Überleben
10.03.2010, 18:03 Uhr | in Allgemeines | kein Kommentar
4 Tage
sagt man,
hält es ein Mensch ohne Wasser aus.
2 Wochen ohne Nahrung,
wenige Sekunden ohne Sauerstoff.
Doch wie lange hält man es aus,
sich selbst zu zerstören,
ohne Erinnerung leben zu müssen?
Ich denke,
ich habe mich sterben lassen müssen,
um damit leben zu können.
Musste mir das Leben nehmen,
damit Nichts und Niemand
etwas von mir nehmen konnte.
Nun sitze ich hier,
atme zwar
und doch gibt es nichts mehr,
das in mir lebt.
Wie lange kann man es verkraften,
dass der eigene Tod,
die einige Wahl ist?
Täuschung
09.03.2010, 08:03 Uhr | in Allgemeines | 2 Kommentare
Hatte gedacht,
dass ich endlich sorglos
fortgehen könnte,
ohne die ganze Zeit nur daran zu denken,
was du tun würdest.
Plötzlich fühlte ich mich frei
und war so unendlich glücklich.
Doch jetzt muss ich erfahren,
dass du es doch tust.
Es zerreißt mir mein Herz,
ich kann nicht schlafen,
da das Bild
immer vor meinem geistigen Auge auftaucht.
Kann nicht mehr klar denken,
kann dich nicht mehr ansehen,
Ich hasse dich dafür,
ich verabscheue dich
und bin mir sicher,
dass ich diesen Schmerz niemals wieder vergessen kann.
Wo ist die Freiheit,
die ich seit Jahren suche?
Wo ist die Erlösung,
um die ich flehe?
Ich sehne mich nach Befreiung.
Stets auf der Suche,
stets voll Angst und Schmerz.
Die Klinge kühlt meine Haut,
nimmt die Qual, -
wenn auch nur für Sekunden.
Was ist nur los?
All die Scham
wo kommt sie plötzlich her?,
warum regiert sie mich?
Hatte sie doch schon
fast besiegt.
Jetzt ist sie wieder da
Und mit ihr die Angst.
Wieder der Griff nach der Klinge,
ein Hilfeschrei,
mein Weg aus dem Leid.
Narben zieren meine Haut,
rote Striemen bilden
ein schönes Muster.
Das Zittern meiner Hände
stoppt mich -
Kraftverlust
09.03.2010, 08:03 Uhr | in Allgemeines | 2 Kommentare
Ich fühle so wenig,
ich fühle viel zu viel.
Überall sehe ich die Gefahr,
dass ich verletzt werde.
Dass mir der letzte Rest
Energie und Kraft genommen wird,
der mir mein Überleben sichert.
Spüre jeden Tag,
wie sie versiegen,
wie sie mich verlassen.
Stets auf der Suche nach Erlösung
fand ich einen Weg,
um der der Befreiung ein Stückchen näher zu kommen.
Ich begann meinen Körper zu zerstören,
ritze mir wundersame Muster in meine Haut,
einfach nur, um mich von dem Schmerz tief in mir abzulenken.
Ich merkte,
dass ich langsam aber sicher dem Ende entgegen schritt,
dass der Moment, an dem ich nicht mehr kann,
nur noch Augenblicke entfernt war.
Kampf
09.03.2010, 08:03 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Ständig der Kampf zwischen
Leben müssen und Sterben wollen,
ohne zu spüren,
wer man eigentlich ist,
ohne zu spüren,
was man eigentlich will,
ohne zu spüren,
was einen ausmacht,
ohne zu spüren,
was Liebe ist.
Wieso kann das niemand begreifen?
Wieso kann niemand spüren,
was in mir geschieht,
wie der Schmerz mich zerreißt,
wie mich die Qual von innen zerfrisst…
Paradoxon
09.03.2010, 08:03 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Wie sehr habe ich mir gewünscht,
nicht mehr zu sein,
oder am besten niemals existiert zu haben.
Einfach fortzugehen,
in eine andere Welt…
Was soll ich noch hier,
mich will doch niemand bei sich haben,
niemand will mich kennen,
keiner mag mich,
ich kann mich selber nicht akzeptieren.
Wer bin ich eigentlich?
Was macht mich aus?
Bin ich ein Produkt des Schmerzes,
der Gewalt,
der Angst?
Habe aufgehört zu essen,
zu trinken,
in der Hoffnung,
niemandem mehr aufzufallen,
und doch von allen bemerkt zu werden.
Mitte letzten Jahres
09.03.2010, 08:03 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Sollte jemals der Tag kommen,
an dem ich es schaffe loszulassen,
endlich gehen zu können,
all meinen Mut zusammenzunehmen
um all dem ein Ende zu bereiten;
so wecke mich auf aus dem Traum….
Niemals würde das passieren…
Borderline….
Die Diagnose des Schmerzes,
der Sucht nach dem eigenen Tod,
der Wunsch Luft zu sein,
der Hass gegen mich selbst,
die stetige Gewalt mir gegenüber….
Die unendliche Verlustangst…
Die Qual beim Alleinsein,
allein der Gedanke,
bringt mich zum Zittern,
nimmt mir die Luft zum Atmen….
Ein riesiges Loch in mir,
auf der Suche nach etwas,
das es füllen könnte…
Schmerz begann die Leere zu füllen….
übernahm die Kontrolle über mein Denken,
mein Handeln,
meine Gefühle,
begann mich von innen zu zerstören…
Rote Tränen,
die meinen Körper hinunterfließen,
schenken mir einen Moment des Glücks,
der Ruhe und Entspannung.
Wer kann das verstehen???
Niemand, der es nicht selber kennt.
Keiner kann meinen Schmerz nachempfinden,
keiner kann ihn sich auch nur ansatzweise vorstellen,
wär wohl auch zu viel verlangt…
Jede Faser meines Körpers,
ist mit Schmerz getränkt,
mit Qual genährt,
von Hass erfüllt…
Hass- der mir gilt,
meinem Körper,
meiner Stimme,
meinen Gefühlen.
Könnte ich doch frei sein,
wenigstens für eine Minute…
einfach nur das Gefühl genießen,
die Augen schließen,
ohne all das Grauen zu sehen.
Für eine Minute keine Erinnerungen,
kein Schmerz,
keine Qual,
kein Hass…
der Himmel auf Erden…
Wie lang ist es her?
Kann mir kaum vorstellen,
dass es das mal gegeben haben soll…
Ein weiteres Werk
08.03.2010, 21:03 Uhr | in Allgemeines | 2 Kommentare
Kannst du sehen,
wie der Regen fällt,
wie die Sonne untergeht
und die Dunkelheit die Welt einnimmt?
Kannst du spüren,
wie der Schmerz langsam verklingt
und die Realität zurückkehrt?
Auf der Suche nach Rettung und Hilfe
verliert man schnell die Sicht
auf den letzten Funken Hoffnung,
das letzte Gefühl des Glücks,
das tief im Inneren,
aufzukeimen versucht.
Wenn man ganz genau weiß,
dass sich Dinge niemals ändern,
dass alles so grausam bleiben wird,
wieso sollte man noch atmen?
Wozu noch aufwachen,
wozu noch die Augen öffnen,
wenn man doch ohnehin nur Lügen und Hass sieht?
Wie wundervoll der Gedanke,
sanft in eine Welt fortzugleiten,
in der die wahre Liebe
noch eine tatsächliche Chance hat….
Siehst du,
wie sich die Tore langsam schließen?
Spürst du
meine warmen Tränen auf deiner Haut?
Schon etwas älter
08.03.2010, 21:03 Uhr | in Allgemeines | 1 Kommentar
Wenn der Schmerz aufhört,
kommt die Realität zurück
und das Herz setzt aus.
Würde es doch nie wieder
anfangen zu schlagen…
Sich selbst zu hassen
und das mehr als alles
und jemand anderes-
es ist ein Schicksal,
dem man nicht entfliehen kann.
Der Wunsch
nie wieder aufzuwachen,
ist so unendlich
wie das Universum.
Es macht doch alles
gar keinen Sinn mehr!
Weshalb sollte man atmen,
wenn man keinem Zweck dient?
Das Wissen,
dass man sich niemals ädern wird,
sich einfach nicht im Griff hat-
es nimmt einem die letzte Kraft,
bevor man endgültig zusammenbricht.
Noch eins
08.03.2010, 20:03 Uhr | in Allgemeines | 2 Kommentare
Manchmal starre ich
die Frau im Spiegel an
und frage mich,
wieso sie mich anschaut
und wer sie sein könnte...
Wenn ich dann in ihre Augen eintauche,
sehe ich so unsagbar viel Schmerz.
Tränen beginnen diese Augen zu füllen
und die Wangen runterzukullern.
Ich sehe,
wie die Schminke verläuft
und sich kleine, schwarze Rinnsale bilden.
Ich starre noch immer diese Frau an
und frage mich,
was sie wohl gerade fühlen mag?!
Erst in dem Moment,
als ich einen schwarzen Tropen
auf dem weißen Waschbecken erkenne,
wird mir bewusst,
dass ich diese Person im Spiegel bin.
Spüre plötzlich,
dass meine Wangen ganz nass
und schwarz gefärbt sind.
Bin mir selbst so fremd geworden,
dass ich mich nicht wiedererkenne!
Gefühle
08.03.2010, 20:03 Uhr | in Schreiben und Dichten | 1 Kommentar
Ich frage mich:
Wann habe ich das letzte Mal geatmet?
habe aufgehört zu essen,
aufgehört zu trinken-
Der Schwindel
und der minimale Grad zwischen Macht und Ohnmacht
zeigen mir, dass noch Leben in mir stecken muss.
Wenn meine Haut aufreißt,
spüre ich es nur noch kaum.
Ein kurzer Moment des Schmerzes
und das Brennen erlischt.
Aber ich muss wissen,
ob ich noch da bin!
Fühle mich unsichtbar....
So oft wie Frage:
Wer ist diese Frau im Spiegel vor mir?
Diese tiefen, traurigen Augen;
wie viel Leid mussten sie sehen?
Wie oft mussten diese Lippen
zum verzweifelten Schrei geöffnet werden?
So schrill und hysterisch,
dass einem das Blut in den Adern gefror?
Wie viele schlimme Worte
ertrugen diese Ohren,
bevor sie begannen,
nicht mehr hinzuhören?
