch heute als eine Idealistin bezeichnen. Mein Vater zum Beispiel. Und nicht immer ist bzw. war er zufrieden damit. Früher soll ich es auf jeden Fall gewesen sein. Ich war das schwarze Schaf in der Familie. Es hieß, ich würde immer das Gegenteil von dem machen, was man von mir erwartete. Diverse Unverschämtheiten schrieb man mir zu. Kein Taktgefühl und immer musste ich sagen, was ich gerade dachte. Ob nun passend oder unpassend. Ich bin eigentlich der Meinung, dass ich das auch noch heute tue, bloß ohne diesen pubertären Beigeschmack. Das finde ich besonders erstaunlich. Wenn man also die Grenze der Dreiundzwanzig noch nicht überschritten hat, ist man unverschämt sobald man offen sagt was man denkt. Aber ich hatte natürlich auch nicht nur schlechte Eigenschaften: Ich soll auch einen unheimlichen Gerechtigkeitssinn gehabt haben, sowie eine ziemlich soziale Ader. Besonders für Minderheiten. Heute hält man mich für unkompliziert und aufgeschlossen. Ja, sogar mutig meine ich mal vernommen zu haben. Auf einmal bewundern einen die Menschen, weil man sich traut Sachen auszusprechen, die man ja eigentlich nicht ausspricht. „Sie hat sich ihre Kindlichkeit und ihre innere Unschuld bewahren können.“, sagte vor ein paar Jahren eine alte Freundin meiner Mutter und blickte mir lächelnd nach. Ich habe sie mir nicht bewahren können. Viel mehr war ich nie in der Lage sie ablegen zu können, aber gut. Ich muss ja sowieso immer Widerworte geben.
Als mein Vater damals von meiner Schwangerschaft mit Kjartan erfuhr seufzte er meiner Mutter nur in den Telefonhörer, „Hach, naja. Vielleicht macht es sie ja vernünftiger…..“ Heute sind beide der Meinung, dass es tatsächlich so gekommen ist. (Das lassen wir jetzt mal so dahingestellt).
Beziehungen waren mir auch nie wirklich so wichtig. Es lief. Sofern nichts von Beziehung oder dergleichen in Sicht war, war es auch in Ordnung. Jedenfalls war ich nicht auf der Suche. Es ergab sich immer so. Meistens waren es ja Irrtümer, aber das hatten wir ja schon. ;)
Das war, glaube ich, die größte Sorge meiner Eltern. Naja gut, eigentlich mehr die größte Sorge meines Vaters. Uns trennten ja immer recht viele Kilometer, (ja, ich bin ein Scheidungskind), und darum bekam er immer nur sehr flüchtig einen Eindruck meines Lebens. Wie ich ihn damals oftmals verstanden hatte, hatte er den Eindruck von mir, dass ich durch sämtliche Betten hüpfen würde. Hähä, wenn der wüsste was für ein Mauerblümchen ich in Wahrheit bin. ;)
Aber auch wieder erstaunlich: Was für schlimme Dinge einige Menschen, besonders die ganz nahestehenden, von einem denken und wie harmlos es dann tatsächlich ist. Diese Vermutung, was meine Person betrifft, war nicht wirklich ungewöhnlich was heißen soll, dass mein Vater gewiss nicht der einzige Mensch war, der derartiges von mir dachte. Aber leider muss ich diesbezüglich immer wieder enttäuschen: Ich bin geradezu langweilig.
Eine langweilige Idealistin, die mit ihren fast dreißig erreichten Jahren bloß mit insgesamt vier männlichen Wesen das Bett teilte, eine bürokaufmännische Berufsausbildung absolvierte und nun Finanzbuchhalterin werden will. Tja. Angesichts dessen, dass meine Eltern damals eher vermuteten, dass ich heute hardrockenderweise auf oder hinter diversen Bühnen herumlungern würde, mir dabei die Hucke voll saufe oder schlimmeres, ist mein tatsächliches Leben doch recht banal, oder? Ob sie wohl enttäuscht sind? Immerhin lagen sie ja total falsch.
Naja, dafür bin ich auf andere Art und Weise Freak geblieben. Zum Beispiel zähle ich mich seit ca. siebzehn ( 14/8 Jahren), Jahren zu den eingefleischten A.v.P.-Fans. Sogar Fanfictions schreibe ich unter anderem. Ich sammle Figuren und Bücher darüber. Nebenbei bin ich Moderatorin in einem A.v.P-Forum. Sind das nicht Sachen, die man als Mutter eines bald Vierjährigen, Hausfrau, Lebenspartnerin und Buchhalterin, eigentlich nicht machen sollte? Vielleicht sollte ich recht schnell meinen Eltern davon berichten und ihnen sagen, dass ich mir schon ziemlich bald einen Alienrunner-Wohnzimmertisch, gefertigt aus Motorradteilen, zulegen möchte. Aus Übersee versteht sich und schweineteuer. Ich denke sie wären glücklich darüber nach so langer Zeit nun endlich wieder den Kopf wegen mir schütteln zu können. Von meinem Musikgeschmack erst gar nicht zu sprechen…… ;)))))
Nicht viel Neues.
28.05.2008, 08:05 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Lange nicht mehr geschrieben und das mehr oder weniger begründet: Es gab nichts wirklich spannendes, was mich dazu bewegte.
Die Sache mit dem Kindergarten wurde geklärt. Die besagte Erzieherin, sowie ihre Kollegin haben sich bei mir entschuldigt. Das Gespräch verlief überraschend gut, so haben wir es alle empfunden. Natürlich nicht gleich von Anfang an; da wurde noch versucht schmutzige Wäsche zu waschen.
Jedenfalls gefiel es mir sehr gut, dass die Kindergartenleitung, sowie der Träger dabei waren. Die Fronten müssten also zunächst einmal geklärt worden sein.
Ansonsten habe ich mich vor ein oder zwei Wochen spontan dazu entschieden eine Fortbildungsmaßnahme zu starten. Ab Juli, wenn alles gut geht, werden meine Kurse dafür beginnen. Wann die Prüfungen statt finden werden weiß ich noch nicht. Das wird mir alles noch zugetragen und Infomaterial soll auch schon unterwegs sein. Mein Briefkasten wird also demnächst Futter bekommen. Für alle die sich fragen, was ich denn so spannendes machen möchte: Ich habe vor mich auf die Prüfungen für den Beruf "Bilanzbuchhalter/in" vorzubereiten. Den nötigen Grundstock habe ich ja dafür. Wäre zu schade, wenn ich das dann nicht verwirklichen würde. Zudem wäre das später, sofern ich dann in diesem Berufszweig arbeiten werde, (was ich natürlich vor habe!), gehaltsmäßig eine geniale Sache.
Jetzt bin ich mal gespannt. Solange ich noch kein Infomaterial und keinen Lernstoff habe, bin ich noch ganz hibbelig. Auch auf den Kurs und meine neuen Dozenten bin ich sehr neugierig. Einziges Problem das da sein könnte, wäre die Frage, wie und wo ich in der Zwischenzeit meinen Sohn unterkriegen soll. Entweder er muss in einen anderen Kinderhort untergebracht werden, oder ich muss mir dauerhaft ein Kindermädchen zulegen. Wer weiß, nach allem was nun passiert ist könnte es auch sein, dass mir Kjartans Kindergarten in dieser Sache etwas entgegen kommen wird. Das müsste ich noch näher mit der Leitung besprechen. Jetzt warte ich aber erst einmal ab bis zum Termin meiner evtl. zukünftigen Kursleiterin. Der wäre dann nächsten Dienstag um 15 Uhr.
Der Abgrund meiner Persönlichkeit
28.04.2008, 00:04 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Hat so etwas nicht so ziemlich jeder zu bieten? Nicht nur Abgründe im Sinne von eher unangenehmen Geheimnissen. Nein, ich meine den Abgrund der Person; des eigenen Charakters. Also mir ist aufgefallen, dass ziemlich wenige Leute sich als unhöflich oder ekelhaft bezeichnen würden. Man ist ja normalerweise daran interessiert seine beste Seite zu zeigen. Ich halte diese Verstellerei mittlerweile für absoluten Blödsinn. In der Regel überrascht man andere nur höchst negativ mit den finsteren Tatsachen. Lassen wir zunächst einmal das Internet außen vor und widmen uns der realen Welt. Ich meine die Welt, in der man Menschen wirklich begegnet und sie anfassen kann. Manche scheinen diesen Zustand ja verdrängt zu haben, weil sie nur noch das Virtuelle kennen. Aber egal. Das ist wieder ein anderes Thema.
Nehmen wir an, man begegnet einem Menschen, den man mehr als sympathisch findet. In den meisten Fällen, sofern es das gegenteilige Geschlecht betrifft, verliebt man sich gleich danach in diese Person. Würde er nach vier Wochen schon neben ihr auf dem Sofa sitzen und wie selbstverständlich in der Nase popeln, weil es ja seinen Gewohnheiten entspricht? Würde sie, trotz der Tatsache, dass er neben ihr sitzt, an gleicher Stelle ihre Fußnägel abkauen? Ich gebe zu, hehe....das sind krasse Beispiele. Aber ich liebe krasse Beispiele! So müsste zumindest jeder verstanden haben, was ich so ungefähr meine. Begegnet man einer Person die man mag, ist man sogar dazu bereit kurzweilig seine Interessen und Ansichten zu ändern, nur damit das auf das geliebte oder nur gemochte Gegenüber abgestimmt werden kann. Nur wenige gehen gleich sofort auf Kontra mit dem begehrenswerten Individuum. Es könnte ja sein, dass man am Ende selber nicht mehr gemocht und akzeptiert wird. Aber meistens ist es doch so, dass eben genau das, nach Jahren des Zusammenseins passiert, weil es eben ein einziges Verstellen und Untergraben der eigenen Persönlichkeit war. Oft ist genau das meiner Meinung nach der wahre Grund, warum Beziehungen scheitern; Ehen auseinander gehen und Freundschaften zerbrechen. Und man belügt nicht nur sein Gegenüber. Nein, man belügt sich selber. Niemand kann sich davon freisprechen. Das ist menschlich. 
Aber ganz allgemein: Muss man denn immer die beste Seite von sich zeigen? Natürlich sollte man sich nicht nach allen Regeln der Kunst daneben benehmen. Jedoch finde ich schon, dass man sich selber mal ein wenig mehr Rückrad beweisen sollte, um wenigstens "oft" das zu sagen, was man denkt. Es ist nämlich nicht so, dass man dann überall und mit jedem aneckt, wie es in unserer Gesellschaft gut und gerne behauptet wird. Ganz im Gegenteil. Viele schätzen diese "erfrischende" Art und Weise an einem, wenn man es nur richtig einsetzt. Und selbst wenn man dann doch einmal anecken sollte; warum denn nicht? Man kann es sowieso nicht der gesamten Welt recht machen. Dann doch lieber nur zwei Personen oder wenigstens sich selber. Was nützt es einem schon unbefriedigt eine Begegnung abzuschließen, nur weil man nicht das gesagt oder gemacht hat, was man eigentlich wollte? Nichts.
Eigentlich macht es den Alltag doch nur schlimmer. Man schluckt alles herunter. Das kann doch auf Dauer nicht gesund sein. Das macht nicht locker. Nicht jedes Lächeln muss erwiedert werden und man braucht gewissen Leuten auch keinen guten Morgen wünschen, wenn man ihnen doch in Wahrheit einen scheiß Tag wünscht. Dann lieber diese Floskel erst gar nicht beantworten. Solche Sachen muss man alleine schon im Berufsleben über sich ergehen lassen, was ja meiner Meinung nach noch Sinn macht. Selbst ich würde einen meiner vielleicht ungeliebten Kunden keinen "scheiß-Tag-Wunsch" aussprechen. Ich würde ihn dadurch verlieren und sofern ich Angestellte sein sollte, würde ich zum Einen meinen Chef verärgern und zum Anderen höchst wahrscheinlich auf Dauer meinen Job riskieren. Man muss im Alltag schon genug hinunterschlucken, weil es von einem verlangt wird. Aber man muss es nur zu bestimmten Zeiten im Leben machen, was vielen einfach nicht mehr klar ist. Leider gibt es zu viele Menschen, die resignieren und am Ende nur noch stumpfe, einstudierte Reaktionen von sich geben. Es gibt zu viele, die sich vorgekaute Scheiße vorsetzen lassen und nicht dagegen aufbegehren. Man will ja nicht auffallen, vor allem nicht unangenehm auffallen. Dann schwimmt man selbstverständlich viel lieber unauffällig mit dem Strom der Massen mit und nimmt gleichzeitig in Kauf, dass man sich Tag für Tag mit Gewalt uninteressant macht. Nicht nur anderen gegenüber, auch sich selbst gegenüber. Das nennt man auch Selbstaufgabe. Was zeichnet einen besonderen Menschen eigentlich aus? Das er nicht so ist wie die anderen Menschen sind? Das ist Quatsch! Jeder Mensch unterscheidet sich vom Rest. Jeder ist individuell. Aber nicht jeder verhält sich so. Nicht jeder steht dazu und das meist aus purer Feigheit. Jedoch hat jeder von uns gewisse Besonderheiten, die nur darauf warten mal vor die Türe geführt und ausgelebt zu werden.
Ich bin verrückt!!!
26.04.2008, 22:04 Uhr | in Allgemeines | 2 Kommentare
Es ist schon lange her, als ich das letzte Mal in einem Bus saß. Aber wenn ich mich noch an die Zeiten erinnere, als ich auf Bus und Bahn angewiesen war, weil ich ganz einfach vor meinem achtzehnten Lebensjahr noch keinen Führerschein hatte, dann kamen mir besonders an diesem Ort seltsame Gedanken. Vielleicht kennen das ja auch ein paar andere? Jedenfalls bin ich schon auf den einen oder anderen Menschen gestoßen, der ähnliche verrückte Züge an sich hatte.
Jedoch werden sicherlich viele mit der Erkenntnis übereinstimmen, dass man in Bus und Bahn so ziemlich allem an menschlichem Krimskrams begegnet. Mit einigen Exemplaren kommt man sogar ins Gespräch, wobei das aus meiner Sicht mehr in einem Zug der Fall ist. Man sitzt einige Zeit im selbem Abteil und fängt einfach an, sich miteinander zu unterhalten.
Im Bus geht es allgemein allerdings viel anonymer zu. Bei täglichen Fahrten zur Schule oder sonst wo hin und, zu regelmäßigen Tageszeiten, (besonders morgens), trifft man immer wieder auf die selben Gesichter. Erstaunlich ist auch, sofern der Bus um jene Zeit nicht all zu vollgestopft ist, dass sich die Leutchen Tag für Tag den selben Stammplatz im Bus angeln. Somit hat jeder sein eigenes kleines Revierchen in seinem Morgen- Mittag- Abend- Nachtbus.
Man sieht die Leute wie gesagt Tag ein Tag aus; Monat für Monat; Jahr für Jahr.... und man weiß trotz dieser Tatsache so gut wie überhaupt nichts über sie. Außer vielleicht die klitze kleinen Gewohnheiten, die jene im Bus an den Tag legen. Der eine hört lautstark WalkMan, (Jaha, damals war das noch so. Da gab es noch keine MP3-Player), oder DiscMan. Ein Anderer liest die Tageszeitung und wieder ein Anderer starrt stumpf aus dem Fenster. Es gibt auch diese Personengucker. Diese Leute gucken während der Busfahrt nicht aus dem Fenster, sondern begucken sich die Leute die im Bus sitzen. Und die meinen es wirklich ernst mit dem Gucken! Da werden fremde Gesichter, die eigentlich schon seit Jahren bekannt sein müssten, aufs hartnäckigste studiert.....und man kann nichts dagegen tun, sofern man mal selber Opfer dieser Guckattacke geworden ist.
Es gibt natürlich auch Leute, die so ziemlich alle dieser Eigenschaften in sich vereinen. Sie hören Musik; gucken aus dem Fenster und starren Leute an. Naja, Zeitung lesen sie dann natürlich nicht. Lesen und gleichzeitig starren wäre vermutlich dann doch zu anstrengend. Ach, ich habe ja noch die Schlafenden vergessen. Aber die sind weniger interessant. Die schlafen ja nur. Interessant wird es bei denen nur, wenn man mit der Zeit herausgefunden hat, wo sie denn nun aussteigen müssen. Dann stellt sich kurz vor deren Haltestelle die Frage, "Wird er/sie rechtzeitig aufwachen?". Sehr lustig wenn es dann mal nicht der Fall sein sollte und sie ihre Haltestelle verschlafen. Die Reaktionen, zwei oder drei Haltestellen später, wenn sie verschlafen aufwachen und merken, dass sie über ihr Ziel hinaus geschlafen haben, hehe. Es gibt Menschen die haben damit nahezu ein chronisches Problem. 
Wenn wir also jetzt mal die ganze Sache auf mich lenken: Ich bin keinen Dreck besser. Zumindest war ich das nicht. Ich habe Musik gehört; aus dem Fenster geguckt und, ich habe ebenfalls Leute angestarrt. Mit der Zeit wird das Starren allerdings langweilig und man beginnt sich Geschichten über sie auszudenken. Oft genug war es zum Beispiel bei mir so, dass ich mir vorstellte, was diese Köpfe gerade denken. Besonders dann, wenn sie meine Anstarrerei erwiederten. Nach einiger Zeit war ich so daran gewöhnt, dass ich unbewusst davon überzeugt war zu wissen, was die anderen denken. Dass ich einfach so in ihre Köpfe hineinstarren konnte. Beunruhigend war jedoch auch der Rückkopplungsgedanke, dass mein angestarrtes Gegenüber über das selbe Können verfügte. Natürlich ist das Blödsinn. Man kann zwar ungefähr erahnen was das Gegenüber gerade denkt, aber richtig Gedankenlesen ist Quatsch. Dennoch entstanden dadurch Dialoge......in MEINEM Kopf!
Als Teenie war mir das hin und wieder schon etwas peinlich. Könnte ja tatsächlich sein, dass ich der einzige Mensch bin, der diese Macke hat. Unbemerkt kann es bei mir jedenfalls nicht geblieben sein. Oft genug musste ich anfangen zu lachen, wenn ich mir gerade etwas Witziges über die jeweilige Person vorstellte. Kopflästern nennt man das wohl, oder? Während dessen findet man es unüberlegterweise total lustig, aber wenn man dann erst einmal seinen Gefühlen freien Lauf lässt und anfängt zu lachen, dann ist es auch schon wieder total unangenehm. Man fühlt sich ertappt.....und man merkt, dass man doch eigentlich total verrückt ist.^^
Auszüge aus dem Tagebuch einer Katze
02.04.2008, 14:04 Uhr | in Fun | kein Kommentar
Tag 2983 meiner Gefangenschaft.
Meine Wärter versuchen weiterhin mich mit kleinen Objekten an Schnüren zu locken und zu reizen.
Ich habe beobachtet wie sie sich den Bauch mit frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir nur zerstampfte gekochte Reste von toten Tieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen.
Die einzige Hoffnung die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht. Währenddessen erlange ich Genugtuung in dem ich das eine oder andere Möbelstück zerkratze. Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen.
Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch schleichen zwischen den Beinen zu Fall zu bringen und ihn dadurch zu töten.
Ich muss einen günstigen Moment abpassen, zum Beispiel wenn er sich auf der Treppe befindet.
Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten, zwang ich Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel. Das nächste Mal ist das Bett dran.
Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen mörderischen Fähigkeiten einzuflößen ist auch gescheitert.
Sie haben mich nur gelobt und mir Milchdrops gegeben. Was wiederum gut ist, weil mir davon schlecht wird.
Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für die Dauer deren Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt. Ich konnte hören, wie sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer "Allergie" eingesperrt wurde. Ich muss lernen, wie ich diese Technik perfektionieren und zu meinem Vorteil nutzen kann.
Die anderen Gefangenen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten. Der Hund wird oft frei gelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend zurück. Er ist offensichtlich nicht ganz dicht. Der Vogel dagegen ist garantiert ein Spion. Er spricht oft und viel mit den Wärtern. Ich glaube, dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet. Da er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran. Aber ich habe Zeit.
Mein Tag wird kommen...
Fragen im Internet
27.03.2008, 01:03 Uhr | in Blogging | 4 Kommentare
Es ist immer wieder höchst interessant im Internet bestimmte Fragen gestellt zu bekommen. Auf Platz 2 meiner Lieblingsfragen steht:
"Wonach suchst du hier?" oder "Bist du auf der Suche?"
Selbstverständlich verbergen sich dahinter meistens Absichten rein sexueller Natur. Sofern diese Frage dann mit einem einfachen "Nein" beantwortet wird, rückt auch schon ganz schnell der Platz 1 meiner Lieblingsfragen hinterher, welche in der Regel voller Entrüstung gestellt wird:
"Warum bist du dann überhaupt hier, wenn du nichts (niemanden) suchst?"
Man sollte niemals den Fehler machen und mit, "Aus Spaß.", antworten. Die meisten die das zur Antwort geben denken sich natürlich nichts weiter dabei. Sie sind gänzlich unbedarft und nehmen es so, wie es eben ist. Allerdings bedeutet das Wort "Spaß" nicht für jeden Menschen das Gleiche. Durch eine heutzutage vollkommen übersexuallisierte Gesellschaft, versteckt sich hinter dem Wort "Spaß" oftmals das Wort "Sex". Das läd dazu ein, missverstanden zu werden.
Sollte dann doch auf anderem Wege eine Unterhaltung zu Stande kommen, wo es letztendlich jedoch trotzdem darauf hinausläuft, dass es irgendetwas mit Sex zu tun hat, könnte der Dialog folgendermaßen ausfallen, dass man ein wenig über sich und über sein Leben erzählt. Viele sind ja nur deshalb im Internet, um sich mitzuteilen oder sich einfach nur auszutauschen. Kreuzen sich die Interessen nicht gleich sofort, dann weicht man auf das Thema "Familie" und "Freunde" aus. Vielleicht auch Hobbies und sonstige Interessen, wobei die ja meistens im jeweiligen Profil vermerkt sein sollten. Aber viele sind einfach zu faul zu lesen oder sind zu unbeholfen auf anderer Ebene ein vernünftiges Gespräch einzuleiten.
Ich finde es nicht weiter schlimm im Internet etwas über seine Familie zu erzählen, solange es sich dabei nicht um jede peinlichst genaue Kleinigkeit handelt. Wenn man seinem Gegenüber mitteilt, dass man Mann (Frau) und Kinder hat, fallen auch in diesem Fall die Reaktionen unterschiedlich aus.
Am tollsten finde ich Reaktionen wie:
"Was? Du hast eine(n) Mann (Freund) / Frau (Freundin)? Was sagt der (die) denn dazu, dass du dich hier auf dieser Seite aufhältst? Oder weiß er (sie) das gar nicht?"
Warum sollte der / die Mann (Freund) / Frau (Freundin) das denn nicht wissen? Oder anders: Was sollte er (sie) dagegen haben? Muss man als Mann oder Frau seinen Partner etwa um Erlaubnis bitten, sofern man sich im Internet auf irgendeine Art und Weise breit macht? Ok, wenn es sich dabei um einen virtuellen Singletreff handelt, dann würde das selbst mir zu denken geben. Viele scheinen jedoch die Tatsache zu verdrängen, dass diese oder jene Internetplattform gar kein Singeltreff oder ähnliches ist.
Das bietet für mich als objektiven und zugleich subjektiven User eine Bandbreite an gesellschaftlicher Oberflächlichkeit dar, wenn sich Leute so und nicht anders äußern, weil sie die meiste Zeit mit nichts anderem beschäftigt sind, als das Internet als ein sexuelles Medium zu betrachten. Zudem sind sie nicht in der Lage sich in etwas anderes hineinzuversetzen, als in sich selber. Da sie im Internet nur ein einziges Interesse verfolgen, gehen sie strickt davon aus, alle anderen hätten das selbe Ziel.
Aber es gibt glücklicherweise auch Menschen, die sich über völlig andere Themen unterhalten wollen. Vielleicht über kulturelle oder gar religiöse Hintergründe, oder vielleicht sogar politisches? Da gäbe es doch wahrlich viele Themen die sich da anbieten würden um, sich völlig fremde, Menschen zusammenzuführen. Natürlich wäre das auch nicht alles, was man so im Internet in seiner Freizeit treiben könnte. Manchmal will man sich auch gar nicht den Kopf über schwere Gesellschaftskost zerbrechen. Für mich ebenfalls völlig nachvollziehbar. Hin und wieder hat man auch einfach nur das stumpfe Bedürfnis im Internet Blödsinn zu veranstalten. Besonders schön ist es dann, wenn man in diesem Punkt auf Gleichgesinnte trifft, die diesen Unfug mitmachen.
Würde mich also jemand fragen, warum genau ich mich z.B. hier aufhalte, dann könnte meine Antwort jeden Tag anders ausfallen. Je nach Laune. Allerdings gehören sexuelle Themen nicht dazu. Warum denn auch? Es gibt doch so viele tolle Sachen im Leben, mit denen man sich ansonsten noch beschäftigen könnte und an denen man sich bereichern kann.
Mein vorläufig liebstes Zitat
28.02.2008, 15:02 Uhr | in Tiere | kein Kommentar
"angestaubter zyklus?
du hast recht! es ist zwingend notwendig die biologie einer kreatur zu verändern, weil sie mit der zeit langweilig wird. lasst uns genetisch vögel erschaffen, die ihre jungen lebend gebären und säugen und auch die menschliche fortpflanzung ist schon seit ewiger zeit die selbe! ich sage: SCHLUSS DAMIT!!! menschen sollten sich einfach teilen können wie amöben. kann die evolution da nicht mal langsam was machen? außerdem wünsche ich mir regenwürmer mit gefiederten flügeln und einen fisch, der auf vier beinen läuft und sich von elefanten ernährt!
"
Zu Ehren des Karnevals!
11.11.2007, 22:11 Uhr | in Allgemeines | 2 Kommentare
~ Zu Ehren des Karnevals ~
Willkommen zur Beklopptenzeit!
Mer kenne des aus Akte X,
doch Mulder rufe hilft da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlich dann ist Karneval.
Uff einen Schlach wern alle dämlich,
denn das befiehlt das Datum nämlich.
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung, blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.
E' wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt davon ist Kölle.
Denn dort gibts nicht nur RTL,
das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
sondern aach jede Menge Jecken,
die sich auf Nasen Pappe stecken,
in Teufelssekten sich gruppieren,
danach zum Elferrat formieren,
und dann muß selbst das döfste Schwein,
dort auf Kommando fröhlich sein.
Auf einmal tun in allen Ländern,
die Leute sich ganz schlimm verändern.
Sie geh'n sich hemmungslos besaufe,
und fremde Mensche Freibier kaufe,
schmeiße sich Bonbons an de Schädel,
betatsche Jungens und aach Mädel
und tun eim jede den se sehen,
ganz furschbar uff die Eier gehen.
Sie tun nur noch in Reime spreche
und sind so witzisch, man könnt breche,
bewege sich in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprotesen,
man möchte ihnen - im Vertrauen -
am liebsten in die Fresse hauen.
Doch was soll man dagege mache?
Soll man vielleicht noch drüber lache?
Es hilft kein Schreie und kein Schimpfe,
man kann sich net mal gegen impfe,
die Macht der Doofen ist zu stark,
als daß man sich zu wehrn vermag.
Am besten ist, man bleibt zu Haus,
und sperrt den Wahnsinn einfach aus.
Man schließt sich ein paar Tage ein,
und läßt die Blöden blöde sein!
Der Trick ist, daß man sich verpisst,
bis widder Aschermittwoch ist.
Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt "Hallo" nur "Helau",
dann dreh se um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftig in den Arsch,
und ruf dabei "Narrhalla-Marsch"
Mein Sohn ist eine Katastrophe!
28.06.2007, 10:06 Uhr | in Automobiles | 4 Kommentare
Das zeigt sich jetzt im Kindergarten.
Er hat keine Lust zu sprechen, er ist frech zu den Erziehern und er verprügelt andere Kinder. Aber dennoch geht er gerne hin. Wahrscheinlich nur um andere zu quälen, zum Entsetzen der Erzieher...die mir damit bereits jetzt schon gehörig auf die Nerven gehen.
Ich denke, wenn die ihren Job da anständig machen werden, dann wird er sich irgendwann schon einleben und sich benehmen und wenn nicht kann ich es auch nicht ändern. Zu Hause ist er meistens brav, nur von Fremden lässt er sich ungern etwas sagen. Das ist zwar für mich hin und wieder peinlich, aber naja......ich war genauso in dem Alter....wenn nicht noch schlimmer!
"Dann müssen Sie halt konsequent durchgreifen.", blieb mir nichts anderes zu sagen. Was sollte ich auch daran ändern können wenn er sich dort aufhält? Ich bin in der Zeit ja arbeiten, zu Hause oder unterwegs.
Ich bin mal gespannt was ich gleich wieder zu hören bekommen werde, wenn ich ihn abhole...*gg*
