Ferne
13.12.2009, 16:12 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
die ferne ist ein schöner ort/ doch wenn ich da bin ist sie fort /die ferne ist,wo ich nicht bin/ ich geh und geh und komm nicht hin//
3. Advent
13.12.2009, 00:12 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Vier Kerzen brannten am Adventskranz so still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden!“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von GOTT nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus. Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite, sie sehen nur sich selbst, und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte „Aber – aber, ihr sollt doch brennen und nicht ausgelöscht sein!“ Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!“ Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an!
Kapitulation und Annahme
11.11.2009, 12:11 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar
Kapitulation und Annahme sind wie Verliebtheit und Liebe. Verliebtheit fängt an, wenn wir einem besonderen Menschen begegnen. Für Verliebtheit brauchen wir nur das Objekt unserer Verliebtheit zur Kenntnis zu nehmen. Damit jedoch aus Verliebtheit Liebe wird, bedarf es großer Anstrengungen. Diese anfängliche Verbindung muss langsam und geduldig gepflegt werden, um zu einer anhaltenden, dauerhaften Verbindung zu werden. Das Gleiche gilt für Kapitulation und Annahme. Wir kapitulieren, wenn wir unsere Machtlosigkeit zugeben. Langsam kommen wir zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns die Fürsorge gibt, die wir brauchen. Kapitulation wandelt sich zu Annahme, wenn wir diese Macht in unser Leben lassen. Wir erforschen uns selbst und lassen unseren Gott uns so sehen, wie wir sind. Nachdem wir Gott, wie wir ihn verstehen, Zutritt in unser Innerstes gewährt haben, nehmen wir Gottes Fürsorge noch mehr an. Wir bitten diese Macht, uns von unseren Mängeln zu befreien und uns zu helfen, die Fehler, die wir gemacht haben, wieder gutzumachen. Dann begeben wir uns auf einen neuen Lebensweg, indem wir unsere bewusste Verbindung vertiefen und die stetige Fürsorge, Führung und Kraft unserer Höheren Macht annehmen. Kapitulation kann wie Verliebtheit der Anfang einer lebenslangen Beziehung sein. Um jedoch Kapitulation in Annahme zu verwandeln, müssen wir es Gott, wie wir ihn verstehen, erlauben, jeden Tag für uns zu sorgen. _________________________________________ __________________ Nur für heute: Meine Genesung ist mehr als Verliebtheit. Ich habe kapituliert. Heute werde ich meine bewusste Verbindung zu meiner Höheren Macht pflegen und die stetige Fürsorge dieser Macht für mich annehmen.
so und nich anders
05.11.2009, 13:11 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Es gibt Leute, deren Herzen gerade in dem Grad einschrumpfen, als ihre Geldbörsen sich erweitern.“ -------------------------------------- „Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert.“ ----------------------- ------- Aldous Huxley
Heilung
17.10.2009, 00:10 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Wie leicht ist es, anderen die Schuld für unsere Probleme zu geben. „Schau, was er macht ...“; „Seit Stunden warte ich auf dich ...“; „Warum ruft sie nicht an?“; „Wie glücklich wäre ich, wenn er sich ändern würde ...“ Oft sind unsere Vorhaltungen berechtigt. Wir fühlen uns verletzt und frustriert. In solchen Augenblicken glauben wir, wir könnten uns von Schmerz und Frustration befreien, wenn wir die andere Person dazu bringen, das zu tun, was wir wollen, oder wenn wir das von uns gewünschte Ergebnis erzwingen. Doch diese für uns schädlichen Trugschlüsse legen die Macht über unser Leben in die Hände anderer. Das nennen wir Co-Abhängigkeit. Die Befreiung von unseren Schmerzen und Frustrationen, die vielleicht durchaus berechtigt sind, geschieht dann, wenn wir unsere eigenen Gefühle anerkennen. Wir spüren die Wut, den Kummer; dann lassen wir diese Gefühle los und finden zur Ruhe – in uns selbst. Wir wissen, dass unser Glück nicht von einem anderen Menschen abhängt, auch wenn wir uns das früher eingeredet haben. Das nennen wir Akzeptieren. Sodann erkennen wir, dass wir unsere Situation zwar gern verändert sehen würden, dass unser Leben aber vielleicht aus einem bestimmten Grund seinen Lauf nimmt. Vielleicht ist ein tieferer Sinn im Spiel, ein Plan, der besser ist, als wir ihn uns hätten ausdenken können. Das nennen wir Glauben. Nun beschließen wir, was zu tun ist, was wir unternehmen können, um Sorge zu tragen für uns selbst. Das nennen wir innere Heilung. Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen; lohnender ist es, sich an die eigene Brust zu schlagen. Heute werde ich meinen Schmerz und meine Frustration bewältigen, indem ich mit meinen Gefühlen umgehe.
Alleine
12.07.2009, 23:07 Uhr | in Das Leben | 12 Kommentare
Alleingelassen zu werden, ist für viele so ungefähr das Schlimmste, Angst einflößendste, was sie sich vorstellen können. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben uns gelehrt, Alleinsein mit Verlassensein gleichzusetzen, wenn nicht mit Bestrafung. Also tun wir, was immer wir tun müssen, um eine Trennung von der Gruppe zu vermeiden. Und wenn niemand sonst in der Nähe ist, geben wir uns mit einem Gesicht im Fernsehen oder einer Stimme im Radio zufrieden – mit allem, bloß nicht mit unserer eigenen Gesellschaft. Doch berauben wir uns selbst einer Chance, wenn wir vor dem Alleinsein fliehen. So verständlich unsere Angst vor der Einsamkeit sein mag: nur in der stillen Zurückgezogenheit sind wir fähig, mit dem geistigen Auge zu schauen. Nur in vollkommener Ruhe können wir in den Spiegel unserer Schönheit und unserer Wahrheit blicken. Es mag tatsächlich Übung notwendig sein und nicht wenig Mut – aber wir können lernen, die Abgeschiedenheit zu lieben. Wenn wir bereit werden, mit unserem besten Freund: mit uns selbst, die Zeit zu verbringen, brauchen wir niemals mehr einsam zu sein. Ich will heute einige stille Stunden mit mir selbst verbringen. Ich kann lernen, keine Angst mehr zu haben vor meiner eigenen Gesellschaft.
verzeihen geschieht
10.07.2009, 12:07 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Verzeihen ist ein natürlicher Prozess, der in dem Moment geschieht, in dem wir lösen, was sich hinter unserer Verletzung verbirgt. Es ist kein aktiver Vorgang, weshalb alle Anstrengungen des Verstandes und des Herzens vergebens sind, solange man die Ursache für das eigene Leid im Außen sucht. Alles, was in unserem Leben geschieht, hat einen tieferen Sinn und wir haben eine innere Resonanz dazu, mit der wir die verletzende Situation angezogen haben.
