Mindestlohn

24.06.2008, 07:06 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar

Brich je ein Zwölftel deines Lebens
und verteile es auf die Stunden..
verkaufe es an die Taglöhner,
die dein Tagwerk belohnen wollen!

verschenke nicht:
Deinen Geist
Deine Neugierde
Deinen Mut
Deine Kraft
Deine Ängste
Deine Wünsche
Deine Liebe
Deine Sorgen
Deinen Charakter
Deinen Selbstrespekt
Deine Moral
Deine Not


Verkaufe sie!
..wenn es sein muss an die Popstars
dieser Welt!

und hoffe auf den Mindestlohn!

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TABZTHEATER IM NACHTWIND

05.03.2008, 13:03 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar

Spielend wirbelt schwarzes Blei
mit roten Kohlen durch den Bauch
rasend wild in heißem Schrei
leicht sich kräuselnd fast wie Rauch

steigt nach oben in den Kopf
wo es mir den Geist erfriert
stechend heiß nach gestern tropft
und ständig um Dein Bild rotiert

langsam ziehn Erinnerungsfäden
schmelzen tropfend Wort um Wort

zartes Flüstern, große Reden
kringeln sich von hier nach Dort

Angst und Liebe, Wut und Trauer
Zärtlichkeit und Akzeptanz
Zuversicht und Mitgefühl
vergessen sich im wirren Tanz

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Endgültig

16.02.2008, 01:02 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar

...unumstößlich, auf jeden Fall eintretend und unabänderbar!

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Steppenwölfe

15.02.2008, 04:02 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar

Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging
auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er
doch eben ein Steppenwolf. Er hatte vieles von dem gelernt, was
Menschen mit gutem Verstande lernen können, und war ein ziemlich
kluger Mann. Was er aber nicht gelernt hatte, war dies: mit sich und
seinem Leben zufrieden zu sein. Dies konnte er nicht, er war ein
unzufriedener Mensch. Das kam wahrscheinlich daher, daß er im Grunde
seines Herzens jederzeit wußte (oder zu wissen glaubte), daß er
eigentlich gar kein Mensch, sondern ein Wolf aus der Steppe sei. Es
mögen sich kluge Menschen darüber streiten, ob er nun wirklich ein Wolf
war, ob er einmal, vielleicht schon vor seiner Geburt, aus einem Wolf in
einen Menschen verzaubert worden war oder ob er als Mensch geboren,
aber mit der Seele eines Steppenwolfes begabt und von ihr besessen
war oder aber ob dieser Glaube, daß er eigentlich ein Wolf sei, bloß eine
Einbildung oder Krankheit von ihm war. Zum Beispiel wäre es ja möglich, daß dieser Mensch etwa in seiner Kindheit wild und unbändig und unordentlich war, daß seine Erzieher versucht hatten, die Bestie in ihm totzukriegen, und ihm gerade dadurch die Einbildung und den Glauben schufen, daß er in der Tat eigentlich eine Bestie sei, nur mit einem dünnen Überzug von Erziehung und Menschentum darüber. Man könnte hierüber lang und unterhaltend sprechen und sogar Bücher darüber schreiben; dem Steppenwolf aber wäre damit nicht gedient, denn für ihn war es ganz einerlei, ob der Wolf in ihn hineingehext oder -geprügelt oder aber nur eine Einbildung seiner Seele sei. Was andre darüber denken mochten und auch was er selbst darüber denken mochte, das war für ihn nichts wert, das holte den Wolf doch nicht aus ihm heraus.
Der Steppenwolf hatte also zwei Naturen, eine menschliche und eine
wölfische, dies war sein Schicksal, und es mag wohl sein, daß dies
Schicksal kein so besonderes und seltenes war. Es sollen schon viele
Menschen gesehen worden sein, welche viel vom Hund oder vom Fuchs,
vom Fisch oder von der Schlange in sich hatten, ohne daß sie darum
besondre Schwierigkeiten gehabt hätten. Bei diesen Menschen lebte
eben der Mensch und der Fuchs, der Mensch und der Fisch
nebeneinander her, und keiner tat dem ändern weh, einer half sogar dem
ändern, und in manchem Manne, der es weit gebracht hat und beneidet
wird, war es mehr der Fuchs oder Affe als der Mensch, der sein Glück
gemacht hat. Dies ist ja jedermann bekannt. Bei Harry hingegen war es
anders, in ihm liefen Mensch und Wolf nicht nebeneinander her, und
noch viel weniger halfen sie einander, sondern sie lagen in ständiger
Todfeindschaft gegeneinander, und einer lebte dem ändern lediglich zu
Leide, und wenn Zwei in Einem Blut und Einer Seele miteinander todfeind sind, dann ist das ein übles Leben. Nun, jeder hat sein Los, und leicht ist keines. Bei unsrem Steppenwolfe nun war es so, daß er in seinem Gefühl zwar bald als Wolf, bald als Mensch lebte, wie es bei allen Mischwesen der Fall ist, daß aber, wenn er Wolf war, der Mensch in ihm stets zuschauend, urteilend und richtend auf der Lauer lag — und in den
Zeiten, wo er Mensch war, tat der Wolf ebenso. Zum Beispiel, wenn
Harry als Mensch einen schönen Gedanken hatte, eine feine, edle
Empfindung fühlte oder eine sogenannte gute Tat verrichtete, dann
bleckte der Wolf in ihm die Zähne und lachte und zeigte ihm mit blutigem
Hohn, wie lächerlich dieses ganze edle Theater einem Steppentier zu
Gesicht stehe, einem Wolf, der ja in seinem Herzen ganz genau darüber
Bescheid wußte, was ihm behage, nämlich einsam durch Steppen zu
traben, zuzeiten Blut zu saufen oder eine Wölfin zu jagen, — und, vom
Wolf aus gesehen, wurde dann jede menschliche Handlung schauerlich
komisch und verlegen, dumm und eitel. Aber ganz ebenso war es, wenn
Harry sich als Wolf fühlte und benahm, wenn er andern die Zähne zeigte,
wenn er Haß und Todfeindschaft gegen alle Menschen und ihre
verlogenen und entarteten Manieren und Sitten fühlte. Dann nämlich lag
das Menschenteil in ihm auf der Lauer, beobachtete den Wolf, nannte ihn
Vieh und Bestie und verdarb und vergällte ihm alle Freude an seinem
einfachen, gesunden und wilden Wolfswesen.
So war dies mit dem Steppenwolf beschaffen, und man kann sich
vorstellen, daß Harry nicht gerade ein angenehmes und glückliches
Leben hatte. Doch soll damit nicht gesagt sein, daß er in ganz
besonderem Grade unglücklich gewesen sei (obwohl es ihm selber
allerdings so erschien, wie denn jeder Mensch die ihm zufallenden
Leiden für die größten hält). Man sollte das von keinem Menschen
sagen. Auch wer keinen Wolf in sich hat, braucht darum nicht glücklich
zu sein. Und auch das unglücklichste Leben hat seine Sonnenstunden
und seine kleinen Glücksblumen zwischen dem Sand und Gestein. So
war es denn auch bei dem Steppenwolf. Er war meistens sehr
unglücklich, das ist nicht zu leugnen, und unglücklich konnte er auch
andre machen, nämlich wenn er sie liebte und sie ihn. Denn alle, die ihn
lieb gewannen, sahen immer nur die eine Seite in ihm. Manche liebten
ihn als einen feinen, klugen und eigenartigen Menschen und waren dann
entsetzt und enttäuscht, wenn sie plötzlich den Wolf in ihm entdecken
mußten. Und das mußten sie, denn Harry wollte, wie jedes Wesen, als
Ganzes geliebt werden und konnte darum gerade vor denen, an deren
Liebe ihm viel gelegen war, den Wolf nicht verbergen und weglügen. Es
gab aber auch solche, die gerade den Wolf in ihm liebten, gerade das
Freie, Wilde, Unzähmbare, Gefährliche und Starke, und diesen wieder
war es dann außerordentlich enttäuschend und jämmerlich, wenn
plötzlich der wilde, böse Wolf auch noch ein Mensch war, auch noch
Sehnsucht nach Güte und Zartheit in sich hatte, auch noch Mozart
hören, Verse lesen und Menschheitsideale haben wollte. Gerade diese
waren meistens besonders enttäuscht und böse, und so brachte der
Steppenwolf seine eigene Doppeltheit und Zwiespältigkeit auch in alle
fremden Schicksale hinein, die er berührte.
Wer nun aber meint, den Steppenwolf zu kennen und sein klägliches,
zerrissenes Leben sich vorstellen zu können, der ist dennoch im Irrtum,
er weiß noch lange nicht alles. Er weiß nicht, daß es (wie keine Regel
ohne Ausnahme und wie ein einziger Sünder unter Umständen Gott
lieber ist als neunundneunzig Gerechte) — daß es bei Harry immerhin
auch Ausnahmen und Glücksfälle gab, daß er zuweilen den Wolf,
zuweilen den Menschen auch rein und ungestört in sich atmen, denken
und fühlen konnte, ja, daß beide manchmal, in sehr seltenen Stunden,
Frieden schlossen und einander zu Liebe lebten, so daß nicht bloß der eine schlief, während der andre wachte, sondern beide einander stärkten und jeder den andern verdoppelte. Auch im Leben dieses Mannes schien, wie überall in der Welt, zuweilen alles Gewohnte, Alltägliche, Erkannte und Regelmäßige bloß den Zweck zu haben, hie und da eine sekundenkurze Pause zu erleben, durchbrochen zu werden und
dem Außerordentlichen, dem Wunder, der Gnade Platz zu machen. Ob nun diese kurzen, seltenen Glücksstunden das schlimme Los des Steppenwolfes ausglichen und milderten, so daß Glück und Leid sich schließlich die Waage hielten, oder ob vielleicht sogar das
kurze, aber starke Glück jener wenigen Stunden alles Leid aufsog und ein Plus ergab, das ist nun wieder eine Frage, über welche müßige Leute nach Belieben brüten mögen.
Auch der Wolf brütete oft darüber, und das waren seine müßigen und unnützen Tage.
Hierzu muß eines noch gesagt werden. Es gibt ziemlich viele Menschen von ähnlicher Art, wie Harry einer war, viele Künstler namentlich gehören dieser Art an. Diese Menschen haben alle zwei Seelen, zwei Wesen in sich, in ihnen ist Göttliches und Teuflisches, ist mütterliches und väterliches Blut, ist Glücksfähigkeit und Leidensfähigkeit
ebenso feindlich und verworren neben und ineinander vorhanden, wie Wolf und Mensch in Harry es waren. Und diese Menschen, deren Leben ein sehr unruhiges ist, erleben zuweilen in ihren seltenen Glücksaugenblicken so Starkes und unnennbar Schönes, der
Schaum des Augenblicksglückes spritzt zuweilen so hoch und blendend über das Meer des Leides hinaus, daß dies kurze aufleuchtende Glück ausstrahlend auch andere berührt und bezaubert. So entstehen, als kostbarer flüchtiger Glücksschaum über dem Meer des Leides, alle jene Kunstwerke, in welchen ein einzelner leidender Mensch sich
für eine Stunde so hoch über sein eigenes Schicksal erhob, daß sein Glück wie ein Stern strahlt und allen denen, die es sehen, wie etwas Ewiges und wie ihr eigener Glückstraum erscheint. Alle diese Menschen, mögen ihre Taten und Werke heißen wie sie wollen, haben eigentlich überhaupt kein Leben, das heißt, ihr Leben ist kein Sein, hat keine
Gestalt, sie sind nicht Helden oder Künstler oder Denker in der Art, wie andere Richter, Ärzte, Schuhmacher oder Lehrer sind, sondern ihr Leben ist eine ewige, leidvolle Bewegung und Brandung, ist unglücklich und schmerzvoll zerrissen und ist schauerlich und sinnlos, sobald man den Sinn nicht in ebenjenen seltenen Erlebnissen, Taten, Gedanken und Werken zu sehen bereit ist, die über dem Chaos eines solchen Lebens
aufstrahlen. Unter den Menschen dieser Art ist der gefährliche und schreckliche Gedanke entstanden, daß vielleicht das ganze Menschenleben nur ein arger Irrtum, eine heftige und mißglückte Fehlgeburt der Urmutter, ein wilder und grausig fehlgeschlagener
Versuch der Natur sei. Unter ihnen ist aber auch der andere Gedanke entstanden, daß der Mensch vielleicht nicht bloß ein halbwegs vernünftiges Tier, sondern ein Götterkind und zur Unsterblichkeit bestimmt sei.
Jede Menschenart hat ihre Kennzeichen, ihre Signaturen, jede hat ihre Tugenden und Laster, jede ihre Todsünde. Es gehörte zu den Zeichen des Steppenwolfes, daß er ein Abendmensch war. Der Morgen war für ihn eine schlimme Tageszeit, die er fürchtete und die ihm niemals Gutes gebracht hat. Nie ist er an irgendeinem Morgen seines Lebens richtig froh gewesen, nie hat er in den Stunden vor Mittag Gutes getan, gute Einfälle gehabt, sich und anderen Freude bereiten können. Erst im Laufe des Nachmittags wurde er langsam warm und lebendig, und erst gegen Abend wurde er, an seinen guten Tagen, fruchtbar, regsam und zuweilen glühend und freudig. Damit hing auch sein Bedürfnis nach Einsamkeit und nach Unabhängigkeit zusammen. Nie hat ein Mensch ein tieferes,
leidenschaftlicheres Bedürfnis nach Unabhängigkeit gehabt als er. In seiner Jugendzeit, als er noch arm war und Muhe hatte, sein Brot zu verdienen, zog er es vor, zu hungern und in zerrissenen Kleidern zu gehen, nur um dafür ein Stückchen Unabhängigkeit zu retten. Er hat sich nie für Geld und Wohlleben, nie an Frauen oder an Mächtige verkauft und hat hundertmal das, was in aller Welt Augen sein Vorteil und Glück war, weggeworfen und ausgeschlagen, um dafür seine Freiheit zu bewahren. Keine Vorstellung war ihm verhaßter und grauenhafter als die, daß er ein Amt ausüben, eine Tages und Jahreseinteilung innehalten, anderen gehorchen müßte.
Ein Bureau, eine Kanzlei, eine Amtsstube, das war ihm verhaßt wie der
Tod, und das Entsetzlichste, was er im Traum erleben konnte, war die
Gefangenschaft in einer Kaserne. All diesen Verhältnissen wußte er sich
zu entziehen, oft unter großen Opfern. Hierin lag seine Stärke und
Tugend, hier war er unbeugsam und unbestechlich, hier war sein
Charakter fest und gradlinig. Allein mit dieser Tugend hing wieder sein
Leid und Schicksal aufs engste zusammen. Es ging ihm, wie es allen
ergeht: was er, aus einem innersten Trieb seines Wesens, aufs
hartnäckigste suchte und anstrebte, das ward ihm zuteil, aber mehr als
für Menschen gut ist. Es wurde anfänglich sein Traum und Glück, dann
sein bittres Schicksal. Der Machtmensch geht an der Macht zugrunde,
der Geldmensch am Geld, der Unterwürfige am Dienen, der Lustsucher
an der Lust. Und so ging der Steppenwolf an seiner Unabhängigkeit
zugrunde. Er erreichte sein Ziel, er wurde immer unabhängiger, niemand
hatte ihm zu befehlen, nach niemandem hatte er sich zu richten, frei und
allein bestimmte er über sein Tun und Lassen. Denn jeder starke Mensch
erreicht unfehlbar das, was ein wirklicher Trieb ihn suchen heißt. Aber
mitten in der erreichten Freiheit nahm Harry plötzlich wahr, daß seine
Freiheit ein Tod war, daß er allein stand, daß die Welt ihn auf eine
unheimliche Weise in Ruhe ließ, daß die Menschen ihn nichts mehr
angingen, ja er selbst sich nicht, daß er in einer immer dünner und
dünner werdenden Luft von Beziehungslosigkeit und Vereinsamung
langsam erstickte. Denn nun stand es so, daß Alleinsein und
Unabhängigkeit nicht mehr sein Wunsch und Ziel war, sondern sein Los,
seine Verurteilung, daß der Zauberwunsch getan und nicht mehr
zurückzunehmen war, daß es nichts mehr half, wenn er voll Sehnsucht
und guten Willens die Arme ausstreckte und zu Bindung und
Gemeinsamkeit bereit war: man ließ ihn jetzt allein. Dabei war er nicht
etwa verhaßt und den Menschen zuwider. Im Gegenteil, er hatte sehr
viele Freunde. Viele hatten ihn gern. Aber es war immer nur Sympathie
und Freundlichkeit, was er fand, man lud ihn ein, man beschenkte ihn,
schrieb ihm nette Briefe, aber nahe an ihn heran kam niemand, Bindung
entstand nirgends, sein Leben zu teilen war niemand gewillt und fähig. Es umgab ihn jetzt die Luft der Einsamen, eine stille Atmosphäre, ein
Weggleiten der Umwelt, eine Unfähigkeit zu Beziehungen, gegen welche
kein Wille und keine Sehnsucht etwas vermochte. Dies war eins der
wichtigen Kennzeichen seines Lebens. [...]

aus H. Hesse "der Steppenwolf

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Gebete

05.02.2008, 02:02 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar

Neulich fragte mich ein Bekannter, warum Menschen zu Gott beten und ihn lobpreisen. Er meinte sie tun das nicht um ihm zu sagen wie toll er ist, denn das wüsste er selbst, nein sie täten es weil sie dankbar sind für das was sie bekommen...
Ich glaube sie sind dankbar, dass sie nicht zerquetscht werden! Sie beten zu Gott, weil sie Angst haben, weil sie sogar Angst haben wollen...

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Warnhinweis!

23.01.2008, 18:01 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar

"Rauchen kann tödlich sein!"
..klar. Man stelle sich vor ein niedlicher 13jähriger Junge, dessen einziger Fehler es ist viel zu frü mit dem Rauchen angefangen zu haben, hat Schulschluss und blickt auf dem Heimweg nicht nach rechts und links sondern nur auf das kleine Flämmchen, das sich mit einem wohligen "Klick" kurz unter seiner Nasenspitze zeigt, wenn er sich die erste Zigarette nach einem harten 5 Stunden Tag anzündet. Der Lkwfahrer, der eben diese Straße benutzen will, kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und.. Ja! diese eine Zigarette war tödlich!
Aber denken sie doch mal weiter... Warum hat der Kleine den Lkw nicht wenigstens noch gehört? Die Antwort darauf ist einfach:
Vor etwa einem Monat hatt er Geburtstag und um so cool zu sein wie seine Mitschüler wünschte er sich einen Mp3-Player. Er bekam ihn auch und seit dem hört er immer und überall irgendwelche Musik, die er selbst noch nicht mal versteht, die der große Bruder seines besten Freundes ganz toll findet! also könnte man sagen:
"Coolnes kann tödlich sein!", oder
"Musik kann tödlich sein!" oder noch besser
"Große Brüder können tödlich sein!"
Aber das ist ja noch längst nicht alles! Stellen wir uns weiter vor der Lkwfahrer hätte so einen Schock bekommen, dass er nachdem er den Jungen traf, das Lenkrad verissen hat, auf den Gehsteig und gegen ein geparktes Auto prallte. Dabei löste sich die Ladung von seinem Anhänger und 20t Fernseher, Computerspiele und Digitalkammeras begruben einige Passanten unter sich, die grade auf den Bus warteten.
Ja Leute auch

"Fernseher, Computerspiele und Digitalkammeras können tödlich sein!"
und sogar
"Abwarten und nichts tun kann tödlich sein!"

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Einsamkeit

21.01.2008, 19:01 Uhr | in Das Leben | kein Kommentar

Einsamkeit ist eine Mangelerscheinung, die durch zu viel Ungenauigkeit hervorgerufen wird!

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Schlaflosigkeit

10.01.2008, 01:01 Uhr | in Das Leben | 1 Kommentar

eine Zustandsbeschreibung

Ich liege im Bett, auf dem Rücken, den Blick an die Decke geheftet
Augen schließen ist anstrengend und zweckfrei
Meine Gedanken bewegen sich annähernd mit Lichtgeschwindigkeit
Im ziellosen Raum
Leichtes Pochen in den Schläfen und
"Schwupp" Augen wieder auf
Immer noch die selbe Decke
Ich wackel mit dem Fuss
Sehe wie eine Minute durch die Nächste abglöst wird
Und noch eine
Augen wieder zu
Die witzigen Lichtpunkte flackern hin und her
"Bin ich wirklich cholerisch?"
Gedankenjagd
Augen wieder auf
Leichte Kopfschmerzen
Finger trommel auf der Bettdecke
Auf die Seite rollen und Augen zu
Augen wieder auf
"Wie schön sie doch ist, so friedlich!"
Augen wieder zu
Schläfen klopfen lauter
"Oder nur unausgeglichen?"
Jucken am Rücken
Ich komm nicht ran
Augen wieder auf und auf den Rücken zurück drehen
"Aber was tut man da?"
"Klick" Die nächste halbe Stunde
Augen wieder zu
Mein Körper scheint in die Matratze zu schmelzen
Im Kopf wird Karussell gefahren
"Da muss doch was getan werden!"
Augen wieder auf
Finger trommeln auf der Bettdecke
Sind das Kopfschmerzen?
Augen wieder zu
Ich konzentriere mich auf den kleinen Luftwirbel an meiner Nasenspitze, wenn ich atme
Ich versuche es
"Wie das wohl morgen wird?"
Augen wieder auf
Der Fuss zappelt wieder ein bisschen
Zählen Beim atmen
Augen wieder zu
Ein-at-men  1
Aus-at-men  2
Ein-at..
"Ob ich mal im Netz suchen sollte?"
Och menno!
Aus-at-men  2
Ein-at-men  1
Aus
"Ich bin doch aber eigentlich schon müde"
Augen wieder auf
"Wie weit sie weg zu sein scheint"
Ich beobachte die Uhr
43
44
45
46
Augen wieder zu und auf die andere Seite drehen
Schäfchen zählen
1
2
"Ob Yoga oder Meditation helfen würde?"
Ruhiger atmen und entspannen
Immer wieder Ihr Blick in meinem Kopf
"Vielleicht auch gegen die Toffeligkeit?"
NOCH ruhiger atmen
Es zumindest versuchen
Irgendwas stimmt mit dem Ellenbogen so nicht
Wieder auf den Rücken drehen
Augen wieder auf
"klick" Hallo nächste halbe Stunde
1
2
Augen wieder zu
Chaoskino hinter den Aigenlidern
Augen wieder auf

..
So jetzt reichts, ich steh auf und probiers einfach später nochmal!

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CMS

04.01.2008, 10:01 Uhr | in Das Leben | 2 Kommentare

Seine Welt ist ohne Farbe
Seine Tage sind nur Ton
Was er will kann er nicht sagen
Seit 15 Jahren schon

Nur wenn er singt muss er nicht stottern
Seine Brote schmiert man ihm
Die Knie fangen an zu schlottern
will er sich vom Stuhle zieh`n

Die Ärzte geben ihm ein Jahr noch
und sein Weg führt ihn bergab
Freude hat er immernoch
Nur die Zeit ist ihm so knapp!

Ein Jahr später - Wiedersehen
Jetuzt kann er schon nichtmer stehen
Speichel läuft Ihm aus dem Mund
der Rücken vom Dekubitus wund

Man sieht es geht vorbei

Wahrscheilich kann er`s nicht verstehen
die Schnappi-Platte muss sich drehen
ein Lächeln spielt um seinen Mund
die Augen werden kugelrund

Die CMS ist einerlei

vielleicht werd ich Ihn nie mehr sehen
denn er wird nie mehr gesund
deshalb bin ich jetzt dabei!

Der Junge für den das geschrieben wurde, ist jetzt im Pflegeheim (ca 6 Monate später)

und auch wenn es abzusehen war, hat es mich schockiert und sehr getroffen. Diese Heime haben so etwas entgültiges. Jetzt kann ich auch besser verstehen, warum es für meine Großtante so wichtig ist, in einer Art betreuter Wohngruppe und nicht im Alternheim wohnt...

 

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sonst noch was...?

26.12.2007, 22:12 Uhr | in Das Leben | 2 Kommentare

Wie schön wenn Liebe
so Anders sein kann
so
ich lieb Dich doch trotzdem,
so
ohne Verlibtheit,
so
wie
Ich Dich jeden Tag
Liebe

auch wenn Du nicht bei mir bist
denk ich jeden
Tag an Dich!

will ich auch immer bei Dir sein
manchmal sagt das stimmchen "Nein!"

ich weiß trotz Allem
dass ich Liebe
und geb`
Dir Unser
Morgen
 nicht zurück!

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