12.05.2009, 21:05 Uhr
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Allgemeines
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Hinsichtlich der neuesten wissenschaftlichen belegten, wiederrum nicht neuen, Erkenntnissen kommt bislang am Tod über kurz oder lang keiner vorbei. Soll heißen nach jetzigen Stand: Ich werde sterben. Irgendwann bin ich tot. Wie ist klar. Mein Herz wird versagen und folglich alle anderen Organe auch; wenn sie es denn nicht bis dahin schon getan haben. Wann? Das weiß ich nicht. Der Weg dahin, den kann man sich nur bedingt aussuchen. Zu unwillkürlich schlägt der Sensenmann zu.
Allgemein hegt man dem Wunsch nach einen geringen Leidensweg. Wenn überhaupt dann sollte es schnell gehen mit dem sterben. Meinen Vater hat der Tod wohl eher überrascht. Umgefallen – Tot; sein Herz blieb einfach stehen. Insgesamt zu früh, nach Ansicht der Pathologen ein Wunder das er überhaupt so lange lebte. Warum ist hier egal. Meine Tante starb im Krankenhaus in fremder Umgebung, steril, allein. Mein Opa quälte sich nach einem schweren Schlaganfall 2Jahre und starb im Kreis seiner Familie in einem Pflegeheim. Ein Freund 3Wochen nach einem Autounfall – unverhofft – ungeahnt. Mein Hund schlief einfach ein und der Kater kam nicht wieder.
So unterschiedlich die Wege waren so unterschiedlich haben sie ihre Vor- und Nachteile. Leider wird dem Ottonormalverbraucher der in tränendrüsendrückenden Filmen verkaufte ohne Leiden, im Kreis seiner Familie noch einmal vergebende, weise und liebende Worte austauschend, Tod durch Altersschwäche meist verwehrt. (na das ist doch mal n Satz
)
Anfangs gefiel mir der schnelle Weg. Kein Leiden. Doch der Gedanke an die Angehörigen die es betrifft; deren Schock und deren Leiden – dafür will ich nicht verantwortlich sein. Ich glaube, da ich ein sehr leidensfähiger Mensch (manchmal sogar leiden suchend) bin, außerdem dazu ein fauler Mensch, jemand der gern alles auf den letzten Drücker erledigt, ein Mensch der sehr gefühlskontrolliert handelt und erst im Notfall diese nicht mehr im Griff hat, favorisiere ich mir dann doch einen leidvollen Weg bis zum Ende. Einerseits um doch noch ein Testament aufzusetzen um diverse Leute zu ent-und beerben. Um die Gelegenheit nutzen zu können um ungesagtes noch zu sagen und um zum Schluss die wahre Liebe zu erleben.
Wahre Liebe? Ich möchte sehen wer um mich weint. Wer die Verantwortung übernimmt mich in meinen Leiden zu begleiten. Wer soviel Loyalität besitzt sich selbst hintenanzustellen und um mein Wohl besorgt ist. Wer in der Lage ist einfach zu geben ohne zu nehmen.
Erstaunlich was man manchmal für Gedanken hegt… was für ein Schwachsinn… ich bin eindeutig nicht ausgelastet 
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