Mindestlohn
24.06.2008, 07:06 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar
Brich je ein Zwölftel deines Lebens
und verteile es auf die Stunden..
verkaufe es an die Taglöhner,
die dein Tagwerk belohnen wollen!
verschenke nicht:
Deinen Geist
Deine Neugierde
Deinen Mut
Deine Kraft
Deine Ängste
Deine Wünsche
Deine Liebe
Deine Sorgen
Deinen Charakter
Deinen Selbstrespekt
Deine Moral
Deine Not
Verkaufe sie!
..wenn es sein muss an die Popstars
dieser Welt!
und hoffe auf den Mindestlohn!
TABZTHEATER IM NACHTWIND
05.03.2008, 13:03 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Spielend wirbelt schwarzes Blei
mit roten Kohlen durch den Bauch
rasend wild in heißem Schrei
leicht sich kräuselnd fast wie Rauch
steigt nach oben in den Kopf
wo es mir den Geist erfriert
stechend heiß nach gestern tropft
und ständig um Dein Bild rotiert
langsam ziehn Erinnerungsfäden
schmelzen tropfend Wort um Wort
zartes Flüstern, große Reden
kringeln sich von hier nach Dort
Angst und Liebe, Wut und Trauer
Zärtlichkeit und Akzeptanz
Zuversicht und Mitgefühl
vergessen sich im wirren Tanz
Endgültig
16.02.2008, 01:02 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
...unumstößlich, auf jeden Fall eintretend und unabänderbar!
Steppenwölfe
15.02.2008, 04:02 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Jede Menschenart hat ihre Kennzeichen, ihre Signaturen, jede hat ihre Tugenden und Laster, jede ihre Todsünde. Es gehörte zu den Zeichen des Steppenwolfes, daß er ein Abendmensch war. Der Morgen war für ihn eine schlimme Tageszeit, die er fürchtete und die ihm niemals Gutes gebracht hat. Nie ist er an irgendeinem Morgen seines Lebens richtig froh gewesen, nie hat er in den Stunden vor Mittag Gutes getan, gute Einfälle gehabt, sich und anderen Freude bereiten können. Erst im Laufe des Nachmittags wurde er langsam warm und lebendig, und erst gegen Abend wurde er, an seinen guten Tagen, fruchtbar, regsam und zuweilen glühend und freudig. Damit hing auch sein Bedürfnis nach Einsamkeit und nach Unabhängigkeit zusammen. Nie hat ein Mensch ein tieferes,
aus H. Hesse "der Steppenwolf
Gebete
05.02.2008, 02:02 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar
Neulich fragte mich ein Bekannter, warum Menschen zu Gott beten und ihn lobpreisen. Er meinte sie tun das nicht um ihm zu sagen wie toll er ist, denn das wüsste er selbst, nein sie täten es weil sie dankbar sind für das was sie bekommen...
Ich glaube sie sind dankbar, dass sie nicht zerquetscht werden! Sie beten zu Gott, weil sie Angst haben, weil sie sogar Angst haben wollen...
Warnhinweis!
23.01.2008, 18:01 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
"Rauchen kann tödlich sein!"
..klar. Man stelle sich vor ein niedlicher 13jähriger Junge, dessen einziger Fehler es ist viel zu frü mit dem Rauchen angefangen zu haben, hat Schulschluss und blickt auf dem Heimweg nicht nach rechts und links sondern nur auf das kleine Flämmchen, das sich mit einem wohligen "Klick" kurz unter seiner Nasenspitze zeigt, wenn er sich die erste Zigarette nach einem harten 5 Stunden Tag anzündet. Der Lkwfahrer, der eben diese Straße benutzen will, kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und.. Ja! diese eine Zigarette war tödlich!
Aber denken sie doch mal weiter... Warum hat der Kleine den Lkw nicht wenigstens noch gehört? Die Antwort darauf ist einfach:
Vor etwa einem Monat hatt er Geburtstag und um so cool zu sein wie seine Mitschüler wünschte er sich einen Mp3-Player. Er bekam ihn auch und seit dem hört er immer und überall irgendwelche Musik, die er selbst noch nicht mal versteht, die der große Bruder seines besten Freundes ganz toll findet! also könnte man sagen:
"Coolnes kann tödlich sein!", oder
"Musik kann tödlich sein!" oder noch besser
"Große Brüder können tödlich sein!"
Aber das ist ja noch längst nicht alles! Stellen wir uns weiter vor der Lkwfahrer hätte so einen Schock bekommen, dass er nachdem er den Jungen traf, das Lenkrad verissen hat, auf den Gehsteig und gegen ein geparktes Auto prallte. Dabei löste sich die Ladung von seinem Anhänger und 20t Fernseher, Computerspiele und Digitalkammeras begruben einige Passanten unter sich, die grade auf den Bus warteten.
Ja Leute auch
"Fernseher, Computerspiele und Digitalkammeras können tödlich sein!"
und sogar
"Abwarten und nichts tun kann tödlich sein!"
Einsamkeit
21.01.2008, 19:01 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar
Einsamkeit ist eine Mangelerscheinung, die durch zu viel Ungenauigkeit hervorgerufen wird!
Schlaflosigkeit
10.01.2008, 01:01 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar
eine Zustandsbeschreibung
Ich liege im Bett, auf dem Rücken, den Blick an die Decke geheftet
Augen schließen ist anstrengend und zweckfrei
Meine Gedanken bewegen sich annähernd mit Lichtgeschwindigkeit
Im ziellosen Raum
Leichtes Pochen in den Schläfen und
"Schwupp" Augen wieder auf
Immer noch die selbe Decke
Ich wackel mit dem Fuss
Sehe wie eine Minute durch die Nächste abglöst wird
Und noch eine
Augen wieder zu
Die witzigen Lichtpunkte flackern hin und her
"Bin ich wirklich cholerisch?"
Gedankenjagd
Augen wieder auf
Leichte Kopfschmerzen
Finger trommel auf der Bettdecke
Auf die Seite rollen und Augen zu
Augen wieder auf
"Wie schön sie doch ist, so friedlich!"
Augen wieder zu
Schläfen klopfen lauter
"Oder nur unausgeglichen?"
Jucken am Rücken
Ich komm nicht ran
Augen wieder auf und auf den Rücken zurück drehen
"Aber was tut man da?"
"Klick" Die nächste halbe Stunde
Augen wieder zu
Mein Körper scheint in die Matratze zu schmelzen
Im Kopf wird Karussell gefahren
"Da muss doch was getan werden!"
Augen wieder auf
Finger trommeln auf der Bettdecke
Sind das Kopfschmerzen?
Augen wieder zu
Ich konzentriere mich auf den kleinen Luftwirbel an meiner Nasenspitze, wenn ich atme
Ich versuche es
"Wie das wohl morgen wird?"
Augen wieder auf
Der Fuss zappelt wieder ein bisschen
Zählen Beim atmen
Augen wieder zu
Ein-at-men 1
Aus-at-men 2
Ein-at..
"Ob ich mal im Netz suchen sollte?"
Och menno!
Aus-at-men 2
Ein-at-men 1
Aus
"Ich bin doch aber eigentlich schon müde"
Augen wieder auf
"Wie weit sie weg zu sein scheint"
Ich beobachte die Uhr
43
44
45
46
Augen wieder zu und auf die andere Seite drehen
Schäfchen zählen
1
2
"Ob Yoga oder Meditation helfen würde?"
Ruhiger atmen und entspannen
Immer wieder Ihr Blick in meinem Kopf
"Vielleicht auch gegen die Toffeligkeit?"
NOCH ruhiger atmen
Es zumindest versuchen
Irgendwas stimmt mit dem Ellenbogen so nicht
Wieder auf den Rücken drehen
Augen wieder auf
"klick" Hallo nächste halbe Stunde
1
2
Augen wieder zu
Chaoskino hinter den Aigenlidern
Augen wieder auf
..
So jetzt reichts, ich steh auf und probiers einfach später nochmal!
CMS
04.01.2008, 10:01 Uhr | in Das Leben | 2 Kommentare
Seine Welt ist ohne Farbe
Seine Tage sind nur Ton
Was er will kann er nicht sagen
Seit 15 Jahren schon
Nur wenn er singt muss er nicht stottern
Seine Brote schmiert man ihm
Die Knie fangen an zu schlottern
will er sich vom Stuhle zieh`n
Die Ärzte geben ihm ein Jahr noch
und sein Weg führt ihn bergab
Freude hat er immernoch
Nur die Zeit ist ihm so knapp!
Ein Jahr später - Wiedersehen
Jetuzt kann er schon nichtmer stehen
Speichel läuft Ihm aus dem Mund
der Rücken vom Dekubitus wund
Man sieht es geht vorbei
Wahrscheilich kann er`s nicht verstehen
die Schnappi-Platte muss sich drehen
ein Lächeln spielt um seinen Mund
die Augen werden kugelrund
Die CMS ist einerlei
vielleicht werd ich Ihn nie mehr sehen
denn er wird nie mehr gesund
deshalb bin ich jetzt dabei!
Der Junge für den das geschrieben wurde, ist jetzt im Pflegeheim (ca 6 Monate später)
und auch wenn es abzusehen war, hat es mich schockiert und sehr getroffen. Diese Heime haben so etwas entgültiges. Jetzt kann ich auch besser verstehen, warum es für meine Großtante so wichtig ist, in einer Art betreuter Wohngruppe und nicht im Alternheim wohnt...
sonst noch was...?
26.12.2007, 22:12 Uhr | in Das Leben | 2 Kommentare
Wie schön wenn Liebe
so Anders sein kann
so
ich lieb Dich doch trotzdem,
so
ohne Verlibtheit,
so
wie
Ich Dich jeden Tag
Liebe
auch wenn Du nicht bei mir bist
denk ich jeden
Tag an Dich!
will ich auch immer bei Dir sein
manchmal sagt das stimmchen "Nein!"
ich weiß trotz Allem
dass ich Liebe
und geb`
Dir Unser
Morgen
nicht zurück!
