Anders als geplant
02.05.2009, 17:05 Uhr | in Religion und Philosophie | kein Kommentar
„Rosenstolz“
…Wenn es einmal geht, dann geht es auch nochmal. Und wenn es nochmal geht dann geht es auch von Anfang an…
… und wenn es besser wird besser als ich glaub … und wenn es schöner wird schöner als ich ahn und wenn es anders wird anders als geplant
… ich will… weil ich weiß das es geht…
Als Kind und auch als Erwachsener hat man eine Vorstellung von seinem Leben. Auf der einen Seite möchte man ganz Konservativ einen guten Job, heiraten, eine intakte Familie mit Mann/Frau und Kind(ern). Ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und vielleicht noch einen Hund. Einen großen Familien- und Freundeskreis. Und genau das möchte der Mensch mit einem „ich bin so anders als alle anderen“ - Lebensstil verbinden…
Ob man das Ganze geschafft hat wird abgerechnet wenn man dreißig +/- Jahre alt ist. Man behandelt sich unfair sich selbst gegenüber. Hat man sich doch real nur zehn Jahre gegeben um diese Wünsche zu erfüllen und um sein Leben lang dafür zu bezahlen. 10 Jahre für Ausbildung, Karriere, Austoben, Abendteuer Familie und alles was dazu gehört.
Einige schaffen das auch. Aber was passiert wenn man zu denen gehört denen es nicht gelingt oder man es sogar geschafft hat und dann durch Ereignisse wieder verliert? Ganz oft stürzt man in eine persönliche Krise. Das Selbstbewusstsein leidet extrem. Aber warum vergleicht man sich immer wieder an den Wenigen? Warum weigert man sich hinter die Kulissen zu sehen? Warum ist man nicht in der Lage diese Situation als Chance zu sehen?
Wie oft hat man sich schon gesagt wenn ich noch mal leben könnte mit dem Wissen von heute – ich würde einiges anders machen. Aber man macht da weiter wo man steht, versucht aus dem das Beste zu machen.
Aber ist es nicht DIE Chance. Neustart.
Wenn ich mich selbst nehme … angenommen mein Leben wäre so verlaufen wie ich es mir als junges Mädel vorgestellt habe -wäre ich an einem Punkt im Leben bei dem ich aus heutiger Sicht nicht wüßte, ob ich heute glücklicher wäre. Ich möchte meine -auch negativen- Erfahrungen nicht missen. Nach einer persönlichen Krise (nicht die erste) habe ich die Chance alles noch einmal zu machen. Und ich habe auch noch alle Zeit der Welt es besser zu machen. Ich werde nicht einfach weiter machen. Ich werde es neu machen. Mein Alter ist dabei egal. Und auch das es nicht die gleichen Vorrausetzungen sind wie früher. Wichtig ist – ICH WILL weil ich weiß dass es geht.
Ich habe nämlich mindesten noch 3x10 Jahre vor mir 
Pink Friends and Love
01.05.2009, 10:05 Uhr | in Religion und Philosophie | 1 Kommentar
Eigenartiger Titel, ich weiss. Was mir eigentlich passiert ist, ist schnell erzählt. Ich hab die Rechnung von den pinken Freunden vergessen zu bezahlen und dafür haben sie mich vom Zugang zur großen weiten Welt abgeschnitten. Egal dabei das ich bisher immer pünktlich bezahlt habe und auch egal das ich mehr bezahle wie viele andere. Ich bin und war treu. Ich habe meinen Fehler wieder gut gemacht und trotzdem wird erst nach einem Aufpreis Gnade gewährt und mir wieder die Welt zugänglich gemacht.
Die Zeit ohne war/ist schwer. Man hat sich so sehr daran gewöhnt das dieser Service zur Verfügung steht und 24h am Tag nutzbar ist.
Was mir dabei aber durch den Kopf gegangen ist das genau diese Situation ganz oft für Beziehungen steht. Man nimmt den Anderen über kurz oder lang für selbstverständlich. Man selbst macht nicht mehr als notwendig um genau diese Selbstverständlichkeit zu erhalten. Nicht weniger aber auch nicht mehr. Das ist ein Zustand der beide Seiten zufrieden vielleicht sogar glücklich macht. Doch passiert ein Fehler in diesem System -ob bewusst oder unbewusst - ist es vorbei. Quid pro Quo scheint dann die Devise.
Mit den pinken Freunden ist es fast einfach. Mit ihnen hat man einen Vertrag - man bezahlt und zusätzlich eine Strafgebühr dazu und alles ist wieder gut.
Wie sieht es in der Liebe aus. Vielleicht hat man die Chance den Fehler gut zu machen und die Strafgebühr? Die- ist das erkämpfen von Vertrauen. Man muss mehr als zuvor tun um das System zu stabilisieren. Nur wird das nie funktionieren. Weil einer immer in der Position sein wird mehr für den Anderen da zu sein – und dann wird es sich umkehren. Ein Selbstläufer der die Beziehung ins schwanken bringt.
Der einzige Schutz für eine Beziehung (meine Meinung) die Akzeptanz dass Fehler passieren. Die Anmahnung und die Entschuldigung derer müssen auf gleicher Ebene statt finden. Die Akzeptanz das jeder auf verschiedene Art liebt. Das Vorrang hat das ich liebe und nicht das was ich an Liebe dafür zurück bekomme. Das es Zeiten gibt in denen man für Beide lieben ‚muss‘. Menschen verändern sich und beide müssen die Verantwortung tragen das die Beziehung in ihrer Veränderung Arbeit bedeutet.
Hätte ich eine Beziehung zu Pinkfriends, hätte ich erwartet dass sie mir die Leitung nicht kappen, sondern eine Mahnung schicken. (Zwei, vielleicht sogar drei) Aber das haben Sie nicht. Unabhängig von unserem vorherigen Vertragsverhalten wurde negativ reagiert.
Auch in Beziehungen wird viel zu wenig nach gefragt: “Hey was ist los? Wie geht es dir? Kann ich dir helfen?“ - Jedes „Fehlverhalten“ wird persönlich genommen und unabhängig dessen was war, entsprechend reagiert.
Mein Gefühl jetzt…
M. - Es tut mir leid dass ich nicht –mehr- für dich da war. Ich wünschte es hätte eine Mahnung gegeben.
P.S. Bevor hier ein Aufschrei der verletzten Herzen stattfindet. Ich sprach nicht von Fehlern die eine körperliche oder seelische Verletzung nach sich ziehen. Sondern von den normalen Unzulänglichkeiten die Jedem passieren… wie z.B. Zeitmangel, Gedankenlosigkeit, pers. Egoismus…Alain: Die Macht des Vergessens
24.04.2009, 10:04 Uhr | in Religion und Philosophie | 1 Kommentar
(Philosoph und Schriftsteller)
….Die Veränderung ist die Denkweise des Praktikers. Ein Theoretiker würde sich darauf nicht verlassen, denn in seinen Augen sind Gewohnheiten und Laster eines Menschen etwas tief in ihm fest Eingegrabenes. Die Denkweise der Naturwissenschaft auch auf den Menschen übertragend, gelten ihm dessen Eigenschaften als ebenso unveränderlich wie die Eigenschaften von Eisen und Schwefel. Ich dagegen glaube, dass uns unsere Tugenden und Laster in den meisten Fällen ebenso äußerlich sind, wie es die Natur des Eisen äußerlich ist, geschmiedet zu werden, oder der des Schwefels, zur Herstellung von Streichhölzern und Schießpulver zu dienen. … In jeder Leidenschaft gibt es eine Portion Eigensinn, vor allem aber einen verhängnisvollen Irrtum: wir halten uns nicht mehr für frei. … Diese Illusion – denn dafür halte ich sie – ist natürlich; von dem, was einem fehlt, macht man sich ein falsches Bild. … Die Gewohnheit ist eine Art Idol, das Macht hat durch unseren Gehorsam; und was uns hier täuscht, ist unser Denken; denn was uns nicht möglich ist, zu denken, halten wir auch nicht für möglich, zu tun. Die Einbildungskraft regiert die menschlichen Verhältnisse, nur weil sie sich nicht von den Gewohnheiten frei machen kann; die Einbildungskraft ist nämlich unerfinderich; erfinderich ist allein die Aktion.
Zum besseren Verständnis:
Bsp. 1
Gewohnheit: Der Trinker kann sich ein Leben ohne Trinken nicht vorstellen -er trinkt weiter
Aktion: Er hört auf mit trinken und genießt ein trockenes gesundes Leben
Bsp. 2
Gewohnheit: Mir hat Käse noch nie geschmeckt – also brauch ich den gar nicht kosten
Aktion: Ich koste doch und stelle fest das mir einige von den 100erten Sorten die es gibt an Käse doch schmecken.
Bsp. 3
Gewohnheit: Das war schon immer so, das kann ich nicht - es bleibt wie es ist
Aktion: Mut zum Lernen – Veränderung des ‚Immer‘
M.M. - Natürlich sind Gewohnheiten nicht unbedingt schlechtes. Geben Sie einen doch auch Sicherheit da sie oft mit Regeln des miteinander verknüpft sind. Doch Gewohnheiten die einem selbst und anderen schaden - sollte man als intelligenter Mensch auf geben; zu besseren wandeln. Für sich selbst ; für Andere. Das bedarf Mut … und auch der Mensch der Feigheit nicht mag wird sich eingestehen müssen dass diesen Mut aufzubringen schwer ist und man vielleicht sogar Hilfe braucht. Viele scheinen dazu gar nicht in der Lage. Was jeder damit selbst verpasst … ???
Einige haben das Lebensmotto „Leb dein Leben so als wäre jeder Tag der letzte“ das das nicht geht erklärt sich selbst, da sie mit ihren Gewohnheiten eben diesem Motto im Weg stehen. Oder wer will seinen letzten Tag am Rechner verbringen um von fremden Leuten „angestupst“ werden?
Die Unehrlichkeit in/auf Plattformen
23.04.2009, 09:04 Uhr | in Religion und Philosophie | 6 Kommentare
Wo fängt sie an - wo hört es auf. Ist es doch nur eine Ebene in dem Mann wie auch Frau sich versuchen zu bewerben. Egal ob es für eine zukünftige Beziehung gedacht ist oder nur für Freundschaften. Selbst Menschen die im Profil stehen haben -‚gebunden‘ -versuchen über ihre Aussagen doch nur den momentanen „Marktwert“ auszuloten. Man schaut ob die eigene Welt mit der da ‚draußen‘ noch übereinstimmt. Liegt man im Trend?
Real betrachtet ist es doch traurig das man in heutiger Zeit nicht mehr einfach rausgehen kann und mit Menschen offen ins Gespräch kommt. Auf der einen Seite fehlen das Geld und die Zeit. Aber auf der anderen Seite macht sich doch keiner mehr die Mühe einen Menschen kennenzulernen. Ein Jeder hat doch Angst in Verpflichtungen, die Freundschaften mit sich bringen, zu rutschen. Sind wir doch heute Alle mit Verpflichtungen zugeschüttet. So eine Plattform macht es einfacher zu selektieren mit diesem Menschen auf der anderen Seite passt das Profil und es ist mir ernst und den anderen kann ich im Notfall ganz einfach auf die Ignorier- Liste setzen ohne die Gefahr einzugehen das ich mich erklären muss.
Eigentlich ist das ganze was so eine Plattform bietet sehr widersprüchlich.
Versucht man doch aus seinen eigenen 4 Wänden auszubrechen um damit ehrliche verbindliche Zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Doch in Wahrheit bricht man nicht aus. Man sitzt allein an seinem Computer und führt hier Freundschaftslisten mit Menschen die Hunderte Kilometer entfernt wohnen. Können die Freunde sein? Ich verbinde mit Freundschaft etwas anderes. Nicht nur das gute Verstehen. Nicht das einmalige Treffen.
Das man über diese Form eine große Liebe finden kann weiß ich aus eigener Erfahrung. Und doch steht vorher der gute Verkauf des eigenen Selbst. Aber ist es doch immer gelogen. Fotos sind Schnappschüsse. Eine Sekunde in einem Leben die nicht wiederholbar ist. Kein wirkliches Abbild einer Person. Nur unterstützend für eine Vorstellung des Gegenüber, die man über notierte Aussagen versucht zu beeinflussen.
Doch was spricht das Gegenüber an? Heute muss alles laut, grell und modern sein.
Mein Profil.
Natürlich habe ich ein schönes Foto genommen. Steckt doch auch nur der Wunsch dahinter immer so auszusehen, immer zu gefallen. Die Realität ist anders. Oft fehlt die Zeit sich auf schön zu trimmen. Der letzte Friseurbesuch liegt Monate zurück. Die Augenringe zeugen von einer durchwachten Nacht am Kinderbett. Das will doch keiner sehen. Wenn ich sage das ich nun das 8 Jahr zu Hause bin und H4 beziehe. Welchen Eindruck hinterlässt das. Bin ich faul oder macht man sich wirklich Gedanken darüber -warum ist das so. Nein das ist langweilig. Um bei einem Bsp. zu bleiben steht in einem Profil leitende Angestellte… dann ist das doch schon interessanter. Man fragt nach welcher Branche – möglichweise sogar nur um Kontakte der Kategorie Vitamin B zu knüpfen. Ist es dann nur die „leitende Angestellte eines -kleinen Familienunternehmens-„ stellt sich die Frage war es Lüge oder steckt ein Mensch dahinter der Humor hat.
Ich kann sagen das mein Profil möglicherweise in der gerafften Version meines ‚Ichs ‚ mehr verspricht als was es im Alltag rüberkommen würde. Von außen betrachtet mach ich doch jeden Tag das gleiche. Kinder, Haushalt, Arbeitssuche … Wie langweilig oder doch interessant?
Wie koordiniert handelt der Mensch?
22.04.2009, 14:04 Uhr | in Religion und Philosophie | kein Kommentar
Ich selbst gehöre wohl weniger zu den Menschen die ihr Leben oder ihr Handeln Planvoll angehen. Auch wenn man mir nach sagt Situationen in ihrem Zusammenhang schnell zu erkennen und entsprechend zu handeln. Aber das sagen die anderen. Und darum geht es auch nicht. Ich stand letztens am Fenster denn ich kucke gern aus dem Fenster. (Ich denke ich werde auch eine von diesen „auf dem Fensterbrett ein Kissen liegenden darauf stützenden und gaffenden“ Alten werden)
Es regnet. Und das nicht zu wenig. Ein Auto parkt ein. Eine Frau – schick zurecht gemacht- steigt aus. Bis dahin alles normal. Doch folgendes hat mich hinsichtlich des Wetters irritiert.
Ihr erster Weg war hinten um das Auto rum zur Beifahrer-(!)-tür um ihre Tasche zu holen. Diese tat sie dann auf den Rücksitz der Beifahrerseite um vorne ums Auto herum zum Rücksitz Fahrerseite zu gelangen um dort ihre Jacke zu holen. Danach lief sie wiederum vorne um das Fahrzeug um ihre Tasche zu holen. Danach versuchte sie den Kofferraum zu öffnen, was wohl nicht ging, um dann wieder vor zur Fahrertür zu gehen um diesen wohl zu entriegeln was auch immer. Zurück zum Kofferraum aus dem sie etwas holte das sie auf den Rücksitz Beifahrerseite brachte um dann zurück zum Kofferraum…und es sei noch mal erwähnt es regnete die ganze Zeit…zu gehen um dann endlich einen Regenschirm in der Hand zu halten. Sie schloss das Auto ab ging wiederrum einmal komplett herum um zu überprüfen ob auch wirklich alle Türen zu und sicher verschlossen sind. Dann endlich öffnete sie den Schirm…
Ich wohne in der 4 Etage und ich habe einen Augenfehler bei dem ich nicht wirklich scharf sehen kann und trotzdem könnte ich schwören… den Schirm hätte sie nicht mehr gebraucht… hin ist eben hin. Bis hier hin völlig doof…
Aber vielleicht war dieser Dame auch das Wetter und ihr Aussehen völlig egal und die Türen ihres Wagens und den Schirm öffnete sie nur aus einem vorhandenden Respekt vor Dingen die eine Aufgabe erfüllen. Und dann empfand ich ihr Tun sehr koordiniert. Mit diesem Gedanken hatte sie meinen Respekt.
Ein reger Gedankenaustausch und ein Gespräch beruht immer auf Gegenseitigkeit
21.04.2009, 20:04 Uhr | in Religion und Philosophie | 1 Kommentar
Das funktioniert so. Der eine denkt was und spricht dann sogar genau das aus und der andere hört zu – hier im Falle liest- denkt auch und sagt dann was zurück….usw. 
Stellt sich doch die Frage warum es so schwer ist seinen Gedanken einfach freien Lauf zu lassen. Ist es die Angst sich lächerlich zu machen. Einen dummen Gedanken von sich geben. Etwas Falsches zu sagen. Wobei ich immer der Meinung bin das man in dem Fall nichts Falsches gesagt hat sondern nur das Thema verfehlt hat… Aussagen passen immer irgendwo. Vielleicht sind es auch Quergedanken die ihre Berechtigung haben aufzutreten. Leider gibt sich heute kaum noch jemand Mühe darüber weiter nachzudenken. Es wird als falsch abgetan. Sind es doch nicht aber die Quergedanken die den Weg finden, den Kompromiss schließen und die Welt grauer als schwarz/ weiß zeichnen?
Auch gibt es viele Dinge die der Mensch als Unwichtig darüber nachzudenken abtut. Natürlich kann ein ständiges Nachdenken über Menschen, ihr Tun und Handeln auch anstrengend sein…Und Gedankenlosigkeit ein sehr viel einfacheres Leben bescheren. Aber mir macht es Spaß meine grauen Zellen zu benutzen. Selbst wenn es mich dahin bringt mit Depressionen umgehen zu müssen.
Erst gestern sah ich die Werbung für Deutschländer (Die Würstchen sind bekannt?)Da wird gefragt warum sie so heißen – die Antwort: Weil da das Beste aus Deutschland zusammen kommt. Und dann wird unter anderem aufgezählt das Knackige der ‚Wiener‘ – Folgedanken bei mir: Ist die Wiener nach der Stadt benannt? Und wenn es denn so ist – ist dann diese Werbung nicht national sozialistisch angehaucht?
…
Worauf ich hinaus will. Ich hätte auch einfach google‘n können und das Thema ganz schnell abtun. Auch hätte ich gar nicht darüber nachdenken brauchen …weil es niemanden etwas bringt und auch nichts verändert solange ich dies nur allein denke.
