Ein Dorf namens Bremen-Nord

30.03.2012, 10:03 Uhr | in Ziele, Pläne, Hoffnungen | kein Kommentar

Wir wohnen in einem Dorf namens Bremen-Nord. Der einzige gut zu Fuß erreichbare Lebensmittelhändler hat kürzlich geschlossen, der Bus fährt nur noch jede halbe Stunde, der Arbeitsweg quer durch Bremen zu völlig überhöhten Tarifen des ÖPNV für Menschen aus Bremen-Nord beträgt ca. eineinhalb Stunden pro Fahrt, die nächste Polizeistation ist ab abends geschlossen, es gibt kein Kino, keine Disco und  keine ausreichende Versorgung mit Gütern des täglichen Lebens in erreichbarer Nähe. (Selbst der neue Marktkauf im Haven Höövt hatte z.B. nur einen einzigen unbezahlbaren Einkaufstrolley im Angebot und ist offensichtlich nur für die gehobene Mittelschicht konzipiert.)

 Deshalb möchten wir gerne umziehen und suchen eine bezahlbare Wohnung in Bremen-Stadt. Beim Studium des aktuellen Wohnungsmarktes fiel uns jedoch die Kinnlade herunter.  Vergleichbare Wohnungen in Bremen - selbst bei einer geringeren Wohnfläche und in prekären Stadtteilen - überschreiten unsere Miete merklich.

 Insbesondere für Harz IV-Bezieher/innen und z.T. auch Menschen mit Behinderungen bedeutet das eine mittlere Katastrophe.  Sie sind in sog. Bedarfsgemeinschaften auf engem Raum zusammengepfercht und / oder  sind auf eine ausreichende Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs angewiesen. Andere stehen gleich ganz vor dem Verlust ihrer Wohnung. Denn die Mieten, die von den  Jobcentern übernommen werden, entbehren in Bremen-Stadt und  zunehmend auch in Bremen-Nord jeder Realität.  Weder  sanierungsbedingte Mieterhöhungen,  noch die sich umzugsbedingt  stets nach  oben drehende Preisspirale für  Mieten werden  in den   Jobcentern ausreichend  zur Kenntnis genommen.

 Und wir werden wohl noch eine Weile abgeschoben in der Pampa verbringen müssen, bevor sich der Traum einer Wohnung in Bremen-Stadt mit  zentraler Nahversorgung  für uns erfüllt.  

 

 
   

 

 

 


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Ein Dorf in der Stadt

18.08.2011, 10:08 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar

Bremen-Nord ist in vielen Gebieten wunderschön und erinnert teilweise an einen verschlafenen Urlaubsort irgendwo ganz weit auf dem Land.  

Mich wundert es daher nicht, dass die Zahl der Einwohner/innen Bremen-Nords und speziell Vegesacks weiter schrumpft. Es mag ja sein, dass Vegesack offiziell noch den Anforderungen eines geografischen Mittelzentrums entspricht. Für mich ist es eine gefühlte Pampa, und das zeigt sich an folgenden Kriterien:

Will ich mit dem Bus fahren, warte ich zum Teil geschlagene 20 Minuten. In der Vegesacker Einkaufszone, einst ein Eldorado für einen gemütlichen Einkaufsbummel, bekomme ich nur sehr vereinzelt Haushaltsgeräte für den täglichen Bedarf. Eine Thermoskanne mit Henkel ohne Glaseinsatz oder einen Einkaufswagen (Trolley)? Fehlanzeige. Also in´s Haven Höövt, dem großen Einkaufscenter im benachbarten Stadtteil. Dort gibt es beide Artikel, allerdings zu unerschwinglichen Wucherpreisen. Bleiben nur Alternativen weiter außerhalb wie Real-Kauf oder die Bremer Innenstadt . Letztere wird aufgrund der überhöhten Beförderungsentgelte für Bremen-Norder/innen sofort wieder verworfen. Auch die Fahrt zum Real Kauf, der noch nicht einmal eine Bushaltestelle in der Nähe hat, erspare ich mir aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen. Bleibt nur, auf Angebote der hiesigen Supermärkte zu hoffen, welche in manchen Gebieten des Stadtteils ziemlich weit entfernt liegen.

 Hinzu kommt der Mangel an (gefühlter) Sicherheit und an Freizeitangeboten für jüngere Leute , an ausreichend entlohnten Arbeitsstellen und KITA-Plätzen sowie die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des Schulstundenangebots, das nach den Plänen der Landesregierung drastisch reduziert werden soll.

 In all diesen Punkten besteht dringender Handlungsbedarf, sollen junge Familien dazu animiert werden, sich in Bremen-Nord anzusiedeln.

 Nun soll ja  - im Jahr 2013! - die Filiale einer international agierenden  Kaufhauskette in die Einkaufszone Bremen-Vegesacks wieder zurückkehren.  Ich bin nur gespannt, wieviel Einwohner/innen bis dahin die Region verlassen haben...

 

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Eine schwarze Nachteule II

18.08.2011, 10:08 Uhr | in Allgemeines | kein Kommentar

Die Eule II


Die Eule gleitet als Kreatur der Nacht durch die Anderswelt mit übernatürlich scharfen, alles durchschauenden Augen. Sie gilt als Symbol des Weiblichen, des Mondes und der Nacht, wurde als Idol verehrt und als Ausgeburt des Teufels gefürchtet und gehasst Durch ihre Verbindung mit dem Mond offenbart sie Verbindungen zu Fruchtbarkeit und Verführung, da der Mond Männer und Eulen gleichermaßen weckt. Die Eule steht für Finsternis und Magie, Klugheit und Vorhersehung. Der Göttin Athene geweiht, symbolisierte Sie deren höhere Weisheit. Sie war die Wächterin der Akropolis. Frühe christliche Gnostiker/innen verbanden sie mit Adams erster Frau Lilith und ihrer verweigerten Unterwerfung . Bei den Pawnee-Indianern bedeutete sie Schutz, bei den Ojibwa Unglück und Tod. Die Pueblo-Indianer verbanden sie mit dem Skelett-Mann, zugleich Gott des Todes und Fruchtbarkeitsgeist.

http://www.bepa-galerie.de/eulen/index.html



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Eine schwarze Nachteule

28.03.2011, 07:03 Uhr | in Religion und Philosophie | kein Kommentar

Die Eule kann sehen, was im Dunkeln liegt, als Kreatur der Nacht und Symbol der Weisheit durchschaut sie das Verborgene. Insofern hat sie Ähnlichkeit mit der Psychologie, die ja auch die dunklen, verborgenen ("unbewußten") Motive des Denkens, Fühlens, Wollens und Handelns der Menschen ergründen will. Da die Eule aber zugleich ein Raubvogel ist, müssen alle, die ihrem Beuteschema entsprechen und ihr in bestimmten Situationen zu nahe kommen, vor ihr auf der Hut sein!

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