Cora meine große Liebe oder es nimmt ein schlimmes Ende

16.07.2011, 09:07 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar

Cora meine große Liebe

oder

es nimmt ein schlimmes Ende

 

 

eine Geschichte über ein süßes Mädchen, was meine Freundin war

 

 

 

geschrieben von Tommy

 

 

 


 

 

 

*Die Namen der Personen wurden frei erfunden, sämtliche Übereinstimmung oder Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen rein zufällig.

 

Epilog

 

 

 

 

 

Kapitel 1        &n bsp;    Ich flirte mit Cora

 

Es ist der 30.Juli, ich kam gerade von Hannahs Besuch zurück und genoss bei diesem schönen Wetter, die Sonne, denn sie schien an diesen Tag mit voller Macht und so beschloss ich einen Abstecher in die Innenstadt zu machen. Irgendwie bekam ich bei der Hitze einen mächtigen Durst und setzte mich am Domplatz in ein Bierlokal, was „ Zur Linde“ hieß. Ich bestellte mir einen Cappuccino, zückte mein Notizbuch und meinen Stift. Ich schrieb ein wenig Hannahs Erlebnisse von ihrem Urlaub in Stichpunkten auf und beobachte das Geschehen um mich herum. Nach einer Weile setzte sich eine gut aussehende Frau zu mir an den Tisch. Auch sie bestellte sich was Kaltes bei der Hitze. Sie beobachtete mich, was ich denn da so schrieb. Ich lächelte sie immer wieder an und so kamen wir ins Gespräch. Sie fragte mich was ich denn so spannendes aufzuschreiben hätte und ich erzählte ihr kurz und knapp, dass ich sehr gerne schreibe und dies Aufzeichnungen seien, die ich erlebt hatte, die ich später für meine Geschichten verwenden würde. Irgendwie hatte ich sie neugierig gemacht und sie wollte nun wissen was das denn für Geschichten seien. Ich nahm ein Schluck aus der Tasse und erzählte dann ihr, dass es um eine Geschichte gehe, die ich mir ausgedacht hatte, aber einen wahren Hintergrund hätte. Sie wollte unbedingt diese Geschichte lesen und nahm eine Serviette aus dem Halter und kritzelte ihre Mailadresse rauf. Ich bedankte mich und sagte ihr, dass ich ihr diese Geschichte zukommen lassen werde.

Nach einer Weile stand sie auf verabschiedete sich von mir gab mir einen Kuss auf die Wange und ging davon. Ich schaute ihr noch einen Augenblick hinterher. Als ich fertig mit meinen Aufzeichnungen war und den Cappuccino genüsslich geschlürft hatte, bezahlte ich meine Rechnung und bummelte weiter durch die Stadt. Nach einiger Zeit kehrte ich dann wieder nach Hause zurück. Ich holte aus meiner Hosentasche die Serviette und schrieb ihr eine Mail mit der Geschichte als Anhang. Ich wünschte ihr noch viel Spaß beim lesen. Später am Abend, kam eine Mail von ihr. Sie war von der Geschichte überwältigt, einfach nur schön sagte sie. Ich hatte gar nicht nach ihren Namen gefragt, viel mir so nebenbei ein, aber das war erst mal unwichtig. Wir schrieben uns dann täglich und sie wollte mich unbedingt wieder sehen. Leider wohnte sie nicht hier in der Stadt und war nur zu Besuch gewesen, denn sie hatte sich einige Sehenswürdigkeiten angeschaut, die es hier in der Stadt reichlich gab. Ich schlug ihr vor sie zu besuchen, wenn sie es denn möchte, aber sie hatte eine viel bessere Idee. Da ihr die Stadt so gefallen hatte und sie die Berge liebte, wollte sie mich unbedingt wiedersehen. Wir schauten in den Kalender und sie meinte, das erste Wochenende im September sehe gut aus und so war dies eine beschlossene Sache. Ich freute mich sie wieder zu sehen.

Wir chatteten nun jeden Tag per MSN und ich schrieb ihr immer kleine Gedichte per Mail, die Cora mit Genuss lass. Sie erzählte mir, dass sie in Schichten arbeitete und fast kein Wochenende frei bekäme, aber Cora , so hieß die junge Frau, wollte mich unbedingt wieder sehen und mich richtig kennen lernen. Da Cora selten mit de öffentlichen Verkehrsmittel fuhr, beschloss ich sie von zu Hause abzuholen. Sie freute sich schon auf das gemeinsame Wochenende mit mir und es gab noch so vieles zu entdecken, was Cora noch nicht an Sehenswürdigkeiten in der Stadt gesehen hatte.

Das Wochenende rückte immer näher und ich wurde immer aufgeregter. Ihr ging es nicht anders, sie war zwar spontan, aber ein Wochenende allein mit einem fremden Mann, dass war schon etwas anderes. Ich beruhigte sie und nahm ihr die Angst. Also mache ich mich auf, um sie am Samstag früh abzuholen. Ich war so was von aufgeregt sie zu treffen, obwohl ich ja in Erfurt im Kaffee damals getroffen hatte. Also setzte ich mich ins Auto und fuhr die hundert Kilometer, Richtung „Saalepark“, wo ich sie abholen sollte. Dort angekommen, besorgte ich noch eine schöne einzelne Rose mit trapiertem Beiwerk und warte auf sie. Nach einer viertel Stunde kam sie und ich nahm ihr die schwere Tasche ab und überreichte ihr die Rose, die noch heute getrocknet bei mir in einer Vase steht. Sie lächelte mich an und gab mir einen Kuss auf die Wange. Nachdem wir uns begrüßt hatten setzen wir uns ins Auto und es ging in Richtung Erfurt. Auf einen Rastplatz vor Jena hielten wir noch mal an und genossen die schöne Aussicht mit den Bergen des Thüringer Waldes im Hintergrund. Sie war begeistert von diesem Panorama. Als wir nach einer Stunde bei mir ankamen, zeigte ich Cora mein kleines Reich und wir machten uns erst ein Mal bequem. Sie war überrascht von meiner Wohnung, die ja nur ein Zimmer darbot. Ich hatte nie ihr erzählt, dass ich eine große Wohnung hätte, nur das ich zwei Betten hätte. Sie meinte nur: „Aber gemütlich ist es hier“, und ich lächelte sie an. Da Cora erst heute früh aus der Nachtschicht kam, schlief sie kurz in meinem Bett ein. Ich machte noch ein paar Besorgungen und kehrte nach einer Stunde zurück.

Nach dem sie wieder wach wurde, beschlossen wir beide, in die Stadt zu gehen und ich zeigte ihr meine Stadt mit den wunderschönen Aussichten vom Petersberg. Wir machten auch halt in den Kaffee, wo wir uns das erste Mal kurz trafen und bestellten uns ein Cappuccino, wie damals. Sie lächelte mich an und ich musste an unser erstes kurzes Treffen hier denken. Sie nahm meine Hand und gab mir dann einen Kuss. Nach dem Ausflug ins Kaffee schlenderten wir noch über die Märkte. Nach dem Stadtrundgang aßen wir erst mal etwas und gingen wieder nach Hause, denn Cora war etwas müde geworden.

Als wir beide zu Hause wieder angekommen waren, machten wir uns beide erst mal ein Kaffee und Cora begann mit mir zu schmusen. Ich fand es schön und ließ es geschehen. Nebenbei lief eine DVD im Fernsehen „Fanaa“, ein Liebesfilm ala Bollywood, der zur Stimmung passte. Wir waren mehr mit uns beschäftigt, als uns den Film, der im Hintergrund lief, anzuschauen. Am Abend gingen dann noch durch das nächtliche Erfurt und es sah wunderschön aus. Ich war immer noch ein bisschen schüchtern, aber das hatte Cora schon längst bemerkt. Sie nahm meine Hand und fasste sie fest an. Wir schlenderten dann noch einmal zum Dom, der wunderschön beleuchtet war. Nach unserem nächtlichen Trip, gingen wir nach Hause und da wir müde waren, beschlossen wir ins Bett zu gehen. Cora wollte noch etwas schmusen und ich erwiderte zögerlich ihre Zuneigung, obwohl ich noch sehr zurückhaltend war. In dieser Nacht schliefen wir dann getrennt von einander ein. Sie nahm mein Teddy und kuschelte sich in ihrer Decke ein. Am nächsten Morgen, es war Sonntag, blieben wir erst mal im Bett und frühstückten dort. Ich holte ein paar Sonntagsbrötchen vom Bäcker und bereitete schnell das Frühstück für uns zwei. Wir beide schmusten noch bis zum Mittag im Bett. Gegen vierzehn Uhr machten wir uns dann beide auf die Heimfahrt und ich brachte Cora nach Hause, denn sie musste ja morgen wieder arbeiten. Wir küssten uns zum Abschied noch einmal und ich fuhr alleine, aber überglücklich und verliebt wieder nach Erfurt zurück.

Nachdem ich sie am Sonntag nach Hause gebracht hatte, telefonierten wir noch ein wenig. Sie hatte genau so Schmetterlinge im Bauch, wie ich. Wir chatteten jeden Tag und ich bekam jeden Tag von ihr eine Liebesmail. Folgendes schrieb sie: „ Mein lieber Sonnenschein, ich hab solche Sehnsucht nach Dir. Was würde ich geben wieder in deinen Armen zu liegen und deinen Atem zu spüren.“ In vierzehn Tagen wollten uns wieder treffen. Wir fieberten auf dieses Wochenende schon hin. Unsere Sehnsucht zu einander war groß. Sie meinte dann zu mir: „Wenn ich wieder zu dir komme gibt es nicht nur Händchen halten, da bist du fällig und es gibt auch keine Ausreden mehr!“ Ich konnte kaum diesen Freitag erwarten. Cora erging es genau so. Die zwei Wochen dehnten sich, wie Kaugummi. Am nächsten Wochenende besuchte ich ein letztes Mal Hannah. Dies hatte ich mir schon sehr lange vorgenommen, denn es war unser Jahrestag. Ich kannte Hannah nun ein Jahr. Cora wusste von diesem Besuch und wünschte mir ein schönes Wochenende mit Hannah und den Kids, was ich auch hatte. Als ich zurückkam von Hannah, erzählte ich Cora, wie sehr ich sie liebte und das sie mir fehlte. Es war wieder Wochenende, Ende September und ich holte Cora von zu Hause ab. Wir beide wollten wieder das Wochenende zusammen verbringen. Sie sagte zu mir: „Das ganze Wochenende gehörst du mir, mir alleine.“ Ich stieg in mein Auto und führ Richtung Leipzig. Sie erwartete mich schon, als ich ankam. Wir umarmten uns beide und waren überglücklich. Ich gab ihr einen Kuss und Cora erwiderte ihn. Nachdem wir in Erfurt angekommen waren, Cora schlief immer auf der Autofahrt ein, beschlossen wir erst einmal einkaufen zu gehen, denn ich hatte kaum etwas im Kühlschrank. Danach gingen wir noch etwas shoppen, denn ich brauchte unbedingt neue Klamotten. Wir beide hatten bei ihren letzten Besuch erst einmal meinen Kleiderschrank ausgemistet. Es hatte sich all die Jahre so viel angesammelt. Fünf blaue Säcke voll alte Kleider und Bettwäsche sortierten wir aus. Ich brachte sie runter zum Altkleidercontainer. Mein Lieblingsladen „New Yorker“ war genau die richtige Adresse für neue Klamotten. Wir schauten uns um und Cora suchte für mich was Nettes heraus. Geschmack hatte sie ja. Mir gefiel, was Cora aussuchte und so kaufte ich die Kleidungsstücke, die Cora für mich ausgesucht hatte.

Als wir wieder zu Hause angekommen waren, aßen wir erst einmal ihre mitgebrachte Käsesuppe. Sie schmeckte mir wunderbar. Nachdem wir die Suppe eingenommen hatten, besuchten wir auf Wunsch von Cora, meine Eltern. Nach dem Besuch bei meinen Eltern, es war schon etwas spät geworden, unterhielten wir uns beide noch. Im Hintergrund lief die „Blue Lagoon“ DVD. Von dem schönen Film bekamen wir wieder nicht viel mit, da ich und Cora wieder sehr beschäftigt miteinander waren. Wir liebten uns bis spät in die Nacht hinein. Gegen ein Uhr gingen wir beide noch mal baden, was ich in meinem Leben noch nie um diese Uhrzeit getan hatte. Cora war überglücklich. Danach schlief sie in meinem Armen ein. Am nächsten Morgen, es war ein wunderschöner sonniger Tag, wachten wir beide engumschlungen auf. Ich zog mich schnell an und holte die Sonntagsbrötchen um die Ecke, vom Bäcker. Als ich zurückkam, bereite ich, wie immer, das Frühstück Schnell noch Kaffe gekocht und der Start in den Tag konnte mit einer heißen Tasse Kaffe und ein Sonntagsbrötchen beginnen. Im Hintergrund erklangen, wie jeden Sonntagmorgen, die Glocken der Kirchen von Erfurt. Sie schaute mich verliebt an. Ihr Blick war so süß und wir beide waren überglücklich. So verging auch dieser Sonntag und ich brachte Cora wieder nach Hause. Ich gab ihr noch ein Abschiedskuss und fuhr mit einem kleinem Lächeln im Gesicht in Richtung Erfurt, nach Hause.

An den folgenden Tagen unterhielten wir uns am Telefon bzw. über den Messenger. Ich schrieb ihr, wie immer kleine Gedichte ins Gestebuch. Cora war so verliebt in mich und hatte schon wieder Sehnsucht nach mir.

Cora hatte eine Überraschung für mich geplant und ich liebte Überraschungen. Ich hatte zwar keinen Plan, mit was sie mich überraschen wollte, aber ich musste abwarten. Wenige Tage später stellte sich heraus, dass sie die Überraschung sei und ich war verblüfft. Sie hatte für den kommenden Sonntag frei bekommen und wollte mich wieder besuchen, da sie so solche Sehnsucht nach mir hatte. Es war Sonntagfrüh, ich war gerade aufgewacht, klingelte mein Handy und Cora wünschte mir einen „Guten Morgen.“ Ich war erfreut, ihre Stimme zu hören und sie sagte mir: „Nun kannst du mich ja abholen, ich steh auf dem Bahnsteig hier ganz alleine und warte auf Dich.“ Schnell wie der Blitz, war ich in meiner Hose geschlüpft und beeilte mich so schnell es ging und lief in Richtung Bahnhof. Da stand sie nun, ganz alleine und ich begrüßte sie, in dem ich sie umarmte und küsste. Ich sagte nur: „Deine Überraschung ist Dir voll geglückt“ Dann nahm ich ihre Tasche und wir beide gingen dann zu mir nach Hause. Die wenigen Stunden, die wir einander hatten, genossen wir in vollen Zügen. Ich war total glücklich in diesen Stunden und Cora erging es ebenfalls so. Das konnte ich ihn ihren glücklichen Augen sehen. Die Zeit ging viel zu schnell um und ich musste Cora am Abend wieder zum Bahnhof bringen und wir verabschiedeten uns. Ich gab ihr noch ein Abschiedskuss und winkte ihr noch zu, bis ich sie nicht mehr sah.

Als sie zu Hause ankam, rief sie mich noch schnell an, dass sie gut angekommen sei und ich war beruhigt. Ich sagte ihr, dass ich sie sehr liebe.

Ihr Urlaub rückte auch immer näher, sie flog in ihrem Urlaub in die Türkei, denn diese Reise hatte sie schon vor unserem Kennenlernen gebucht. Irgendwie hatte sie keine Lust, dort hinzufliegen, ohne mich. Ich ermunterte sie diese Reise anzutreten, denn sie brauchte diese Auszeit um sich von ihren harten Job zu erholen. Sie freute sich schon auf ihren Urlaub und irgendwie ging es ihr nicht gut vor dem Abflug. Sie hatte sich eine kleine Erkältung zugezogen. Am Vortag des Abfluges rief sie mich noch mal an und ich wünschte ihr einen schönen erholsamen Urlaub. Gern würde ich dabei sein, aber das ging ja nicht, denn ich musste ja mein Job nachgehen.

Einige Tage später hatte Cora Geburtstag. Da sie ja in der Türkei war, feierte sie ihren Geburtstag mit ihrer Freundin. Ich hatte schnell eine Rose besorgt und das Parfüm, welches sie sich gewünscht hatte.

 

Sehnsucht

Es ist nasskalt und es regnet hier und du liegst am Strand

und bist gesegnet, von der warmer Sonne umgeben.

Ich schaue mir Deine Bilder an und küsse Dich in meinem Träumen,

ganz sanft berühre ich deine braune Haut.

ich liebe dich über alles und du mich hoffentlich auch.

 

Ich kann kaum erwarten dich wiederzusehen,

denn du fehlst mir sehr.

Wenn du wiederkommst aus dem sonnigen Paradies,

liebe ich dich jeden Tag, dass du für mich da bist,

ein kleinwenig mehr.

 

Vierzehn Tage später kam sie zurück aus dem Urlaub und ich freute mich schon riesig darauf, sie wieder in meinen Armen zu halten. Leider wurde unsere Wiedersehensfreude etwas betrübt, denn als Cora zurück aus dem Urlaub kam, wurde sie erst richtig krank. Es war eine Grippe vom feinsten, mit all ihren Symptomen und es hatte eine Woche gedauert, bis sie wieder ok war. Ich gab ihr noch ein paar Tipps, wie sie schnell wieder gesund werden würde und ich machte mir natürlich auch Sorgen. Hoffentlich, so dachte ich ist sie dann wieder gesund, wenn wir uns am Wochenende wieder treffen würden, aber ich war ja, wie immer, optimistisch.

In unserer Stadt wurden schon die ersten Weihnachtsmärkte aufgebaut und die Schaufenster der Läden in der Innenstadt waren, wie jedes Jahr um Weihnachten schön dekoriert. Das Wochenende kam immer näher und ich freute mich riesig auf Cora.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 2         Es kündigt sich Nachwuchs an

 

Ich holte Cora, wie immer von zu Hause ab. Sie freute sich, mich nach vier Wochen wieder zu sehen. Ich gab ihr einen langen Kuss, denn ich hatte sie vier Wochen lang nicht gesehen. Auch Cora verbrannte fast vor Sehnsucht. Ich nahm ihr, wie immer ihre Tasche ab und griff nach einem Beutel. Schnell sagte Cora: „Das sind deine Geschenke zum Geburtstag und weil du immer so neugierig bist, werde ich die Geschenke bei deiner Mom deponieren.

Als wir bei mir zu Hause ankamen, ruhten wir uns erst mal aus und ich machte mich wie immer wenn Cora bei mir war, in der Küche nützlich, denn ich wollte sie immer verwöhnen.

Sie zeigte mir ein paar Bilder aus dem Urlaub, die sie gemacht hatte. Ich betrachtete mir die Bilder und bemerkte wie hübsch Cora eigentlich war. Wir spazierten über den Domplatz wie wir das immer machten, leider war der Weihnachtsmarkt zwar noch nicht offen, aber die weihnachtliche Atmosphäre war schon da. Ich liebte die Zeit um Weihnachten sehr. An diesem Wochenende liebten wir uns natürlich auch. Ich begehrte sie sehr und ihre Hingabe war eine Augenweide. An diesem Wochenende geschah etwas, von ich etwas später näher eingehe, aber zu diesem Zeitpunkt waren wir beide noch ahnungslos. Das ganze Wochenende ging immer viel zu schnell vorbei und ich brachte Cora wieder nach Hause. Dort angekommen, verabschiedete ich mich von ihr mit einem Kuss und wir lagen uns noch eine Weile in den Armen. Irgendwie wollte ich nicht loslassen, was auch verständlich war. Mit einer Zufriedenheit gab ich Cora noch einen Kuss und fuhr wieder los, Richtung Erfurt.

 

Vor vier Wochen hatte Cora Geburtstag, nun war ich an der Reihe. Wieder ein Jahr älter. Von Cora bekam ich ein wunderschönen Elviskalender und etwas Süßes, so wie ich es immer bin, wie sie es immer sagte. Leider konnte sie nicht persönlich an meinem Geburtstag da sein, da sie noch krank war und mich nicht anstecken wollte. Das ging schon in Ordnung, meinte ich zu ihr. Sie rief mich am Abend an und gratulierte mir. Hannah hatte mich auch nicht vergessen und so bekam ich von ihr zum Geburtstag ein Paket. Ich öffnete es und ein wunderschöner Elviskoffer kam zum Vorschein. Das war ideal für meine Elvisplatten und ein Hinkucker.

Cora ging es seit ihrer schweren Krankheit schon viel besser und sie vermisst mich unendlich. Wir haben Anfang Dezember und ich besuchte Cora schnell nach der Arbeit in Leipzig. Wir fuhren zu meiner Oma und tranken dort Kaffee, danach machten wir einen romantischen Spaziergang am Gotthardteich der Stadt. Es war schon dunkel und es gab wunderbare Nischen am Teich, wo wir ungestört waren. Ich küsste sie und sie erwiderte meine Küsse. Wir beide waren in diesem Moment so glücklich. Leider musste ich auch wieder nach Hause, gern wäre ich auch länger geblieben, aber auch Cora musste am  nächsten Morgen wieder früh raus. So brachte ich Cora nach Hause, wo ich mich von ihr mit einem langen Kuss verabschiedete. Ich war in diesem Moment, der glücklichste Mensch und Cora erging es genau so. Wir beide waren spontan. Dann setzte ich mich in mein Auto und für überglücklich wieder nach Hause.

Wenige Tage später, ich glaub es war ein Freitag, Anfang Dezember, bekam Cora eine Impfung, die sie nicht vertrug. Ihr war total übel und sie bekam Fieber. Es dauerte einige Tage bis sich Cora von der Spritze erholte.

Kurz vor Weihnachten besuchte mich Cora wieder einmal in Erfurt. Ich war natürlich sehr erfreut. Ich holte sie, wie immer von zu Hause ab. Sie hielt während der Rückfahrt nach Erfurt meine Hand, was sie immer machte. Sie war so verliebt in mich, das spürte ich, wenn ich immer in ihrer Nähe war. Bei mir angekommen, ruhten wir uns erst mal aus, denn Cora strengte die Autofahrt immer an. Danach schlenderten wir über den nun eröffneten Weihnachtsmarkt mit all seinen vielen Attraktionen.

Beim Nachhauseweg fragte sie mich auf der „Langen Brücke“, „möchtest du mal Kinder haben“ und ich gab ihr eine spontane Antwort: „Eigentlich, so glaub ich bin ich da zu alt zu.“ Cora verzog ihr Gesicht und meine dann nur: „wenn es passiert, werden wir es wissen“. Zu diesem Zeitpunk war Cora schon längst schwanger, aber ich erfuhr es erst nach ihrem Besuch zu Weihnachten. Sie hatte Angst, wie ich darauf reagieren würde und deshalb fragte sie mich auf der „ langen Brücke“ nach dem Kinderwunsch. Ich selber hatte gar nicht begriffen, was los war. So sind manchmal Männer, kapieren gar nix, wenn die Liebste es so unverblümt sagt. Am Montag, ich war noch auf der Arbeit, kochte Cora mir ein wunderschönes Mittagessen, denn kochen konnte sie ja schon immer gut. Danach besorgten wir noch bei OBI einen Weihnachtsbaum mit sämtlichen Utensilien die man dazu braucht für ein schönes Weihnachtsfest. Um auch Mom eine Freude zu machen, kauften wir auch ihr einen kleinen niedlichen Weihnachtsbaum. Zu Hause wieder angekommen, schmückten wir den kleinen niedlichen Baum mit den roten Kugeln und der goldenen Girlande. Zum Abschluss bekam er noch eine rote Spitze und elektrisches Kerzenlicht. Er sah phantastisch aus. Nun machte sich Cora an den Weihnachtsbraten und ich half ihr dabei. Es gab Ente mit Rotkohl und Kartoffeln, denn Klöße mochte sie nicht.

Der Entenbraten schmeckte hervorragend. Danach gab es die weihnachtliche Bescherung. Wir zogen das Weihnachtsfest etwas vor, da Cora am heiligen Abend wieder arbeiten musste, so wie ich auch. Cora schenkte mir ein wunderschönes Modellauto, den mein Modellauto war ja kurze Zeit vorher kaputt gegangen und eine wunderschöne Uhr mit einem Elvisbild, welche phantastisch aussah. Von mir bekam sie einen Anhänger, ein geteiltes Herz. Ein Teil des Herzen trug ich an einer Kette und sie den anderen. So waren wir immer verbunden. An diesem Tag waren wir einfach glücklich und ich stelle mir vor, dass es immer so sein könnte.

Am nächsten Tag, es war ein Tag vor Weihnachten, verabschiedete sich Cora von mir. Ich brachte sie noch zum Bahnhof. Denn ich selber musste arbeiten, es war Schnee über Nacht gefallen, den ich und meine Kollegen wegräumen mussten. Ich gab ihr noch einen Kuss und sagte ihr: „Ich liebe Dich“.

Es ist Weihnachten und Cora schrieb mir das sie schwanger sei. Ich musste erst einmal das ganze verarbeiten und freute mich mit ihr. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen. Nun werde ich auch endlich Papa und bin stolz darauf.

Nun werden viele Veränderungen auf uns Beide zu kommen. Ich werde Papa, ich kann es noch nicht glauben. Cora hat nun jeden Morgen mit der Übelkeit zu kämpfen und ich leide mit ihr. Gern würde ich ihr helfen oder ihre Übelkeitsanfälle abnehmen, was ja nicht geht. Ich dachte so oft an sie.

Meine Mutter war im ersten Moment nicht so begeistert. Sie hatte ihre eigene Meinung dazu, was Cora sehr verunsicherte. Ich führte mit Cora ein langes Gespräch und ihre Stimmung glich einer Achterbahn mit vielen „up and downs“. Hannah meinte: „Das wäre normal, wenn man schwanger sei.“ Aber so extrem hatte ich es mir nie vorgestellt, ich hatte auch keine Erfahrungswerte in dieser Sache. Nach diesem Gespräch hatten wir zwar immer noch kein der Probleme gelöst, aber Hannah war wieder mit von der Partie. Cora hätte es gemerkt, wie sehr ich an der Freundschaft zu Hannah gehangen hatte. Sie sagte zu mir: “Zu Sylvester komme ich nicht, ich will das nicht.“, natürlich war ich traurig, aber was sollte ich machen, ich akzeptierte ihr Meinung. Eine Woche später, es ist kurz vor dem Jahreswechsel, stürzte Cora beim spazieren gehen mit ihrem Hund Bolle. Als sie mir dies am Abend erzählte, beunruhigte mich der Vorfall ein wenig. Ich hatte Angst, dass sie sich beim Sturz was getan hatte und vor allem wegen dem Baby machte ich mir große Sorgen.

Sylvester, der letzte Tag des Jahres 2009. Dieses Jahr, wenn ich zurückblicke, was war das für ein Jahr.

So abwechslungsreich, vom gebrochenen Herzen im Februar bis hin zur großen Liebe und der Höhepunkt ein gemeinsames Kind mit Cora! Sie fehlte mir sehr. Wenige Tage nach Sylvester, es musste der 2. Januar gewesen sein, bekam Cora plötzlich und unerwartet große Schmerzen im Unterleib. Cora erzählte Hannah davon und das sie Schmierblutungen hätte. Natürlich sagte mir Hannah nichts davon, da ich mir noch mehr Sorgen gemacht hätte. Sie leidet, krümmt sich vor Schmerzen und ich bin nicht an ihrer Seite. Gegen 22:00 Uhr kam der Krankenwagen und brachte sie ins Krankenhaus. Ich schrieb mich ganz kurz mit ihrem Vater und er meinte: „ Es sehe nicht gut aus, denn Cora hatte Blutungen, die schlimmes ahnen ließen. Ein Tag später kam dann auch die traurige Nachricht von Cora, sie hatte unser Baby verloren und gab sich selbst die Schuld. Ich versuchte sie zu trösten, wo ich nur konnte. Ich selber war sehr traurig und konnte all dies nicht begreifen.

Zwei Tage später war Cora wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, Ihre Stimmung war auf dem Tiefpunkt und immer wieder gab sie sich selbst die Schuld an dem Unglück. Bei unserem Videochat sah sie sehr mitgenommen aus. Ich gab ihr tröstende Worte mit auf dem Weg.

Auch ihre Frauenärztin, die sie untersuchte, meinte zu ihr, es sei alles ok und sie könne wieder Babys bekommen. Als sie wieder zu Hause war, sagte sie mir, dass sie sich so sehr ein Baby von mir wünschte. Cora meinte es was später zu mir, dass wir beide nach vorne sehen müsste und hatte auch wieder ein kleines Lächeln auf den Lippen. Es ist Ende Januar, und der Winter wollte auch diesmal nicht so recht gehen, wie all die Jahre. Ich sehnte mich nach dem Frühling und ein bissel Wärme und Cora schrieb mir das sie mich vermiste und sie am Wochenende wieder zu mir käme. Ich freute mich riesig, wie immer wenn Cora kam. Sie sagte mir dann, ich bring dir eine Überraschung mit. Ich grübelte ein wenig nach, aber ich kam nicht drauf, was sie mit der Überraschung meinte. So beließ ich es und machte mir deshalb keine Gedanken.

 

 

Kapitel 3  ein schreckliches Ende

 

 

Das Wochenende kam immer näher und ich lenkte mich ein wenig mit der Arbeit ab. Über Nacht war es wieder zu heftigen Schneefällen gekommen, so dass meine Arbeitskollegen und ich sehr früh rausrücken mussten, um die weiße Pracht zu beseitigen. Am Freitag übermittelte mir dann Cora einen Einkaufzettel, den sie mir per MSN schrieb. Ich staunte nicht schlecht, was ich  für ein romantisches Wochenende so alles besorgen sollte.

Am späten Abend holte ich dann Cora wieder von zu Hause ab und welch eine Überraschung, da schauten mich zwei schöne Augen von unten herauf an. Ich kniete mich herunter und begrüßte den kleinen Streuner. Ersah so niedlich aus, wie mein Teddy, den ich damals Cora geschenkt hatte, wenn ich nicht bei ihr sein konnte. Cora machte ihren kleinen Liebling auf der Rückbank des Autos fest und danach begrüßten wir uns erst einmal mit einer innigen Umarmung und zärtlichen Küssen. Bei der Kälte wurde mir gleich warm, denn Cora zerstreute eine wohlige Wärme, so dass mir ganz warm wurde. Nach dem wir uns erst einmal begrüßt hatten, fuhren wir los Richtung Erfurt. Sie hielt die ganze Zeit während der Fahrt meine Hand. Kurz vor Jena machten wir, wie immer noch mal Pause. Die Berge sahen mit ihren Schnee aus, wie Zuckerguss, himmlisch und phantasievoll aus. Ich träumte schon wieder. Nach dieser kurzen Rast ging dann  zu mir nach Hause. Dort angekommen, eroberte Bolle erst mal sein neues Reich. Ich nahm Cora in die Arme und sah in ihren tiefen blauen Augen. Sie lächelte mich an und gab mir einen Kuss.

An diesen Abend sprachen wir auch über unsere Zukunft, ich wollte so schnell wie möglich in ihrer Nähe ziehen, aber sie meinte: „So ein großen Schritt soll überlegt sein und du darfst das nicht überhasten“ Wir redeten noch lange bis spät in die Nacht, bei einem Glas Wein über unsere Zukunft. Es war schon spät geworden und wir beide kuschelten noch ein wenig im Bett, bis uns die Müdigkeit überkam und uns in die Phantasiewelt der Träume mitnahm.

Am anderen Morgen, erwachte Cora aus ihren Träumen und ich hatte schon das Frühstück vorbereitet, da ich ja immer etwas eher wach wurde, ging ich zum Bäcker und nahm den Hund gleich mit. Als ich wieder kam überraschte ich Cora mit einem leckeren Frühstück und sie gab mir einen zärtlichen Kuss auf meiner Brust.

Am Nachmittag, wir machten noch ein Spaziergang in der Innenstadt, fuhr ich Cora wieder nach Hause. Sie hielt während der Fahrt, wie immer meine Hand und als wir nach eineinhalb Stunden bei Ihr zu Hause ankamen, Gab ich ihr noch ein Kuss und machte mich wieder, mit einem Lächeln im Gesicht, nach Hause.

Es wurde nun langsam Frühling und ich brauchte wegen des unberechenbaren Schneefalls, der nun ausblieb, nicht mehr raus. Das freute mich sehr, denn so konnte ich auch mal wieder im voraus planen.

Es war Ostern und ich machte Cora den Vorschlag mit mir Hannah zu besuchen. Erst sträubte sich gegen mein Vorschlag, da sie immer noch gewisse Vorurteile gegenüber Hannah hatte. Ich nahm Ihr irgendwie die Angst und fragte Bei Hannah telefonisch an. Hannah war natürlich von meinem Vorschlag sehr begeistert.

Cora hatte es irgendwie geschafft, dass sie eine Woche frei bekam und somit ich sie wieder in meinen Arnen schließen konnte.

 

 

Wir näherten uns dem Kassler Kreuz. Bolle war sehr unruhig geworden, dies merkte ich, weil ich kurz in den Rückspiegel sah. Plötzlich  platze ein Reifen und der Wagen geriet außer Kontrolle Cora schrie und hielt sich die Hände vor dem Kopf Ich versuchte noch gegenzulenken, aber keine Chance. Der Wagen hatte zu viel Schwung und überschlug sich mehrere Male. Der Hund auf der Rückbank hatte sich durch die Wucht aus der Ankerung gerissen und traf Cora im Kopfbereich. Ich selber wurde schwer im Beinbereich verletzt. Nach dem der Wagen auf dem Kopf zum Stillstand kam, schaute ich zu Cora sie lag reglos im Autositz. Überall war Blut. Das war’s wohl, dachte ich und wurde ohnmächtig. Im Krankenhaus in Kassel kam ich wieder zu mir und ich fragte die Ärzte nach Cora. Da ich kein Verwandter war, wurde ich auch nicht informiert über ihren verbleib. Er schaute nur zum Himmel und ich begriff das Cora tot war.

 

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