Dreams
17.08.2009, 23:08 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
So zirka tausend Träume steh’n Spalier
.........und Wünsche – mindestens genau so viele –
.........und guter Rat steht massenhaft auf dem Papier
.........samt jeder Menge unerreichter Ziele.
.........
.........Der Frust hat sich gleich bergeweise angehäuft –
.........vermischt mit Psychomüll und Lebensschutt . . .
.........drum ist man ja schon froh, die Waschmaschine läuft
.........und geht nicht ausgerechnet heut’ kaputt.
.........
.........In Tannen blühen nun mal keine Rosen –
.........und das ganz große Glück
.........kommt meistens nur in kleinen Dosen
.........und schrittchenweise, Stück um Stück.
.........
.........Doch ist das Schicksal unverhofft mal gütig,
.........dann sei nicht etwa blind und taub und stumm – und werde bloß nicht übermütig . . . . versteck’ das Glück – erzähl’ es nicht herum. Am besten, leb’ genau so weiter wie bisher – vielleicht stellst Du ja fest, Du brauchst das Glück nicht mehr. Wenn auch zu Spät aber mit viel Liebe gesucht und Verschickt*fg Hab dir Lieb
Auf der Suche nach Wörtern hinter Worten (oder andersherum)
07.08.2009, 15:08 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
... eine weitere Bücherwürmerei.
Skurril ist „Die Geschichte des Traktors auf Ukrainisch“. So sehr es die Rahmenhandlung ist, die Geschichte des Traktors an sich zu erzählen, so sehr eben die Art der Geschichte das Abbild dessen, was die Menschen tun. So wie Maschinen nachgebaut, zusammengestückelt, weiterentwickelt aufgegeben werden so geschieht es auch mit den Lebenswegen. Interessant.
Ebenso interessant, wenn auch deutlich plakativer kommt Next von Crichton daher. Ein wenig Genmanipulation, viel Überwachung, der Spieltrieb der Menschen und schon hat man eine anfangs verwirrende aber sich immer mehr zu einem Gesamtbild zusammenfügende Geschichte. Störend und ermüdend empfinde ich die vielen Zeitungsartikel die eingestreut werden, um der eigentlichen Geschichte eine Realität zu geben, die sie (noch) nicht hat. Schade ist es, dass einzelne Zweige der Handlung einfach aussterben, ohne eine Lösung zu finden. Der zentrale Stamm jedoch wird weit genug geführt, damit es ein gutes Buch wird, mit hinreichend viel Bezug auf die Wirklichkeit und mit genug Abstraktion für die eigenen Anregungen. Mehr Thema als Wort.
An A.L. Kennedys „Day“ irritiert mich das Titelbild, das der technisch Interessierte fast sofort als falsch erkennt. Ich hätte also zuerst etwas anderes erwartet, als die Geschichte eines englischen Bomberpiloten aus dem zweiten Weltkrieg, da ein amerikanisches Jagdflugzeug abgebildet ist. Das macht jedoch nichts, da sehr schnell vier Handlungsebenen miteinander verstrickt werden. Der Erzählstil über weitschweifende Indirektionen und nur zögerlich bekanntwerdende Tatsachen macht den Inhalt überaus spannend und das Lesen zur Lust, wobei es nur vordergründig und zum kleinen Teil um den Krieg an sich geht, sondern vielmehr um eine Person, die sich selbst verliert. Da ich auf der Suche nach Worten bin, ist für mich hier eine interessante Quelle.
Frank Goosen: So viel Zeit. Ich weiß nicht, ob ich wütend werden soll oder aber Beifall klatschen. Schön geschrieben ist es. Die Geschichte ist rund. Die Erzählperspektive ist gut. Die Wortwahl ist sehr schön. Das Thema sollte mich voll treffen - und das tut es auch, schließlich geht es um etwa 45 (so wie ich) jährige Männer (so wie ich), die etwas in ihrem Leben ändern wollen (so wie ich), die Musik gemacht haben (so wie ich), die 25-jäöhriges Abi-Treffen haben (so wie ich – so lange schon her? wow), die Affären anfangen (so wie ich das gerne wöllte), die von ihrem Job genervt sind (so wie ich), die eine Kick suchen (so wie ich), die gerne Doppelkopf spiele (so wie ich), die der Alltag auffrisst (so wie mich). Sich beginnen also mit ihrer alten Schülerband (fast so wie ich) und spielen die Musik, die damals modern war – *innehalt_nachdenk* Buttocks, Ideal, SimpleMinds, Talking Heads, Exploited, Ramones, DAF, Extrabreit, Hansa-a-Plast, Y-Knot kommt mir dabei spontan in den Sinn, Polychords, Moll-Dur-Vertauschungen, Voicings, bunte kurze Haare, schwarze Klamotten. Die Musik jedoch, die er beschreibt, ACDC, Deep Purple etc., war damals schon veraltet, schlecht, etwas für die älteren Geschwister oder langhaarige Jeansjackenträger. Er schwelgt in Gitarrensoli, Klanggewölben, die mir damals schon so abstoßend vorkamen, dass Punk, New-Wave, und NDW wie eine Erlösung vorbeikam und mich (und alle anderen [außer den langhaarigen Jeansjackenträgern natürlich]) mitriss. Ist das einfach nur schlecht recherchiert? Lebt er in einer anderen Zeit? Gab es das in Köln etwa nicht? Mich hat er damit nicht mit auf die erzählerische Reise genommen; ich kenne nicht einmal _eines_ der Lieder, die er erwähnt. Dass alle ihre Frauen verlassen und keiner zurückfindet, passt zum Working-Class-Hero-Gedöns genau der erwähnten Bands (Achtung: Vorurteil) und zu den MidLife-Crisis der Schülerband. Abstrahiert gesehen auf gute Musik passt das Buch aber. Meinen Frieden habe ich am Ende damit geschlossen, gedacht, es geht um die Leidenschaft dabei, nicht um den damaligen GesellschaftsRevolutionsMusikStreit.
Silke Scheuermann: Die Stunde zwischen Hund und Wolf ist ein dünnes Buch. Aber es entführt einen schnell in die Zwickmühle, die zwischen zwei Schwestern entsteht, als deren Leben wieder aufeinanderprallen. Wie schief das Bild vom anderen auch sein kann, die Familie findet sich wieder zusammen. Dieser Halt gibt den Protagonisten halt und bildet das Denkmodell hinter der Geschichte. Das Ganze ist mit einer schönen Wortgewandtheit geschrieben, dass ich Lust hätte mehr davon zu lesen. Dass das nebenbei noch an Orten spielt, die mir bekannt sind, erhöhte mein Lesevergnügen.
Voll und Ganz begeisterungsfähig bin ich für Spieltrieb von Juli Zeh, die Ereignisse zwischen Schülern und Lehrern auf einer Schule (Ernst-Bloch-Gymnasium – der Name ist Programm des Buches) schildert und vor allem einen Diskurs über die unterschiedlichen Gedankengänge hinter deren Handlungen führt. Das alles wird auf die niedrigsten Stufen der menschlichen Bedürfnisse zurückgeführt und durch die philosophische Brille der verschiedenen Beteiligten betrachtet. Werte (Was eigentlich ist das?) werden außer Acht gelassen. Leben werden verdreht. Einsichten werden geliefert. Vieles wird angesprochen und das aus verschiedener Sicht theoretischer Ansichten. Dazu gehört nicht zuletzt eine mathematische Sicht aus der Spieltheorie, deren Inszenierende zu Mitwirkenden werden. Ich bin begeistert. Nicht mehr – nicht weniger.
Wer reitet so spät ...
05.04.2009, 15:04 Uhr | in Schreiben und Dichten | 1 Kommentar
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben hinten am Sozius,
er faselt dort was von Konfuzius.
Mein Sohn, birg lieber fest dein Gesicht !
Siehst Vater, du die Wildsau denn nicht ?
Das Ding dort, mit stehendem Schweif ?
Mein Sohn, es ist nur der Vogel Greif !
Du liebes Kind, nun halt deinen Mund,
dein Gelaber wird mir bald zu bunt !
Siehst du nicht die Bäume am Straßenrand,
in ihrem graugrünen Blättergewand ?
Mein Vater, mein Vater, merkst du denn nicht,
du rast durch die Nacht, am Krad brennt kein Licht ?
Sei ruhig, bleib ruhig, mein Kind,
ich fahr doch mit Brille, bin lang noch nicht blind !
Willst feiner Knabe du mit mir nach Haus,
dann halt dich gut fest und sieh gradeaus,
die Sterne dort oben, sie führen uns heim,
ich kenn kein Verkehrsschild, das musst du verzeih´n !
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort,
vor uns die Häuser, ein düsterer Ort ?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau,
rechts und links Mauern, im schaurigen Grau.
Ich rase hindurch, mach nirgendwo Halt,
an Händen und Füßen, ist mir schon ganz kalt !
Mein Vater, mein Vater, jetzt schau auf den Weg,
denk an die Einfahrt, das Bächlein mit Steg !
Der Vater hat´s übersehen, da kracht es auch schon,
verzweifelt sucht er das Kind, seinen einzigen Sohn.
Er findet und drückt es, rennt zum Gehöft mit Mühe und Not,
in den Armen das Kind, wohlauf, - nicht wie im Erlkönig, - tot.
Beste Freundin
21.10.2008, 21:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
| "Wenn ich alleine bin, dann bist du einfach nur da Wenn ich allein sein will, lässt du mir meinen Freiraum Wenn ich jemandem zum reden brauch, bist du der erste zu dem ich gehe Wenn ich aber mit niemandem reden will, bist du der einzige der das versteht Wenn ich wieder einen Tiefpunkt habe, bist du es der mich aufmuntert Wenn ich dann einfach nur weine, weißt nur du genau das man mich dnan in ruhe lassen sollte.. Dafür wollte ich dir danke sagen.. Du bist echt top!!" |
An einen guten Freund
21.10.2008, 21:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
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.........
.........
.........Nicht alle unsere Freunde, die
.........wir im Laufe unseres Lebens
.........haben, können wir als gute
.........Freunde bezeichnen. Nicht alle
.........unsere Freunde nehmen sich die
.........Zeit, die eine gute Freundschaft
.........braucht. Du aber schon!
.........
.........Egal was passiert, Du hast
.........immer Zeit für mich. Du hörst
.........mir zu und versuchst mich zu
.........verstehen, mir zu helfen, mich
.........zu trösten. Du bist einmalig für mich und ich bin stolz darauf, so einen guten Freund zu haben. Es ist schön zu wissen, daß immer jemand da ist mit dem ich Kummer und Freude teilen kann. Ich glaube, ich habe Dir noch nie richtig Danke sagen können. Das möchte ich jetzt tun: Danke, daß du ein guter Freund bist.
Wonder
21.10.2008, 21:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
Glaub an Wunder, Liebe und Glück..
.........Schau nach vorn und niemals zurück.
.........Tu was Du willst und steh dazu,
.........denn dieses Leben lebst ja Du..
.........Ich wünsch mir, dass die Sonne für Dich scheint,
.........Dein Herz nie mehr weint,
.........die Liebe Dich stets begleitet
.........und Dir nur Glück und Schönes bereitet!!
.........Ich schick Dir einen Engel,
.........der Dir Deine Wünsche erfüllt!
freunde..
19.10.2008, 16:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
Eine Träne in gedanken ist auch eine Träne in Meine
Herzen wo eine Träne in Meinen Herzen ist. dar ist auch viel Platz
Für Freundschaft wo Freundschaft ist, dar Ist auch Liebe wo Liebe ist dar bin
auch ich und wo ich bin dar ist auch Hoffnung das dar freuende sind vergesse nie diese Worte
Gier
17.10.2008, 16:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
Verlangen steigt in mir auf,
tief aus meinem Inneren heraus.
Ein Hauch von Verlangen,
ein Hauch von Begierde,
dennoch habe ich Angst
mich zu verlieren.
Ratlosigkeit macht sich in mir breit.
Was ist es, was in mir schreit?
Was will ich?
Und vor allem: Weshalb will ich?
Keiner weiß die Antwort,
die meiner Frage entspricht.
Traurigkeit steigt in mir auf,
tief aus meinem Inneren heraus.
Einsam
17.10.2008, 16:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
Noch ein Tag ohne Liebe,
ein neuer Tag allein.
Ohne jede Hoffnung und Ziele,
noch ein Tag ohne Sonnenschein.
Tränen der Verzweiflung,
aus den Augen,einst so froh,geweint.
Sie haben jetzt ein andre Bedeutung,
der Weg ist zu lang und zu weit.
Wunsch und Traum,
das einzige,das bleibt,
keine Luft und kein Raum,
keiner hört,wie man schreit.
Die Trauer vergeht,
und die Tränen versiegen.
Nur die Hoffnung,die zählt,
und die Liebe,die blieben
Erlkönig 2002
14.10.2008, 18:10 Uhr | in Schreiben und Dichten | kein Kommentar
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Das ist der Wahnsinn mit seinem Rind.
Er hält das Tier recht fest und stark,
er will ins Hirn und Rückenmark.
Du liebes Rind, komm spiel mit mir,
gar schöne Erregung verschaff ich Dir!
Erreger, wie Du sie nie gekannt
frisch importiert aus Engeland.
"Doch sag, was birgst Du so bang Dein Gesicht?"
"Kennst, Wahnsinn, Du den Funke nicht?
Der redet schon seit eh und je,
in Deutschland gibt..s kein BSE."
"Du dumme Kuh, und hörtest Du nicht,
wie Adrea Fischer sich laufend verspricht?
Erst hat sie auf deutsche Würste geschworen,
jetzt redet sie nur noch von Separatoren".
"Ach, bleib ganz ruhig", sprach das Rind,
"Im Blätterwalde, da säuselt der Wind.
Was scheren mich BSE und Eu?
Ich bin und bleibe..ne glückliche Kuh".
"Und so verarscht Ihr alle Leute?
Ihr seid ja des Wahnsinns fette Beute!
Doch warte auch Dich errege ich bald,
und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt!"
"Jetzt reicht..s! Verlasse sofort meinen Stall!
Sonst schmeiß ich Dich in den Schlachtabfall.
Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf:
Du wirst Tiermehl, ich fress.. Dich auf!"
DemWahnsinn grauste, er flüchtet geschwind
zurück nach England. Das glückliche Rind
erreicht des Bauernhofes gestade
und ward tags drauf schon zu Roulade.
