Massagesalon
11.03.2010, 01:03 Uhr | in Job, Arbeit, Karriere | kein Kommentar
Seit einem halben Jahr arbeite ich nun in der Thai Massage Abteilung vom sonnenstudio. Das ist eine eigene Firma, aber in den Räumen vom sonnenland. Die Arbeit macht mehr Spass als Büros putzen und ich bin eigene Chef. Eigentlich sollte ich in mannheim arbeiten, aber ich wollte nicht von Berlin weg wo ich viele Freunde habe und so wurde diese Lösung gefunden. Die Firma läuft gut obwohl meine Chefin hartz 4 bekommt und den meisten Gewinn abgeben muss, aber weil ich Witwe bin kann ich ich viel absetzen auch weil ich alleinerziehend bin.
Gelobtes Land
16.09.2009, 17:09 Uhr | in Allgemeines | kein Kommentar
Als ich ein Teenager war hörte meine Mutter, daß es in Deutschland ein besseres Leben gibt. sie meldete sich darauf im Büro einer Partnervermittlung, die frauen an ausländer vermittelt. Bald wollte sich ein Mann mit ihr treffen. Er kam nach Thailand und wollte sie gleich mitnehmen. Kurze Zeit später war sie weg, versprach aber mich und meine Oma nachzuholen wenn es geht. Nach ein paar Jahren fanden sie einen Mann für meine Oma, aber da ich dick bin wollte mich keiner haben. Erst ein todkranker Taxifahrer der eine frau suchte die ihm beim sterben hilft nahm mich.
wir hatten noch 10 schöne Jahre, wobei die meisten echt brutal waren wenn er sich zuschiß weil er nichts mehr halten konnte. Aber ich hatte einen Mann der dankbar war für alles was ich für ihn tat. Wir hatten auch Sex die ersten Jahre und er wünschte sich einen Sohn, Ich habe ihn bekommen und er war sehr glücklich auch wenn er kaum etwas mit ihm unternehmen konnte.
Er starb im Januar und ich werde in diesem Land bleiben, wo auch ein Todkranker Hilfe vom staat bekommt. Ohne die Unterstützung der Caritas hätte ich es nicht allein geschafft. er war bis kurz vor seinem Tod zuhause und ich habe ihn in meiner Freizeit gepflegt. es war die beste Zeit meines Lebens. Mag sein daß ich wegen des Geldes gekommen bin, aber ich habe mich hier gut eingelebt und habe mehr freunde hier als zuhause.
Ich
09.04.2009, 13:04 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Im März 74 tobte der Vietnamkrieg. Eine thailändische Krankenschwester bekam ein Kind von einem amerikanischen Bomberpiloten. Kurz vor der geburt wurde ihr mitgeteilt, daß er abgestürzt und wahrscheinlich tot.
1985 verläßt sie thailand um in deutschland ein neues Leben anzufangen, heiratet wird wieder Mutter. Ihre tochter läßt sie zurück bei der Oma. Die Kleine nennt man Luk ferang ( Ausländerkind) . sie hat nur wenige freunde.
1990 geht auch die Oma nach Deutschland. Mit gerade mal 16 muß die Tochter alleine klarkommen. Sie geht nach Bangkok, lernt einen Polizisten kennen. Die Beziehung scheitert an seiner Untreue. Auch spätere Beziehungen scheitern.
1997 hält sie es nicht mehr aus und will nach Deutschland. Ihre Mutter vermittelt ihr einen Kontakt zu einem Mann der sie in Thailand besucht, um sie kennenzulernen.
Sie verliebt sich in den mehr als doppelt so alten Mann und er heiratet sie nachdem beide drei wochen Urlaub gemacht haben und sie ihn erst einladen mußte zum S.. , denn er wollte sie nicht damit überfallen.
Nachdem die Hochzeit legalisiert wurde reiste ich im sommer 1998 nach Deutschland und kehrte nie wieder in meine Heimat zurück. Wir fuhren an viele Orte in Europa, meist mit der Vespa und es waren die besten Jahre meines Lebens.
Dank seiner guten Rente brauchten wir uns keine Sorgen um Geld zu machen und lebten nur in den Tag, denn wir wußten, daß uns nur wenige jahre blieben.
Seine Frau hatte sich 1997 scheiden lassen nachdem bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wurde. Er bereitete sich auf ein langsames, qualvolles Sterben vor. Er hatte oft starke Schmerzen, aber er wollte nicht einfach so sterben ohne was zu hinterlassen.
Er hatte keine Kinder, weil er und seine frau beschlossen hatten zu reisen. Mit dem Motorrad fuhren sie durch ganz europa, nun konnte er die schwere Maschine nicht mehr halten. Er kaufte sich einen gebrauchten Roller und fand bald Anschluß an ein paar Gleichgesinnte, die mit ihm auf treffen fuhren. Ich fand das toll und fuhr gerne mit. Heute überlege ich, ob ich den Führerschein machen soll, denn ich würde gern weiter mitfahren, aber dann kann ich meinen Sohn nicht mitnehmen und mit dem Auto ist es öde.
Ich wünsche mir für die Zukunft jemand, der ähnliche Interessen hat, aber das ist schon viel verlangt. Aber ich probiere es.
