Pop und Plastik

30.01.2008, 10:01 Uhr | in Kino, Fernsehen, Stars | kein Kommentar

Wie müssen sich die Wissenschaftler vom Frauenhofer Institut für integrierte Schaltungen gefreut haben, als sie 1982 bemerkten, dass sie mit ihrer Erfindung, dem MP3 Format, womöglich die ganze Welt des Musikgenusses revolutionieren werden. Aber noch mehr werden sich die amerikanischen Softwarefirmen freuen, die das Geld für die Patentrechte einstreichen, deren Streitwert sich inzwischen auf über 3,8 Milliarden $ beläuft. Wer das Geld schließlich wirklich bekommt, ist noch nicht raus wie ich höre, aber sicher ist schon mal, dass es nicht die Erfinder oder deren Forschungseinrichtungen seien werden, weil das Verfahren zur Patentzulassung in Deutschland einfach bedeutend langsamer war als das der Amerikaner! Es lebe die Bürokratie!
Aber wir freuen uns ja trotzdem an dieser bewegenden Errungenschaft, und nutzen sie tagtäglich. Ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, wie Mein Leben ohne die vielen verhaltensgestörten Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund aussehen würde, die mir ständig ihre Jambacharts aufs Ohr drücken. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund ist in diesem falle tatsächlich nebensächlich, weil die Texte der Musik sowieso den Deutschkenntnissen angepasst sind, die man bei beiden Gruppen vergeblich sucht. Aber ihre Eltern kaufen ihnen die Geräte um sie abzuspielen, die deutsche Firmen von Ausländern herstellen lassen, die sie sich niemals leisten könnten; bezahlen sie zum größten Teil mit den Steuergeldern, die diese Firmen nicht an Deutschland abführen, weil sie ihren Stammsitz in Andorra haben und regen sich drüber auf, dass ihre lieben Kleinen eher englische Schimpfworte, als deutsche Grammatik lernen. Nebenbei kommt es zum Eklat weil mal wieder eine Familie Privatinsolvenz beantragen musste, weil sie die 15.000€ Jambarechnung ihres 13jährigen Sohnes nicht bezahlen kann und die anderen Kinder der Familie bekommen Prepaidkarten und Hirnkrebs von der Strahlung der Handys unter ihren Kopfkissen!
..oder sie verblöden dermaßen, dass sie tatsächlich denken sie bräuchten keine Schule mehr, weil Heute ja jeder ein Popstar werden kann. Selbst die, die nicht ganz so verblendet oder einfach schon zu lange auf Drogen sind lernen einfach nochmehr Schimpfwörter und träumen vom großen Ruhm als Gangsterrapper.
Es lebe die mediale Ausbeutung!

[lesen]