Elektro oder Nicht-Elektro...
28.02.2011, 15:02 Uhr | in Allgemeines | kein Kommentar
Diese Frage schien doch eigentlich beantwortet. Denn immer mehr Hersteller der Automobilbranche suchten die öffentlichkeitswirksame Bühne und präsentierten freudig- strahlend das hauseigene Elektro-Auto. Auch wenn klar ist, dass dabei noch einige Schritte zu gehen sein werden und die Technik weiterer Innovationen bedarf, so herrschte doch, dachte ich zumindest, Einigkeit darüber, dass die verbleibende Zeit der Verbrennungsmotoren überschaubar geworden sei. Aber nun?!
Der ADAC veröffentlichte dieser Tage eine Studie über E-Autos, in der festgestellt wird, dass die bisherigen Elektro-Autos, d.h. Autos mit alternativem Antrieb z.B. in Form einer Batterie, die Gesamtkosten betreffend doppelt so viel kosten wie ein vergleichbarer Benziner. So nachvollziehbar und eventuell auch seriös diese Untersuchung auch sein mag, mir fällt es zunehmend schwerer, zu begreifen warum immer wieder die vermeintlichen Vorteile der Verbrennungsmotoren hervorgehoben werden. Zumindest langfristig betrachtet, kann doch selbst die Automobil-Branche nicht darauf hoffen ewig mit dem Verbrennen von Öl zu operieren. Auch wenn genaue Daten nicht unbedingt greifbar sind, so müsste doch klar sein, dass ein Ende der Ölförderung, in den Maßen wie sie heute betrieben wird, direkte Auswirkungen auf die Fahrzeugkonzepte haben wird. Hinauszögern kann hier eigentlich nicht die richtige Strategie sein. Vielmehr sollte sich die Autobauer mit der Erforschung und Entwicklung neuer, alternativer Antriebe hervortun und sich als innovativ und nachhaltig zu positionieren versuchen.
Ob allerdings das Umwelt-Engagement von Rolls-Royce auf dem Gebiet der alternativen Antriebe tatsächlich diesen Begriffen entsprechen kann, wird wohl noch zu klären sein. Zu wünschen wäre es ihnen, damit zumindest die seltsam kitischige Verunstaltung der legendären Kühlerfigur noch etwas Gute hat.

Castor rollt wieder! Von Karlsruhe nach Lubmin
15.02.2011, 16:02 Uhr | in News und Politik | kein Kommentar
Wieder rollt die Gefahr durch Deutschland. Diesmal sind es ca. 60.000 Liter radioaktiver Atomsuppe, die von Karlsruhe nach Lubmin nahe Greifswald verfrachtet wird. Also wieder einmal rollt gefährliches, strahlendes Material in einem erneuten Castor-Transport durch die gesamte Republik.
Trotz Versammlungsverbot sind aber auch diesmal spektakuläre Aktionen von Greenpeace-Aktivisten geglückt und Gleise damit blockiert worden. Diesem friedlichen Protest stehen zwei Anschläge auf Kabelschächte gegenüber, die anscheinend mittels einer Explosion den Zugverkehr einschränken sollten.
Zu hoffen bleibt, dass die Medien und Atomkraft-Gegner sich weiterhin mit der offensichtlichen Problematik dieser Transporte und der Kernenergie im Allgemeinen befassen und mit Information und Aufklärung ein "Weiter-so" der momentanen Politik zu stoppen vermögen.
Darth Vader und die Nachhaltigkeit – Kinder entdecken die Macht
08.02.2011, 13:02 Uhr | in Kino, Fernsehen, Stars | kein Kommentar
Ressourcen schonen, langfristige Investitionen tätigen und sozialverträgliche Entscheidungen treffen sind alles Elemente, die für die Maxime der Nachhaltigkeit eine bedeutsame Rolle spielen. Unternehmerisches Handeln sollte an diesen Parametern ausgerichtet sein, wollen die Konzernlenker auch in Zukunft noch Gewinne einfahren. So zumindest die optimistischen Prognosen einer möglichen Zukunft.
Als Punk oder Anarchist hat man es da heute etwas leichter. Wie zum Beispiel Tom Jennings, welcher doch einfach mal Kompetenzen ganz anderer Art vermittelt. Allerdings und dies muss man ihm zugestehen, sind diese mit Sicherheit von nachhaltiger Bedeutung. Denn Onkel Jennings bietet kurzerhand Autoknacker-Workshops für Kinder an. Ganz nach dem Motto „Früh übt sich“, kann man hier bereits in jungen Jahren lernen, dass stetige Problem der Mobilität alternativ zu lösen. Was will man eigentlich mehr? Car-Sharing der besonderen Art verspricht diese Welt von Morgen, in der jeder 8-Jährige locker ne Karre klar machen kann und der Besitz von Automobilen gänzlich altmodisch daher kommt. Wieso sollte das Prinzip des Teilens auch nur in der digitalen Welt die nötige Akzeptanz erfahren?
Die Beherrschung solcherlei Fähigkeiten der besonderen Art ist auch das Ziel des aktuell vermutlich aufstrebensden Werbestars der Welt. Denn nicht jeder kommt als ausgewachsener Darth Vader auf die Welt. Auch hier gilt „währet den Anfängen“ und die Macht wird mit euch sein!

Früher ging Auto anders
19.01.2011, 14:01 Uhr | in Automobiles | kein Kommentar
Die heutige Zeit konfrontiert uns immer öfter und äußerst rasant mit unabwendbaren Änderungen. Das Auto ist hierfür ein perfektes Beispiel, denn das was wir noch vor 10 oder 20 Jahren unter einem Auto verstanden, hat nicht mehr wirklich viel mit dem zu tun, was heute oder auch in naher Zukunft so über die Straße rollt.
Früher konnten der Fondpassagiere noch dem Fahrer das Mixtape reichen, so dass dieser den Straßenatlas aus der Hand legen musste, um diese schönste, weil persönlichste Form der Musik, ins Tapedeck zu stecken. Und zwar ohne, dass der Wunderbaum oder die Klopapierrolle mit Häckelschutz auf der Hutablage zu sehr in Erschütterung gerieten. Okay, das mag weit hergeholt und ein wenig verkürzt anmuten, aber wer bitte nutzt diese Begriffe denn tatsächlich noch im alltäglichen Gebrauch seines Automobils? Die Zeiten sind vorbei und werden daher zu recht, noch einmal bevor sie dann gänzlich verschwinden, ausführlich in diesem Auto-Blog gefeiert.
Denn wer weiß, was noch kommen mag? Mittlerweile hält das Internet Einzug in das Fahrzeug von heute und vielleicht rufen wir in Zukunft die Twitter-App über den Bordcomputer mittels Soracherkennung auf, während uns das treue Fortbewegungsmittel der Zukunft selbstständig im Autopilot-Modus und mit der Sicherheit zahlreicher Sensoren und Informationen über die aktuelle Verkehrslage zu unserem Ziel kutschiert.












Spätestens an diesem Punkt erhält die Sprache vom Fondpassagier eine ganz neue Bedeutung. Fehlt meiner Meinung nach nur noch eines. Das Tapedeck!
Castor am Ziel – Dennoch ein Sieg der Demonstranten!
09.11.2010, 17:11 Uhr | in News und Politik | kein Kommentar
92 Stunden – so lange wie noch nie war er unterwegs, der Castor-Transport. Zehntausende Demonstranten sorgten dafür, dass der bisher am stärksten strahlende Atom-Müll Transport der Geschichte hin zum Zwischenlager nach Gorleben auch angemessen blockiert wurde. So viele Engagierte wie noch nie besetzten Zufahrtsstraßen oder Gleise und ließen sich dabei weder von der Polizei, noch den eisigen Temperaturen beeindrucken. Der Protest sorgte für Aufsehen und kann von der Politik in Berlin nicht einfach übergangen werden.
Denn über 20.000 Polizisten waren nötig, um die gefährliche Fracht von A nach B zu transportieren. 50 Millionen Euro soll der komplette Einsatz kosten. Wer angesichts dieser Zahlen noch glaubt, in der Bevölkerung herrsche Konsens darüber, dass Schwarz-Gelb den Ausstieg aus der Kernenergie kassierte, sollte sich vielleicht einmal untersuchen lassen. Das Argument die Konzerne zahlen ja für die verlängerten Laufzeiten Milliarden ist dabei doch nur Augenwischerei. Zu gering ist der Betrag, zu hoch sind deren Gewinne. Da kommt doch die Frage nach der Kostenübernahme für den gerade erfolgten Castor-Transport nur recht. Wieso können die Energiekonzerne Milliarden von den Atomkraftwerken abschöpfen und die Steuerzahler, d.h. die Bürger, für den Transport des Giftmülls blechen lassen? Denn nicht nur, das jene Unternehmen keine Ahnung haben wohin mit dem Zeug, so kann es doch ebenso wenig angehen, dass für dieses Vergehen an den nachfolgenden Generationen andere, als die Energiebetreiber zahlen sollten!
Vielleicht aber ist ja bald Ruhe, denn dann verkaufen sie ihren strahlenden Müll einfach Russland. So ist er aus den Augen und lagert bestimmt supersicher irgendwo in der sibirischen Pampa. Aus den Augen aus dem Sinn und wen interessiert schon Russland, nicht wahr!? Wo genau lag noch gleich dieses Tschernobyl?
Ein Desaster hoch Drei!
03.11.2010, 09:11 Uhr | in Romantik und Partnerschaft | kein Kommentar
Man hat es schwer auf Brautschau – besonders im „grünen Geschäft“. Das musste ich letztens wieder nach einer herben Enttäuschung feststellen:
Nachdem ich eine auf den ersten Blick recht nette Dame kennen gelernt hatte, haben wir uns auf ein Gläschen Wein verabredet. Das Mädel erschien mir als eine recht bodenständige Person und hätte vielleicht sogar sehr engagiert sein können. Da wunderte es mich umso mehr, als sie im 3er BMW bei der Bar ankam – das Auto ihres Vaters, wie sie sagte. Gut, war mein Gedanke, für einen Abend mag es gehen. Allerdings hat sich der Abend auch entsprechend fortgesetzt: Immer, wenn das Gespräch auf den Umweltschutz oder meine Aktivitäten kam, zogen sich die Mundwinkel der Dame zu einem spöttelnden Lächeln nach oben. Dieses permanente verhaltene Grinsen war mir dann irgendwann doch etwas zu viel, und der Abend war schließlich sehr schnell zu Ende...
Dabei stellt sich mir die Frage, warum die Umwelt, die Zukunft unserer Welt so vielen Menschen – gelinde gesagt – am A* vorbei geht?
Natürlich kommt es auf Kompromisse an, gerade bei der Partnersuche. Man muss nicht auf eine Veganerin bestehen, die nur Kleidung aus unbehandeltem Hanf trägt, sich einmal im Monat die Haare mit Kräuter-Waschpulver wäscht und auf jeder Ansprache von Herrn Özdemir und Frau Roth in der ersten Reihe steht – ich glaube, das ist niemandes Ziel ... Aber ein bisschen Umweltbewusstsein, ein wenig Interesse für den Umweltschutz ist nunmal Grundvoraussetzung, wenn man auf einer Wellenlänge liegen will.
So hat mir der Abend doch wenigstens ein bisschen die Augen geöffnet: Eine Beziehung mit jemandem, der nur ein mildes Lächeln für die Aktivitäten übrig hat, mit denen ich mein halbes Leben zubringe, kann nicht gut gehen – wenn sie überhaupt zustande kommt. Darum, liebe Mitstreiter: Paaret und mehret euch! Nur so ist sichergestellt, dass die nächste Generation nicht überfüllt ist mit Pelzträgern und Ölbaronen.
Bald rollt er wieder - der Castor-Transport
02.11.2010, 17:11 Uhr | in News und Politik | kein Kommentar
Vermutlich am 5. November startet der Transport radioaktiven Giftmülls in Richtung Gorleben. Genau, jenes Gorleben, dass sich trotzt unzähliger Tests, Untersuchungen und umfänglicher Gutachten, einfach nicht als geeignetes Endlager für strahlenden Atommüll herausstellen mag!
Besonders beunruhigend kommt dabei die Tatsache daher, dass die Strahlung des Materials weitaus stärker sein wird, als bei bisherigen Transporten. Deshalb gibt es zwar neue Transportbehälter, sicher wird die Sache dadurch aber noch lange nicht. Und besser auch nicht. Denn die Probleme bleiben bestehen. Der Transport ist gesundheitsgefährdend für alle Beteiligten, für den Giftmüll findet sich – überraschenderweise (Achtung Ironie) - kein geeignetes Endlager und was erreichte zuletzt unsere grandiose Bundesregierung? Richtig, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Den Ausstieg aus dem Ausstieg! Herzlichen Glückwunsch uns allen!
Was da positiv anmutet ist die wahrscheinlich breite Protestbewegung. Zahlreiche Aktionen gegen den Transport, gegen Atomkraft, sind ankündigt und finden unzählige Unterstützer. Gerade online finden sich besonders für den Aspekt der Mobilisierung neue Möglichkeiten. Eine Zusammenfassung verschiedener Aktivitäten gibt dieser Artikel.
Friedlicher Protest und Aufklärungsarbeit über Risiken und Gefahren muss also weiter gehen! Ereignisse wie Stuttgart 21 zeigen, dass Aufstand sich lohnt und möglich ist. Anlass und Gelegenheit gibt es genug. Zum Beispiel ab dem 5. November: Castor-Transport!
Gegen Atomkraft!
Vorsicht – Gute Nachrichten! Oder doch nicht?
02.11.2010, 16:11 Uhr | in News und Politik | kein Kommentar
Tja, auch das soll es geben. Gute Nachrichten in Sachen Artenschutz. Im Gegensatz zum Klimagipfel von Kopenhagen, gab es auf der UN-Artenschutzkonferenz tatsächlich eine Einigung. Blöd nur das zwar 193 Länder teilnahmen, nur nicht eines der leider wichtigsten, die USA!
Die Artenschutzziele bis 2020 sind grundsätzlich ein gutes Ergebnis, denn die Artenvielfalt der Erde ist das, was sie ausmacht. Eine ausgestorbene Tier- oder Pflanzenart holt niemand mehr zurück. Und Maßnahmen, wie die Ausweitung von Schutzgebieten zu Wasser, als auch zu Land können mit Sicherheit nicht schaden.
Außer sie beruhigen das Gewissen zu sehr und ein jeder grinst in dämlicher Zufriedenheit. Denn in Sicherheit und Siegeslaune wiegt sich deswegen bitteschön niemand! Oder hat man schon vergessen was aus den ach so wichtigen und wegweisenden Milleniums-Zielen geworden ist? Genau! Da hilft nur eins: Weiter machen und bei sich selber anfangen!
Denn eine Hauptursache für das Artensterben ist die fortwährende Umweltverschmutzung, welche Hand in Hand mit der Vernichtung von Lebensräumen daher kommt. Gründe davon gibt’s zahlreiche und bestimmt mindestens einen, den jeder von uns verantworten muss. Egal ob Erdölförderung in der Tiefsee (siehe BP), Regenwaldrodung in Brasilien oder sonst wo – zur Gewinnung von Tropenhölzern und Anbaufläche für Soja oder ähnliches, das dann am besten in vermeintlich klimafreundlichen „Biosprit“ fließt – oder die dramatische Überfischung der Meere. An jedem dieser Fehler kann ein jeder von uns ansetzen und es besser machen. Beim Wort Verzicht fühlen sich dabei direkt viele in ihren Grundrechten berührt, aber nachhaltiger bzw. strategischer Konsum sollte doch bitte drin sein! Oder nicht? Warum nicht Unternehmen fördern, die sich tatsächlich engagieren und all den Profitgeiern klar machen, dass sich auch mit Nachhaltigkeit ein Gewinn erwirtschaften lässt! Das übliche Gesäusel von Weltfrieden und einer heilen Erde kann man dann von mir aus auch als hippie-ähnliche Protestromantik abtun! Nur tut was!
Tipps für den Anfang gibt’s hier:
Die Folgen globalen Wirkens!
02.11.2010, 14:11 Uhr | in News und Politik | kein Kommentar
Böses Wort Globalisierung, wer mag´s noch in den Mund nehmen?! Abschreckend ist´s und pauschal, wie unkonkret. Ein zurück von dieser (leider) sehr realen Tatsache wird allerdings ebenso schwer. Ob Lebensmittel, Arbeitsplätze oder Umweltschutz. Heute wirkt jedes Tun auf globaler Ebene und meist sehen wir davon nur die Vorteile. Das aber wir es sind, die Entwicklungen ärmerer Länder und Regionen dieser Erde verhindern ist den wenigsten klar. Nehmen wir das Thema Hunger. Wir schwimmen in Nahrungsmitteln, wissen nicht wohin damit und produzieren einfach weiter! EU-Subventioniert und gedankenlos!
Welche Folgen solcherlei Ignoranz mit sich bringt zeigt die starke Doku „Hunger“. Soweit ich weiß lief der Film bereits im Rahmen der ARD-Themenwoche „Essen ist Leben“. Im Internet findet man ihn glücklicherweise auch, erweitert um Zusatzinformationen und aufschlussreiche Interviews. Hoffentlich bleibt er noch lange online abrufbar. Denn wer weiterhin behauptet, wir – die westliche, ach so zivile Welt – täten alles um Hunger und Leid der armen Länder zu bekämpfen ist herzlich eingeladen, sich das ganze Drama einmal aus der Nähe anzusehen. Natürlich schön bequem von zu Hause aus:
Der Film zeigt Probleme aus 5 verschiedenen Ländern (Kenia, Mauretanien, Brasilien, Indien und Haiti), ihre Ursachen und Folgen und verzichtet dabei auf klischehafte Dramatisierung. Dennoch - Die Rosen aus Kenia leuchten hier gleich weniger schön!
